Ausfälle, verletzte Spieler & Sperren bei der WM 2018

Verletzte Spieler & Ausfälle bei der WM 2018

Bei der WM 2018 kämpfen die besten Nationalmannschaften der Welt um den heiß begehrten WM-Pokal. Als Fußballfan möchte man beim wohl bedeutsamsten Turnier der Welt natürlich auch die besten Spieler der jeweiligen WM-Mannschaften am Platz sehen.

Aber nicht alle Spieler können bei der Endrunde in Russland ihr Heimatland repräsentieren. Manche Profis wissen schon einige Monate vor Turnierstart, dass sie die Weltmeisterschaft aufgrund ihrer schweren und langwierigen Verletzung (z.B. Kreuzbandriss) verpassen werden.

Andere verletzen sich erst kurz vorher und müssen dann kurzfristig ihre WM-Teilnahme absagen. Zu guter Letzt dürfen einige Spieler auch wegen diverser Sperren oder disziplinären Gründen nicht an der Endrunde teilnehmen.

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Ausfälle & Sperren bei der WM 2018

In der Regel haben zahlreiche Teams vor Turnierbeginn Ausfälle zu beklagen. Wir haben für euch eine Liste erstellt (chronologisch geordnet nach Zeitpunkt der Verletzung), welche Stars bei der WM 2018 aufgrund von Verletzungen, Sperren oder sonstigen Gründen fehlen werden.

Ahmed El Shenawy – Ägypten (Kreuzbandriss, April 2018)

Der Ersatztorhüter der ägyptischen Nationalmannschaft Ahmed El Shenawy hat sich Mitte April einen Kreuzbandriss zugezogen und kann aufgrund der monatelangen Pause nicht an der Fußball-WM in Russland teilnehmen. Die Verletzung des 26-Jährigen ist bei einem Meisterschaftsspiel seines Clubs Zamalek SC in der ägyptischen Liga passiert.

Für ihn dürfte der 25-jährige Mohamed Awad in den WM Kader 2018 von Ägypten rutschen, im Tor dürfte der bereits 45-jährige Essam El Hadary stehen.

Youssef Msakni – Tunesien (Kreuzbandriss, April 2018)

Die tunesische Nationalmannschaft muss mit Youssef Mskani bei der Weltmeisterschaft in Russland auf einen absoluten Leistungsträger verzichten. Der 27-jährige Linksaußen, der in der WM-Qualifikation der Top-Torschütze der Tunesier war, riss sich Anfang April das Kreuzband und fällt bis zu sechs Monate aus. Eine Nominierung für Tunesiens WM-Kader 2018 kommt somit nicht in Frage.

Das tunesische Nationalteam trifft in WM 2018 Gruppe G auf England, Belgien und Panama und gilt dort gemeinsam mit Panama als klarer Außenseiter.

Danilo Pereira – Portugal (Teilriss der Achillessehne, April 2018)

Auch Europameister Portugal hat seinen ersten Ausfall zu beklagen. Der defensive Mittelfeldspieler Danilo Pereira, der bei der EURO 2016 zwei Spiele über die volle Distanz absolvierte, zog sich bei seinem Verein FC Porto einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuß zu und musste sich einem operativen Eingriff unterziehen.

Medienberichten zufolge soll der 26-Jährige bis zu 4 Monate ausfallen und somit bei der WM 2018 nicht im Portugal-Trikot auflaufen können. Die portugiesische Nationalmannschaft trifft in WM Gruppe B auf Spanien, Marokko und den Iran und gilt gemeinsam mit der Furia Roja als klarer Favorit auf den Aufstieg ins WM 2018 Achtelfinale.

Filipe Luis – Brasilien (Wadenbeinbruch, März 2018)

Rekordweltmeister Brasilien muss beim Turnier in Russland höchstwahrscheinlich auf Filipe Luis (Atletico Madrid) verzichten. Der 32-jährige Linksverteidiger zog sich im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Lokomotive Moskau einen Wadenbeinbruch zu (16. März 2018) und wird seine erfolgreiche Karriere wohl ohne Teilnahme an einer WM-Endrunde beenden müssen.

Im brasilianischen WM-Kader hat aber ohnehin Marcelo den Platz als Linksverteidiger in der Startelf sicher. Filipe Luis wäre also wohl nur als Ersatzspieler mit nach Russland gereist.

Aleksandr Kokorin – Russland (Kreuzbandriss, März 2018)

Nach den langzeitverletzten Innenverteidigern Jikia und Vasin hat WM-Gastgeber Russland den nächsten schmerzhaften Ausfall zu verzeichnen. Zenit St. Petersburgs Torjäger Aleksandr Kokorin erlitt im Europa League Achtelfinale gegen RB Leipzig am 15. März 2018 einen Kreuzbandriss und kann somit an der Endrunde im eigenen Lande nicht teilnehmen.

Kokorin wurde nach der enttäuschendem EM 2016 zwar aus dem russischen Aufgebot gestrichen, kehrte aber unter Teamchef Stanislav Tschertschessow im Herbst 2017 für vier Freundschaftsspiele wieder ins Team zurück. Somit hätte sich der 27-Jährige durchaus berechtige Hoffnungen auf eine Nominierung für den russischen WM Kader 2018 machen dürfen.

Viktor Vasin – Russland (Kreuzbandriss, Februar 2018)

Nach Giorgi Jikia muss Russland mit Viktor Vasin (ZSKA Moskau) den nächsten Innenverteidiger vorgeben.

Der 29-Jährige erlitt im Februar 2018 wie seine Nationalteam-Kollegen Kokorin und Jikia einen Kreuzbandriss und kann nicht an der Endrunde im eigenen Land teilnehmen. Vasin wäre in Russlands Innenverteidigung gesetzt gewesen.

Kingsley Coman – Frankreich (Syndesmosebandriss, Februar 2018)

Bittere Nachrichten für Bayerns Youngster Kingsley Coman: Der 21-Jährige Flügelflitzer zog sich am 24. Februar im Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC Berlin einen Syndesmosebandriss oberhalb des linken Sprunggelenks und fällt mehrere Wochen aus. Im Normalfall erfordert eine solche Verletzung eine Pause von mindestens 6 bis 8 Wochen, bis wieder langsam ins Training eingestiegen werden kann.

Ob der französische Nationaltrainer Didier Deschamps Coman trotz Trainingsrückstand für Frankreichs WM-Kader 2018 nominieren wird, bleibt daher abzuwarten. Bis 14. Mai muss der erweiterte Kader für die Endrunde feststehen.

Marcel Halstenberg – Deutschland (Kreuzbandriss, Januar 2018)

Ob es Linksverteidiger Marcel Halstenberg (RB Leipzig) ohne Verletzung in den deutschen WM-Kader 2018 geschafft hätte, steht zwar in den Sternen, aufgrund seines im Januar 2018 erlittenen Kreuzbandrisses hat sich dieses Thema aber ohnehin erledigt.

Da eine solche Verletzung mindestens 6 Monate Pause vom Profi-Fußball erfordert, kommt für den 26-Jährigen eine Nominierung für die WM-Endrunde (14. Juni bis 15. Juli) nicht in Frage.

Giorgi Jikia – Russland (Kreuzbandriss, Jänner 2018)

Herber Verlust für WM-Gastgeber Russland: Innenverteidiger Giorgi Jikia riss sich im ersten Testspiel mit seinem Verein Spartak Moskau Mitte Jänner das Kreuzband und muss nun mindestens sechs Monate pausieren.

Die Heim-WM, die am 14. Juni mit dem WM-Eröffnungsspiel der Gastgeber gegen Saudi-Arabien startet, kommt somit für den 24-jährigen Hoffnungsträger der Sbornaja leider zu früh.

Paolo Guerrero – Peru (Doping-Sperre, Dezember 2017)

+++ UPDATE +++

Paolo Guerrero darf doch an der WM-Endrunde teilnehmen! Die FIFA reduzierte die Doping-Sperre von einem Jahr auf sechs Monate, womit der Peruaner ab Mai 2018 wieder spielberechtigt ist.

+++ UPDATE ENDE +++

Bereits seit Anfang Dezember 2017 steht fest, dass WM-Teilnehmer Peru bei der Endrunde in Russland ohne ihren Top-Torjäger Paolo Guerrero auskommen muss.

Quelle: Rautenfreund (CC BY 3.0)

Der ehemalige Bayern- und HSV-Stürmer, der aktuell bei Flamengo Rio de Janeiro in Brasilien unter Vertrag steht, wurde von der FIFA wegen Dopings für ein Jahr gesperrt. Der 34-Jährige war nach dem Quali-Spiel im Oktober gegen Argentinien auf verbotene Substanzen getestet worden, die unter anderem auch in Kokain enthalten sind.

Die einjährige Sperre gilt wettbewerbsübergreifend für alle Spiele rückwirkend vom 03. November 2017 und bringt Guerrero somit um die Chance, mit Peru zum ersten Mal seit 1982 an einer WM-Endrunde teilzunehmen.

Bei der WM in Russland müssen nun andere Spieler für Peru treffen, um die schwierige WM Gruppe C mit Frankreich, Australien und Dänemark zu überstehen (alle Gruppen der WM 2018).