England aus disziplinarischen Gründen ohne Raheem Sterling gegen Montenegro

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Der englischen Nationalmannschaft fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur UEFA Europameisterschaft 2020. An den letzten beiden Spieltagen benötigen die Three Lions aus dem Heimspiel am Donnerstag gegen Montenegro und dem drei Tage später folgenden Gastspiel im Kosovo noch einen Punkt in EM 2020 Quali Gruppe A, um sicher im nächsten Sommer dabei zu sein.

Im Heimspiel gegen Montenegro muss die englische Mannschaft allerdings ohne Raheem Sterling auskommen, der vom Verband FA aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen wurde.

Hintergrund der Maßnahme ist eine Auseinandersetzung zwischen dem Angreifer von Manchester City und Nationalmannschaftskollege Joe Gomez, die bereits am Sonntag während des Top-Spiels zwischen dem FC Liverpool und City begonnen hatte. In der Schlussphase gerieten der eingewechselte Gomez und Sterling aneinander und zumindest für den Angreifer war die Angelegenheit offenbar auch beim Zusammentreffen tags darauf beim Nationalteam im St. George’s Park noch nicht erledigt.

Southgate will keine Alltagsrivalität bei der Nationalelf

So soll Sterling versucht haben, Gomez zu provozieren, der seinerseits aber offenbar keine Reaktion zeigte und gelassen blieb. Obwohl sich Sterling kurz danach sowohl beim Liverpooler Verteidiger als auch allgemein bei der Mannschaft entschuldigte, beschlossen der Verband und Nationaltrainer Gareth Southgate in Absprache mit dem Team eine disziplinarische Sanktion.

Southgate betonte in der von der FA verbreiteten offiziellen Stellungnahme, dass es wichtig sei, bei den Three Lions als Einheit aufzutreten und den Alltag in der Premier League außen vor zu lassen: „Wir haben entschieden Raheem für das Spiel gegen Montenegro am Donnerstag nicht in Betracht zu ziehen. Eine der großen Herausforderungen und Stärken von uns ist, dass wir die Klub-Rivalitäten bei der Nationalmannschaft trennen müssen. Leider waren die Emotionen des gestrigen Spiels immer noch vorhanden.“

Während es Southgate dabei belassen wollte und den Fokus auf die anstehende Begegnung gegen Montenegro richtete, meldete sich Sterling auch öffentlich via Instagram zu Wort und erklärte die Angelegenheit für beendet. Zudem betonte der 24-Jährige, am Donnerstagabend in der EM-Quali voll hinter der Mannschaft zu stehen und die Daumen zu drücken, damit das EM-Ticket vorzeitig gelöst werden kann.

Mehrere Alternativen zu Sterling

Sofern dies wider Erwarten gegen das noch sieglose Montenegro nicht gelingen sollte, wäre Sterling im Kosovo wieder mit dabei, um die Dinge in die richtige Richtung zu lenken. Am Donnerstag aber sind erst einmal Sterlings Offensivkollegen um Harry Kane und Marcus Rashford gefragt.

Anstelle von Sterling könnte neben den beiden Jadon Sancho auf Rechtsaußen auflaufen, wird sich aber im Vergleich zu seinen letzten Leistungen im Trikot von Borussia Dortmund steigern müssen. Die beiden Chelsea-Talente Mason Mount und Tammy Abraham könnten ebenfalls vom Fehlen Sterlings profitieren. Und auch James Maddison sowie Callum Hudson-Odoi und Callum Wilson dürfen auf einen Einsatz im England-Trikot hoffen.

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