Ungarn bei der EM ohne Playoff-Held Dominik Szoboslai

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Den 12. November 2020 wird Dominik Szoboszlai vermutlich sein Leben lang nicht vergessen. In der 90. Minute des Finales im EM 2020 Playoff gegen Island fasste sich der damals noch bei Red Bull Salzburg angestellte Mittelfeldmann ein Herz und traf für die ungarische Nationalmannschaft, die erst zwei Minuten zuvor durch Loic Nego den Ausgleich markiert hatte, zum 2:1-Sieg über Island.

Perfekt war damit die zweite Qualifikation in Folge für eine Europameisterschaft, die kein gewöhnliches Turnier darstellt. Denn gleich zwei Vorrundenpartien darf die ungarische Auswahl vor heimischen Publikum in der Ferenc-Puskas-Arena in Budapest austragen. Nur gegen Deutschland muss Ungarn in der Allianz Arena in München ran, doch sowohl das Auftaktspiel gegen Portugal als auch die Partie gegen Weltmeister Frankreich findet in der ungarischen Hauptstadt statt.

Das freilich ändert wenig daran, dass Ungarn in der Fußball EM Gruppe F 2021 der absolute Underdog ist und alles andere als ein Scheitern nach der Vorrunde einer Sensation gleichkäme. Unversucht lassen wird die Mannschaft von Trainer Marco Rossi dabei sicherlich nichts, wenngleich die Voraussetzungen besser sein könnten. Denn just mit Play-off-Held Szoboszlai steht die wohl größte Hoffnung des ungarischen Fußballs bei der EURO 2021 nicht zur Verfügung. 

Szoboszlai seit seinem Winterwechsel noch ohne Einsatz

Rossi berief den 20-Jährigen zwar in sein vorläufiges Aufgebot, doch im endgültigen Ungarn EM 2021 Kader, der der UEFA am 1. Juni übermittelt werden musste, taucht der offensive Mittelfeldmann nicht mehr auf.

Grund dafür sind während der ersten Trainingseinheiten der EM-Vorbereitung  im österreichischen Saalfelden erneut aufgetretene Beschwerden im Schambeinbereich, die es in den vergangenen Monaten schon verhindert haben, dass der im Winter für rund 20 Millionen Euro aus Salzburg zu RB Leipzig gewechselte Szoboszlai im Trikot seines neuen Vereins auflaufen konnte.

Nicht einmal im Leipziger Spieltagskader stand der zwölffache A-Nationalspieler, der im Herbst in 22 Pflichtspielen für Salzburg noch neun Tore erzielt und elf weitere Treffer vorbereitet hatte, bislang. Nun kann Szoboszlai den Sommer aber zumindest dafür nutzen, die Probleme endgültig in den Griff zu bekommen und in der Saison 2021/22 neu anzugreifen. Die EM freilich muss der hochveranlagte Youngster als Zuschauer verfolgen und sich darauf beschränken, den Kollegen die Daumen zu drücken.

Das finale Aufgebot der ungarischen Nationalmannschaft

Tor: Adam Bogdan, Denes Dibusz (beide Ferencvaros Budapest), Peter Gulacsi (RB Leipzig)

Abwehr: Bendeguz Bolla (MOL Fehérvár FC), Endre Botka (Ferencvaros Budapest), Attila Fiola (FC MOL Fehérvár FC), Akos Kecskes (FC Lugano), Adam Lang (Omonia Nikosia), Gergö Lovrencsics (Ferencvaros Budapest), Willi Orban (RB Leipzig), Attila Szalai (Fenerbahce Istanbul)

Mittelfeld: Tamas Cseri (Mezökövesd Zsory), Daniel Gazdag (Philadelphia Union), Filip Holender (Partizan Belgrad), Laszlo Kleinheisler (NK Osijek), Adam Nagy (Bristol City), Loic Nego (FC MOL Fehérvár FC), Andras Schäfer (Dunajska Streda), David Siger (Ferencvaros Budapest)

Angriff: Janos Hahn (Paksi FC), Nemanja Nikolic (FC MOL Fehérvár FC), Roland Sallai (SC Freiburg), Szabolcs Schön (FC Dallas), Adam Szalai (1. FSV Mainz 05), Kevin Varga (Kasimpasa Istanbul), Roland Varga (MTK Budapest)

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