Gruppe A der Frauen-WM 2023

Es ist Tradition bei Weltmeisterschaften: Das gastgebende Land tritt als Kopf der Gruppe A an. Gibt es zwei Ausrichter, so wird das zweite Land in der Gruppe B spielen. Die Frauen-WM 2023 in Australien und Neuseeland beherzigt diese Tradition. Die Entscheidung, welcher der beiden Ausrichter dabei in der Gruppe A spielen wird, ergab sich von allein aus der Logik von Frauen-WM Spielplan.

Da Australien Gastgeber des Finales sein wird, wird das WM-Eröffnungsspiel am 20. Juli 2023 in Neuseeland stattfinden. Entsprechend treten die Kiwis auch in der Gruppe A an. Wir stellen dir die Gruppe vor und zeigen, mit wem sich die Neuseeländerinnen und Schweizer Frauen-Nationalmannschaft messen müssen, um das Achtelfinale zu erreichen.

Tabelle der Frauen-WM Gruppe A 2023

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Spielplan Gruppe A der Frauen-WM 2023

Spielplan Gruppe A

20.07.2023 – 09:00
Auckland, Gruppe A
Neuseeland-:-Norwegen
Neuseeland – Norwegen
21.07.2023 – 07:00
Dunedin, Gruppe A
Philippinen-:-Schweiz
Philippinen – Schweiz
25.07.2023 – 07:30
Wellington, Gruppe A
Neuseeland-:-Philippinen
Neuseeland – Philippinen
25.07.2023 – 10:00
Hamilton, Gruppe A
Schweiz-:-Norwegen
Schweiz – Norwegen
30.07.2023 – 09:00
Dunedin, Gruppe A
Schweiz-:-Neuseeland
Schweiz – Neuseeland
30.07.2023 – 09:00
Auckland, Gruppe A
Norwegen-:-Philippinen
Norwegen vs Philippinen

Die Gruppe A der Frauen-WM 2023 im Fokus

Die Gruppe A ist für die Fans der deutschsprachigen Mannschaften besonders interessant. Neben den Gastgeberinnen aus Neuseeland tritt schließlich auch die Schweiz in dieser Frauen-WM Gruppe 2023 an. Sie ist entschlossen, alles zu geben, um nicht nach der Vorrunde nach Hause fahren zu müssen. Die Norwegerinnen als drittes Team in der Gruppe teilen dieses Ziel allerdings. Und auch die Philippinen als vierte Mannschaft dürften von dem Wunsch angetrieben sein, die ganze Welt zu überraschen und sich durchzusetzen.

Neuseeland: Was können die Gastgeberinnen leisten?

Die Neuseeländerinnen gelten als die schwächeren Gastgeberinnen im Vergleich mit Australien. Wenig Spielerinnen sind in einer der europäischen Top-Ligen am Ball. Im Tor gibt es mit Anna Leat allerdings eine entsprechende Kandidatin. Allerdings ist eigentlich Erin Nayler die Nummer 1. In der Abwehr stehen mit Ali Riley, Anna Green und Katie Bowen drei sehr erfahrene Akteurinnen zur Verfügung, die allerdings auch langsam in die Jahre kommen.

Im Mittelfeld kommt alles auf Betsy Hassett und Olivia Chance an. Im Sturm ruhen die Hoffnungen auf Paige Satchell. 2022 hatte Neuseeland einige Frustergebnisse zu verkraften. Gegen die USA verlor man beispielsweise 0:5. Die Gruppengegnerinnen von den Phillippinen konnte das Team nur 2:1 schlagen – aber immerhin.

Norwegen: Zurück zur alten Stärke?

Norwegen galt einst als eine der besten europäischen Mannschaften – vielleicht sogar als eines der besten Frauen-Teams überhaupt. Aber zuletzt war davon wenig zu sehen. Damit sich dies bei der WM ändert, ruhen die Hoffnungen in der Abwehr auf Maria Thorisdottir und Anja Sonstevold. Im Mittelfeld sollen Ingrid Syrstad Engen, Guro Reiten und Emilie Haavi Spiele dominieren. Im Sturm ist Amalie Eikeland gesetzt.

Die Frauen-EM 2022 war mehr als ernüchternd für die Norwegerinnen. Gegen England verlor man 0:8. Gegen Österreich gab es eine 0:1-Pleite. Es ist Zeit für Wiedergutmachung.

Philippinen: die krassen Außenseiterinnen

Selbst hartgesottene Fans des Frauen-Fußballs werden nicht viele Spielerinnen dieses Teams kennen. In der Abwehr ist Sofia Harrison die bekannteste Akteurin. Im Mittelfeld ist es Jaclyn Sawicki. Im Sturm ruhen die Hoffnungen insbesondere auf Quinley Quezada.

Auffällig ist, dass im Kader viele Spielerinnen sehr jung sein. Eine ganze Reihe von Akteurinnen wird bei der WM noch nicht einmal 20 sein. Das Team ist möglicherweise noch nicht reif genug für eine WM. Beim Women’s Asia Cup 2022 traf es beispielsweise auch auf Australien und kam mit 0:4 unter die Räder.

Schweiz: Die Nati will sich beweisen

Das Team der Schweiz hat damit zu kämpfen, dass die Säulen der Mannschaft inzwischen in die Jahre gekommen sind. Gaelle Thalmann im Tor ist der 40 inzwischen beispielsweise näher als der 30. Ana-Maria Crnogorcevic, die mit Abstand wichtigste Spielerin, ist auch deutlich über 30. Gleiches gilt für Stürmerin Nummer 1 Ramona Bachmann. Die Hoffnung ist, dass Talente wie Geraldine Reuteler, Svenja Fölmi oder auch Riola Xhemaili ihre beeindruckende Entwicklung der letzten Zeit fortsetzen können.

Bei der EM 2022 verpasste die Nati das Ziel, die KO-Runde zu erreichen. Die Konkurrenz hatte es allerdings in sich: Man war in einer Gruppe mit Schweden und den damaligen Titelverteidigerinnen Niederlande. Die diesjährige Gruppe bei der Endrunde wirkt deutlich einfacher und das Frauen-WM Achtelfinale 2023 ist durchaus möglich.

Prognose für die Gruppe A der Frauen-Weltmeisterschaft 2023

Prognosen für die Gruppe A fallen schwer. Die Neuseeländerinnen sind mit dem Heimvorteil ausgestattet und haben daher eigentlich alle Chancen, das Achtelfinale zu erreichen. Ihr Kader fällt im Vergleich mit dem der anderen Mannschaften keinesfalls deutlich ab. Allerdings stimmte die Form nicht. Dies gilt umso mehr für die Norwegerinnen, die rein nominell das stärkste Team haben. Die Schweiz muss einen Generationswechsel bewerkstelligen. Und die Philippinen sind stärkenmäßig überhaupt nicht einzuordnen.

Tendenziell sollten Norwegen und die Nati die besten Chancen auf das Weiterkommen haben. Eine ausgemachte Sache ist dies jedoch auf keinen Fall. Keine der Frauen-WM 2023 Mannschaften darf sich eine schwache Partie leisten – ansonsten droht dem Team fast sicher das frühe Aus bei der WM.