DFB WM-Vorbereitung mit fast allen Stars

Zum fünften Mal in Folge ist der FC Bayern München in der Champions League auf dem angepeilten Weg ins Finale an einer spanischen Mannschaft gescheitert.

Wie im letztjährigen Viertelfinale war nun im Halbfinale Real Madrid die Endstation – wie auch schon 2014 ebenfalls im Halbfinale, was man aus Sicht der deutschen Nationalmannschaft im Vorfeld der Fußball WM 2018 als gutes Omen werten kann.

Denn bekanntlich wurde Deutschland mit vielen Bayern-Stars 2014 dann in Brasilien Weltmeister, woran sicherlich auch eine sehr gut verlaufene Vorbereitung mit von Beginn an annähernd komplettem Kader ihren Anteil hatte. 

Lediglich Sami Khedira, der mit Real Madrid das Finale der Champions League gegen Atletico Madrid bestritt und gewann, reiste mit Verspätung an. Und auch heuer kann DFB-Bundestrainer Joachim Löw bei der WM-Vorbereitung 2018 wieder auf fast alle Stars zählen.

Kroos reist nach CL-Finale nach

Auch diesmal fehlt mit Toni Kroos, der ebenfalls mit Real Madrid zum dritten Mal in Serie die Königsklasse gewinnen kann, nur ein Spieler zum Start der WM-Vorbereitung am 23. Mai.

Kroos wird vermutlich wenige Tage nach dem Champions-League-Finale, das am 26. Mai in Kiew ausgetragen wird, ins deutsche Trainingslager nach Südtirol nachreisen, in dem bis 7. Juni die Feinheiten für die WM-Endrunde erarbeitet werden sollen.

Bei den WM-Testspielen am 2. Juni in Klagenfurt gegen Österreich und sechs Tage später in Leverkusen gegen Saudi-Arabien wird Kroos sicherlich schon dabei sein.

Ein durchaus mögliches Szenario mit dem FC Bayern im Finale der Königsklasse und dadurch mit einem deutlich dezimierten Kader in die Vorbereitung zu starten, bleibt dem Bundestrainer ebenso erspart wie die Ankunft von erschöpften und im Falle einer Endspielpleite demoralisierten Akteuren.

Wenn der Bundestrainer am 15. Mai sein Aufgebot verkündet, werden diesem aller Voraussicht nach mehr als die 23 Spieler angehören. Bis zum 4. Juni muss Löw dann seinen Deutschland WM Kader 2018 mit 20 Feldspielern und drei Torhütern benennen.

Bierhoff bei Neuer und Boateng zuversichtlich

Wer letztlich mit nach Russland reist, hängt zumindest ein Stück weit auch von Manuel Neuer und Jerome Boateng ab, deren Mitwirken noch unklar ist. Neuer befindet sich nach neunmonatiger Verletzungspause zwar auf einem guten Weg, hat aber keine Spielpraxis und muss erst noch nachweisen, bis Mitte Juni seine Top-Form erreichen zu können.

Bei Boateng bleibt der Heilungsverlauf nach einer im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real erlittenen Muskelverletzung im linken Oberschenkel abzuwarten.

Oliver Bierhoff zeigt sich sowohl bei Neuer als auch bei Boateng noch zuversichtlich: „Momentan drücken wir alle die Daumen, dass Jeromes Verletzung irgendwie doch noch gut verheilt und auch bei Manu alles weiter wie geplant läuft“, so der Nationalmannschaftsdirektor auf der Webseite des DFB.

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