Russland nominiert Roman Evgenjev für Andrey Mostovoy nach

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Am Samstagabend beginnt die UEFA EURO 2020 für die russische Nationalmannschaft mit einem Heimspiel in St. Petersburg gegen Belgien, den sicherlich stärksten Gegner in EM 2021 Gruppe B, der außerdem Dänemark und Finnland angehören.

Dass die Sbornaja in der Qualifikation beide Duelle mit Belgien verloren hat – zu Hause mit 1:4 und auswärts mit 1:3 – macht nicht unbedingt Hoffnung auf einen guten Turnierstart, wohingegen die Erinnerung an die mit dem Viertelfinal-Einzug positiv verlaufene WM 2018 als Mutmacher dient und im Vorfeld der EURO auch gewisse Erwartungen weckt.

Defensivkraft ersetzt Offensivspieler

Nur etwas mehr als 24 Stunden vor dem Spiel in Belgien war Nationaltrainer Stanislav Tschertschessow aber dazu gezwungen, nochmals eine Änderungen in seinem Russland EM 2021 Kader vorzunehmen. Nach einem positiven Corona-Test ist der Traum von der EM-Teilnahme für Andrey Mostovoy geplatzt.

Der 23 Jahre alte Flügelspieler von Zenit St. Petersburg, der mit sechs Toren und drei Vorlagen in 26 Einsätzen in der Premier Liga eine gute Saison gespielt hat, musste vorzeitig die Heimreise antreten und kann anders als etwa die ebenfalls coronapositiven Spanier Sergio Busquets und Diego Llorente, die nach einer Quarantäne wieder zum Spanien EM Kader stoßen könnten, im Laufe der EURO auch nicht mehr eingesetzt werden.

Denn der russische Verband entschied sich dagegen, auf Mostovoy zu warten und nutzte stattdessen die von der UEFA eingeräumte Möglichkeit, bis zum Tag vor dem ersten Turnierspiel verletzte oder kranke Spieler zu ersetzen (hier alle EM-Ausfälle im Überblick). Den Platz von Mostovoy im russischen 26-Mann-Kader nimmt indes kein anderer Offensivspieler ein, sondern mit Roman Evgenjev ein Innenverteidiger.

Der 22-Jährige von Dinamo Moskau bestritt bislang erst ein Länderspiel im Russland-Trikot, just bei der herben 0:5-Niederlage in der Nations League im Herbst in Serbien. Dennoch gilt Evgenjev als interessanter Perspektivspieler im an jungen Nachwuchstalenten nicht unbedingt reichen Russland.

Für die Anfangsformation gegen die belgische Nationalmannschaft, die Coach Tschertschessow vermutlich auch als Reaktion auf die offensivstarken Roten Teufel mit einer Dreier- bzw. Fünferkette auf den Platz schicken wird, dürfte Evgenjev indes kaum in Frage kommen.

Fragezeichen hinter Routinier Kudryashov

Dass anstelle von Offensivmann Mostovoy eine Defensivkraft nachnominiert wurde, dürfte unterdessen auch in Zusammenhang mit der nach wie vor nicht auskurierten Muskelverletzung von Fedor Kudryashov sein. Der Linksverteidiger, der in der Sbornaja eigentlich eine feste Größe ist, wird gegen Belgien und womöglich auch darüber hinaus noch fehlen.

Weil der 34-Jährige bei Trainer Tschertschessow eine hohe Wertschätzung genießt und auch teamintern ein enormes Standing besitzt, wurde von Seiten des Verbandes auf eine Nachnominierung verzichtet – verbunden mit der Gefahr, einen Spieler im Kader zu behalten, der möglicherweise kein einziges Turnierspiel bestreiten kann.

>> Prognose & Tipp zu Belgien – Russland

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