WM 2022: Erweiterung auf 48 Teilnehmer weiter Thema

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Am Samstag beginnt in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Asienmeisterschaft, die bei der 17. Auflage erstmals mit 24 statt der bisherigen 16 Teilnehmer ausgetragen wird. Auch am Afrika-Cup, der ab 2019 nicht mehr im Januar, sondern im Sommer ausgespielt wird, damit die europäischen Vereine nicht mitten in der Saison auf Leistungsträger verzichten müssen, nehmen künftig immer 24 Nationen teil – nachdem es bei der Europameisterschaft 2016 auch bereits zum ersten Mal 24 statt 16 Teams waren.

Beschlossen ist überdies auch schon, dass ab 2026 die Endrunde der Weltmeisterschaft auf 48 Nationen erweitert wird, nachdem es seit 1998 stets 32 Teilnehmer waren. Nicht ausgeschlossen ist aber weiterhin auch eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes bereits zur WM 2022 in Katar.

Im Rahmen einer Sportkonferenz machte FIFA-Präsident Gianni Infantino deutlich, dass die Pläne einer WM 2022 mit 48 Mannschaften nach wie vor aktuell sind: „Warum sollten wir es nicht schon vor 2026 mit 48 Teams versuchen? Wir prüfen aktuell die Möglichkeit, ob eine Erweiterung der Teilnehmerzahl bereits 2022 in Katar möglich ist.“

Auslosung im März 2019

Eine Entscheidung wird aller Voraussicht nach nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Spätestens im März, wenn die Qualifikationsgruppen zur WM 2022 ausgelost werden, muss und wird Klarheit herrschen. Gastgeber Katar wäre grundsätzlich dazu bereit, das Teilnehmerfeld zu erweitern, will aber den Ergebnissen der von der FIFA in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie (zur FIFA Weltrangliste geht es hier) nicht vorgreifen.

Eine Möglichkeit wäre es zumindest nach Ansicht von Infantino, dass einige Spiele der WM 2022 in Nachbarstaaten Katars ausgetragen werden. Nachdem Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten im Juni 2017 einen Handelsboykott gegen Katar beschlossen haben, sind die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern allerdings alles andere als optimal. Infantino indes sieht in der Weltmeisterschaft auch eine Chance, um die Probleme in der Region konstruktiv anzugehen: „Es gibt Spannungen in dieser Region, mit denen die Staaten zurechtkommen müssen. Aber vielleicht ist es leichter, über ein gemeinsames Fußball-Projekt als über kompliziertere Dinge zu reden.“

Katar erhöht die Alkoholpreise

Ungeachtet von der Teilnehmerzahl sind in Katar die Vorbereitungen auf die WM auch über den Stadionbau und die Schaffung einer passenden Infrastruktur hinaus längst angelaufen.
Eine in diesem Zusammenhang getroffene Entscheidung dürfte viele Fans, die eine Reise zur WM 2022 planen, allerdings nicht freuen. So hat der Wüstenstaat zum 1. Januar 2019 eine sogenannte “Sündensteuer“ eingeführt, die insbesondere alkoholische Getränke deutlich verteuert.
Betroffen sind überdies Energy Drinks, Zigaretten und Produkte mit Schweinefleisch, die sich dadurch verteuern.

Eine Dose Bier mit 0,33 Litern kommt künftig auf rund 3,75 Euro. Eine Flasche Gin schlägt mit rund 80 Euro zu Buche. Für die Fußballfans, die im November und Dezember 2022 vor Ort in Katar weilen, wird es durch die hohen Preise zumindest etwas leichter, sich an das in der Öffentlichkeit geltende, strikte Alkoholverbot zu halten. In den Fanzonen soll es aber Alkohol geben. Ob auch im Stadion, ist noch offen.

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