Schwedens Kader für Nations League Spiel vs. Russland

Nach einer mit dem Viertelfinal-Einzug (0:2 gegen England) erfolgreich verlaufenen Weltmeisterschaft 2018 in Russland hat die schwedische Nationalmannschaft einen Fehlstart in die neue Länderspielsaison hingelegt.

Zunächst unterlag das Drei-Kronen-Team in einem Freundschaftsspiel in Österreich mit 0:2 und zog dann auch zum Auftakt der Nationenliga zu Hause gegen die Türkei mit 2:3 den Kürzeren.

Am 11. Oktober steht Schweden nun schon etwas unter Druck, wenn es im Rahmen der Nations League Liga B wieder nach Russland geht. Eine Niederlage beim WM-Gastgeber, der sein Auftaktspiel in der Türkei mit 2:1 gewinnen konnte, würde nicht nur Platz eins in der Gruppe in weite Ferne rücken lassen, sondern zugleich die Gefahr eines Abstiegs in Liga C der Nations League drastisch erhöhen.

Darüber hinaus hätte ein schlechtes Abschneiden in der Nations League auch Auswirkungen auf die EM 2020 Quali, in der Schweden dann mit einer schwierigeren Gruppe rechnen müsste (hier alle Infos zur EM 2020 Quali Auslosung).

Schweden-Kader: Olsson und Peterson dürfen sich zeigen

Für die Partie in Russland sowie das sechs Tage später angesetzte Testspiel gegen die Slowakei hat Trainer Janne Andersson bereits einen 25 Mann umfassenden Kader nominiert und dabei auch vier Akteure berufen, die bislang nicht dabei waren bzw. nur in Länderspielen mit einem B-Team eingesetzt worden sind.

Neben dem zentralen Mittelfeldspieler Kristoffer Olsson (AIK Solna) und Flügelspieler Kristoffer Peterson, der mit acht Toren für Heracles Almelo an den ersten sieben Spieltagen der niederländischen Ehrendivision auf sich aufmerksam machte, stehen mit Mikael Ishak und Sebastian Andersson auch zwei in Deutschland aktive Angreifer im Aufgebot.

Ishak und Andersson erweitern die Optionen im Angriff

Ishak, der nach dem Aufstieg mit dem 1. FC Nürnberg in sechs Bundesliga-Spielen auf zwei Tore und eine Vorlage kommt, bestritt 2015 und 2016 jeweils im Januar seine ersten vier Länderspiele, als allerdings nur Akteure aus der zweiten bzw. eher dritten Reihe zum Zug gekommen sind.

„Ich habe nicht darauf hingearbeitet, aber es ist klar, dass wenn man für eine längere Zeit in einer der stärksten Ligen der Welt Leistung bringt, dass man näher rückt. Entsprechend ist es sehr schön, dass es sich ausgezahlt hat und ich bin sehr glücklich darüber, die Chance zu erhalten“, freute sich Ishak im Interview mit dem schwedischen Portal “Fotbollskanalen“ über seine Nominierung.

Der 25-Jährige, der in 24 Einsätzen für die U21 zehn Tore markierte und 2015 den Europameistertitel feiern durfte, will sich nun trotz der Konkurrenz durch Spieler wie Marcus Berg (Al-Ain FC), Isaac Kiese Thelin (Bayer Leverkusen) oder John Guidetti (Deportivo Alaves) im Drei-Kronen-Team festbeißen.

Dieses Ziel hat auch Sebastian Andersson, der mit vier Toren an den ersten acht Zweitliga-Spieltagen auf sich aufmerksam gemacht hat. Der 27-Jährige hat mit seinem Wechsel vom 1. FC Kaiserslautern zum 1. FC Union Berlin allem Anschein nach einen guten Schritt getan, der nach zwei Länderspieleinsätzen Anfang 2017 nun das Comeback im Nationaltrikot zur Folge haben könnte.

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