Löw mahnt DFB-Profis

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Joachim LöwNachdem Deutschland den Confed Cup 2017 und auch die U21-EM gewinnen konnte, ist der Weltmeister von 2014 natürlich auch der Favorit für die WM 2018. Allerdings hat der Weltmeister-Trainer nun seine Spieler gemahnt.

„Ganz klar: Selbst die Weltmeister müssen sich dem Leistungsprinzip unterziehen“, sagte Löw der „Sport Bild“: „Wir wollen nicht bequem werden. 2014 ist vorbei.“ Von der Weltmeister-Elf war kaum jemand beim Confederations Cup dabei. Löw hat schon vor dem Turnier angekündigt, dass er seinen „Perspektivspielern“ eine Bühne bieten möchte.

Konkurrenzkampf unumgänglich

„Wir verfügen über Weltklasse-Spieler, die eine ganze Menge gewonnen haben“, so Löw, „wenn wir dieses Niveau halten und uns sogar verbessern wollen, dann ist der Konkurrenzkampf auch für die Weltmeister unumgänglich.“ In der WM Quali Deutschland ist das Team voll aufs Kurs. Aktuell sind sie mit 18 Punkten aus sechs Spielen unumschränkt auf Platz eins in der Gruppe C.

Löw weiter: „Nur wenn sie spüren, dass der interne Druck da ist, gehen sie permanent an die Leistungsgrenze.“ Natürlich stört es den 57-Jährigen nicht, dass er einen großen Kader zur Verfügung hat.  „Diese Nöte nehme ich liebend gerne in Kauf. Ich hoffe, dass ich vor der Weltmeisterschaft in Russland genau vor so einer schwierigen Entscheidung stehe, sagte Löw: „Aber im Laufe eines Jahres kann so viel passieren.“

Er freue sich darüber, „dass wir beim Confed Cup viele Alternativen geschaffen haben. Jeder weiß jetzt: Wer zur WM mitfahren will, muss eine sehr gute Saison spielen.“


DFB-Frauen testen vor EM gegen Brasilien

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Bevor die deutsche Damen-Nationalmannschaft zur Frauen-EM in die Niederlande reist, steht heute Nachmittag (17:45 Uhr, Sandhausen) noch als Feinschliff ein abschließendes Testspiel gegen Brasilien an.

Das Team von DFB-Bundestrainerin Steffi Jones, die am 30. Juni ihr finales EM-Aufgebot bekannt gegeben hat, gilt gegen den derzeit Achten der Frauen-Weltrangliste als klarer Favorit.

Deutschland führt im direkten Vergleich

Insgesamt elfmal trafen die Frauen-Nationalmannschaften von Deutschland und Brasilien bisher aufeinander, sechsmal davon gewann das DFB-Team. Viermal trennten sich die beiden Mannschaften mit einem Remis und erst einmal musste der aktuell Weltrangliste-Zweite eine Niederlage gegen die Brasilianerinnen einstecken.

Das letzte direkte Duell am 08. April 2015 gewannen die deutschen Frauen mit 4:0.

Beide Teams mit Ausfällen

Während Jones sowohl im heutigen Testspiel als auch bei der EURO verletzungsbedingt auf Alexandra Popp (Meniskusriss), Simone Laudehr (Knöchelverletzung) und Melanie Leupolz (Knieverletzung) verzichten muss, stehen Brasiliens Nationaltrainerin Emily Lima aus einem anderen Grund mehrere Stammkräfte nicht zur Verfügung.

Denn zahlreiche brasilianische Nationalspielerinnen, darunter auch die fünffache Weltfußballerin Marta (aktueller Verein Orlando Pride) erhielten von ihren Vereinen keine Freigabe für das Testspiel gegen Deutschland, da der Spieltermin nicht in einer offiziellen Abstellungsperiode der FIFA liegt.

DFB-Frauen auch bei EM Top-Favorit

Nicht nur im heutigen Testspiel gegen Brasilien sind die deutschen Frauen klarer Favorit, auch bei der bevorstehenden Europameisterschaft glauben die Fußballexperten und Wettanbieter an eine erfolgreiche Titelverteidigung der DFB-Damen.

So stehen die Quoten auf einen Turniersieg der Deutschen im Bereich 3,50. Als größter Konkurrent gilt derzeit Frankreich (Quote 4,33). Alle Frauen EM Wetten & Quoten findest du hier.

Auch Deutschlands Gruppengegner Schweden zählt bei der EURO in den Niederlanden zum engeren Favoritenkreis (hier mehr zur Frauen EM Gruppe B mit Deutschland erfahren).

>>> Zum Frauen-EM Spielplan.


Deutschland gewinnt Confed Cup 2017

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Die deutsche Nationalmannschaft gewinnt den Confederations Cup 2017! Das Team von DFB-Bundestrainer Joachim Löw setzt sich im Endspiel gegen Copa America Sieger Chile mit 1:0 durch und darf zum ersten Mal den Titelgewinn beim Turnier der Champions bejubeln.

Diaz mit verhängnisvollen Patzer

Im Endspiel im St. Petersburger Stadion hatte zwar die chilenische Nationalmannschaft deutlich mehr Spielanteile, Weltmeister Deutschland hatte aber am Ende das glücklichere Ende.

Lars Stindl sorgte mit seinem dritten Treffer im Deutschland-Trikot (20.) für den Siegestreffer der Deutschen. Dem voraus ging allerdings ein schwerer Abwehrschnitzer von Ex-Deutschland-Legionär Marcelo Diaz, der im eigenen Strafraum den Ball leichtfertig an Timo Werner verloren hatte. Der RB Leipzig Stürmer legte auf den freistehenden Lars Stindl quer, der dann nur noch ins leere Tore einschieben musste.

Hitzige zweite Hälfte

In der zweiten Halbzeit versuchte „La Roja“ noch einmal alles, um den Ausgleichstreffer zu erzielen, das DFB-Team war hauptsächlich mit dem Verteidigen und Kontern beschäftigt. Die Chilenen, derzeit auf Platz 4 in der FIFA-Weltrangliste, kamen noch zu einigen guten Torchancen, waren im Abschluss aber nicht erfolgreich.

Die 2. Hälfte war von einigen unschönen Szenen geprägt, unter anderem gerieten die beiden Bayern-Vereinskollegen Joshua Kimmich und Arturo Vidal aneinander.

In der Nachspielzeit scheiterte Chiles Superstar Alexis Sanchez noch bei einem Freistoß an DFB-Keeper Ter Stegen, danach war der Finaltriumph von Deutschland über Chile besiegelt.

Auszeichnungen in beiden Teams

Bei der Siegerehrung wurde DFB-Kapitän Julian Draxler als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Sein Mannschaftskollege Timo Werner sicherte sich mit drei Turniertreffer und 2 Assists den Goldenen Schuh.


Chiles Torhüter Claudio Bravo wurde mit dem Goldenen Handschuh als bester Torhüter des Turniers geehrt.


Deutschland nach 4:1 Sieg über Mexiko im Finale

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Es ist vollbracht! DFB-Bundestrainer Joachim Löw schafft mit seinem „Perspektivkader“ den Einzug in das Finale beim FIFA Confederations Cup 2017.

Das DFB-Team fertig Mexiko im Olympiastadion von Sotschi mit 4:1 ab und trifft nun im Endspiel erneut auf Gruppengegner Chile (1:1).

Doppelschlag sorgt für Vorentscheidung

Bereits nach 8 Minuten war klar, dass es wohl die deutsche Nationalmannschaft ist, die das Finale gegen Chile im St. Petersburg-Stadion bestreiten wird.

Ein Doppelschlag des Schalkers Leon Goretzka in Minute 6 und 8 sorgte für die frühe Vorentscheidung gegen die größtenteils harmlos agierenden Mexikaner. Bei den größten Chancen von „Chicharito“ & Co. fehlte das nötige Torglück.

Endgültige Entscheidung durch Werner

In Minute 59 sorgte dann Timo Werner mit seinem dritten Treffer im DFB-Trikot für die endgültige Entscheidung (3:0.).

Mit einem zauberhaften Weitschuss konnte Eintracht Frankfurt-Legionär Marco Fabian in der Schlussphase, in der die Mexikaner zu einigen guten Torchancen kamen, auf 3:1 (89.) verkürzen. Allerdings stellte kurz darauf Amin Younes (91.) den 3 Tore Vorsprung wieder her.

Finale = Neuauflage des Gruppenspiels

Der amtierende Weltmeister Deutschland, der auch bei der Weltmeisterschaft 2018 zu den Top-Favoriten zählt, trifft nun am Sonntag im großen Finale (20 Uhr) auf Copa America Sieger Chile.

Damit kommt es zur Neuauflage der Partie des zweiten Spieltages in Gruppe B, in der sich die beiden Teams mit einem 1:1 Remis trennten, Chile aber die tonangebende Mannschaft war.

Die unterlegenen Mexikaner treten bereits um 14 Uhr das Spiel um Platz 3 gegen Portugal an.


Chile steht im Confed Cup Finale

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Der erste Finalist des Confederations Cup 2017 steht fest: Südamerikameister Chile zieht nach einem 3:0 Sieg im Elfmeterschießen (0:0 nach Verlängerung) über Europameister Portugal in das Endspiel des Turniers ein.

Der Finalgegner wird heute Abend im zweiten Halbfinale zwischen Deutschland und Mexiko (20 Uhr MESZ, Fisht-Stadion) ermittelt.

Ereignisarme Partie geht die Verlängerung

Sowohl die portugiesische als auch die chilenische Nationalmannschaft zeigten sich über die ganze Partie hinweg zwar sehr bemüht und erspielten sich in der regulären Spielzeit immer wieder guten Chancen, der Torabschluss beider Teams ließ aber zu wünschen übrig. Auch die Superstars Cristiano Ronaldo und Alexis Sanchez blieben eher blass.

Nach torlosen 90 Minuten ging die Partie in die Verlängerung, in der Chile mit einem doppelten Stangenschuss eine riesige Möglichkeit auf den Siegtreffer hatte. Da es aber auch nach 120 Minuten immer noch 0:0 stand, musste die Entscheidung im Elfmeterschießen her.

Chiles Torhüter Bravo als Matchwinner

Im Elfmeterschießen setzte sich schließlich Chile dank Elfmeterkiller Claudio Bravo durch, der alle drei Penaltys der Portugiesen (Quaresma, Joao Moutinho, Nani) abwehrte. Für „La Roja“ verwerteten die Stars Vidal, Aranguiz und Sanchez souverän.


Chile trifft nun im Finale am Sonntag (20 Uhr, St. Petersburg-Stadion) auf den Sieger des Halbfinales Deutschland vs. Mexiko. Portugal bekommt es im Spiel um Platz 3 (Sonntag, 14 Uhr, Spartak-Stadion) mit dem Verlierer dieses Duells zu tun.

Weltfußballer Cristiano Ronaldo wird Nationaltrainer Fernando Santos im kleinen Finale übrigens fehlen. Der 32-Jährige ist bereits aus Russland abgereist, um seine neugeborenen Kinder zu sehen.


Portugal vor Duell gegen Chile mit Personalsorgen

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Die portugiesische Nationalmannschaft hat vor dem Halbfinale beim Confederations Cup 2017 gegen Chile mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Zwei Spieler sind nach Verletzungen in der Gruppenphase angeschlagen, einer muss eine Gelbsperre absitzen.

Europameister Portugal kämpft am 28. Juni um 20 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit im Kasan-Stadion gegen Copa America Sieger Chile um den Einzug in das Finale des Confederation Cups 2017.

Zwei Ausfälle in der Abwehr

Linksverteidiger Raphaël Guerreiro wird mit einer Knöchelverletzung, die er sich beim 1:0 Sieg gegen Russland zugezogen hatte, definitiv ausfallen. Er könnte gegen Chile von Eliseu ersetzt werden. Für ein mögliches Endspiel oder das Spiel um Platz 3 könnte Guerreiro aber wieder zurückkehren.

Auf den gelbgesperrten Innenverteidiger Pepe muss Nationaltrainer Fernando Santos ebenfalls verzichten. Neben Bruno Alves könnte daher José Fonte, der bereits gegen Mexiko zum Einsatz kam, in der Innenverteidigung der Portugiesen auflaufen.

Auch Bernardo Silva fraglich

Ob der rechte Mittelfeldspieler Bernardo Silva, der bei seinem Tor zum 2:0 gegen Neuseeland umgeknöchelt war, ist ebenfalls noch nicht klar. Die Nummer 10 der Portugiesen trainierte am Dienstag nur individuell.

Sollte der 22-Jährige AS Monaco Spieler nicht rechtzeitig fit werden, dürfte rechts außen wohl Ricardo Quaresma auflaufen.

Chile steht gesamter Kader zur Verfügung

Chiles Nationalcoach Juan Antonio Pizza kann im Halbfinale gegen Portugal hingegen auf alle 23 Spieler zurückgreifen. Der zuletzt angeschlagene Innenverteidiger Gary Medel dürfte rechtzeitig fit werden, auch Torhüter Claudio Bravo steht dem Teamchef wieder zur Verfügung.

Mögliche Aufstellungen

Portugal: Patricio – Soares, Fonte, Alves, Eliseu – Quaresma, Moutinho, Carvalho, Gomes – Cr. Ronaldo, A. Silva

Chile: Bravo – Isla, Medel, Jara, Beausejour – Hernandez, Diaz, Aranguiz – Vidal – Vargas, Sanchez


Russlands WM-Team von 2014 unter Doping-Verdacht

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Die russische Nationalmannschaft kommt nicht zur Ruhe: Erst das bittere Aus nach nur 3 Spielen beim Confederations Cup, nun die Aufregung darüber, dass möglicherweise der gesamte Kader von Russland bei der WM 2014 in Brasilien gedopt war.

FIFA bestätigt Ermittlungen

Alle 23 Spieler des russischen WM-Kaders von 2014 sowie 11 weitere Fußballer stehen demnach in Verdacht, bei der WM-Endrunde vor 3 Jahren gedopt gewesen zu sein.

Zunächst hatte die britische Zeitung „Daily Mail“ die Doping-Vorwürfe enthüllt, mittlerweile hat auch der Weltfußballverband FIFA die Ermittlungen bestätigt. So prüfe die FIFA in enger Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada „die Anschuldigungen gegen Fußballspieler im sogenannten McLaren-Report“.

Die Dopingtests aller Spieler aus dem russischen WM-Aufgebot vor dem Turnier und nach den einzelnen Spielen seien laut FIFA aber negativ gewesen.

5 aktuelle Nationalspieler betroffen

Mit Igor Akinfeev, Denis Glushakov, Yury Zhirkov, Alexander Samedov und Maxim Kanunnikov sind auch fünf aktuelle russische Nationalspieler (standen im Aufgebot für die WM 2014 sowie für den Confed Cup 2017) von dem Doping-Vorwurf betroffen.

Sowohl bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien als auch beim Konföderationen Pokal im eigenen Land war für die Sbornaja bereits nach der Gruppenphase Endstation.

Im kommenden Jahr findet in Russland die FIFA WM 2018 statt. Bestätigen sich die Vorwürfe, wäre eine Sperre für Russland bei dem Heimturnier allerdings relativ unwahrscheinlich. Die Russen sind als Gastgeber fix für die Endrunde qualifiziert.

Verbandschef Mutko bestreitet Vorwürfe

Russlands-Verbandschef Witali Mutko wies nach den Anschuldigungen jegliche Doping-Vorwürfe rund um die russische Nationalmannschaft von sich. „Es gab nie und es wird nie ein Problem mit Doping in unserem Fußball geben. Unser Team wird ständig getestet, sie müssen sich nach jedem Spiel Dopingkontrollen unterziehen“, so der 58-Jährige.

WM-Cheforganisator Alexej Sorokin bezeichnet den Bericht als „erfundene News“. „Ungeachtet der Anschuldigungen in einem Bericht gibt es klare Testergebnisse. Das ist das Wichtigste. Warum sollten wir Anschuldigungen kommentieren, die auf der Basis von unglaubwürdigen Zeugen auftauchen“, so der empörte Sorokin.

Zahlreiche russische Athleten wurden von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 ausgeschlossen, da sie zwischen 2011 und 2015 in ein systematisches und staatlich gedecktes Doping verwickelt waren.