Nach Knöchelbruch: Polen-Angreifer Piatek für EM fraglich

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Vier Wochen vor dem Start der Fußball Europameisterschaft 2021 muss Polens Nationaltrainer Paulo Sousa eine Hiobsbotschaft verkraften. Aller Voraussicht nach wird mit Krzysztof Piatek einer der Top-Stürmer das am 11. Juni beginnende Turnier aufgrund einer beim 2:1-Sieg von Hertha BSC beim FC Schalke 04 erlittenen Sprunggelenksverletzung verpassen.

Schon als Piatek am Mittwochabend nach 58 Minuten humpelnd das Spielfeld verließ, war nichts Gutes zu befürchten. Hertha-Coach Pal Dardai ließ direkt nach Spielende durchblicken, dass es den Angreifer wohl schlimmer erwischt hat, was die Untersuchungen am Tag darauf dann bestätigten.

Wie Hertha BSC mitteilte, zog sich Piatek in der Veltins-Arena eine Fraktur des Sprunggelenks zu, womit die Saison für den 25-Jährigen vorzeitig beendet ist. Piatek wird mit der Verletzung aber wohl nicht nur die beiden letzten Spiele der Berliner gegen den 1. FC Köln und bei der TSG 1899 Hoffenheim sowie eine noch mögliche Relegation verpassen, sondern wahrscheinlich auch bis zur Endrunde nicht rechtzeitig fit. Polen spielt am 14. Juni das erste Spiel der EM Gruppe E gegen die Slowakei.

Lewandowski muss Training abbrechen

Bitter für den Mittelstürmer, der im Polen-Trikot mit acht Toren in 18 Einsätzen eine sehr gute Quote aufweist, der nach einer in der Bundesliga eher durchwachsenen Spielzeit mit sieben Treffern und zwei Vorlagen in 32 Partien voller Vorfreude auf sein erstes großes Turnier war.

Dass fast zeitgleich zur Bekanntgabe der Diagnose bei Piatek auch vermeldet wurde, dass Robert Lewandowski das Training des FC Bayern München zwei Tage vor dem Gastspiel beim SC Freiburg abbrechen musste, dürfte Trainer Sousa mächtig Sorgen bereiten.

Beim Weltfußballer aber ist zumindest auf Entwarnung hinsichtlich der EURO zu hoffen, der dort aber nicht zum engeren Kreis der EM 2021 Torschützenkönig Favoriten zählt. Bislang ist aber noch nicht klar, wie schwer es Lewandowski erwischt hat und ob dem gerade erst von einer Innenbandzerrung im Knie genesenen Torjäger kurz vor Erreichen des 40-Tore-Rekords von Gerd Müller eine neuerliche Zwangspause einen Strich durch die Rechnung macht.

Milik auf dem Weg zur Top-Form

Erfreulich aus polnischer Sicht ist dafür, dass sich Arkadiusz Milik nach einem Halbjahr auf der Tribüne des SSC Neapel seit seinem Wechsel zu Olympique Marseille im Winter immer mehr seiner Top-Form nähert. In 13 Partien der Ligue 1 erzielte der 27-Jährige fünf Treffer und verbuchte eine Vorlage.

Das Pech von Piatek könnte unterdessen für einen anderen Angreifer zum Glücksfall werden. Karol Swiderski (PAOK Saloniki), Dawid Kownacki (Fortuna Düsseldorf) oder Jakub Swierczok (Piast Gliwice) dürfen sich nun zumindest gesteigerte Hoffnungen machen, dem 26 Mann umfassenden Polen EM 2021 Kader von Paulo Sousa anzugehören.

Neben Lewandowski und Milik könnten sogar zwei dieser drei Angreifer dem Aufgebot angehören, wobei der 24-jährige Swiderski, der im März zum WM-Quali 2022 Auftakt beim 3:0-Sieg gegen Andorra debütierte und dabei gleich traf, wohl die besten Aussichten hat.

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