Serbien bei der WM-Endrunde 2018: Kader & Chancen

Serbien hat sich in der WM-Qualifikation 2018 als Gruppenerster vor Irland und Wales durchgesetzt und damit das direkte Ticket nach Russland gelöst.

Die serbische Nationalmannschaft nimmt damit zum zweiten Mal nach 2010 bei einer WM-Endrunde teil. Bei dem Turnier in Südafrika schied Serbien als Gruppenletzter in der Vorrunde aus.

Bei der WM 2018 trifft Serbien in der Vorrundenphase auf Rekordweltmeister Brasilien, die Schweiz und Costa Rica.  Der klare Favorit auf den Sieg in WM Gruppe E ist natürlich Brasilien, dahinter könnte sich aber ein Zweikampf mit der Schweiz um Platz 2 anbahnen.

Serbiens Spiele bei der WM 2018

 Dat. Start* Match Ergebnis Stadion
17.06.18 14:00 Costa Rica – Serbien 0:1 Samara-Arena
22.06.18 20:00 Serbien – Schweiz 1:2 Kaliningrad-Stadion
27.06.18 20:00 Serbien – Brasilien 0:2 Spartak-Stadion

*Alle Zeitangaben nach mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ)

 

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Tabelle der Gruppe E mit Serbien

Die serbische Nationalmannschaft bei der WM 2018

  • Trainer: Mladen Krstajic (Serbien)
  • Größter Erfolg: Vorrunde WM 2010
  • Rekordtorschütze: Nikola Žigić (16 Tore)
  • Rekordspieler: Branislav Ivanović (81 Einsätze)
  • Wertvollster Spieler: Milinkovic-Savic (90 Mio. € Marktwert laut transfermarkt.de)
  • Gesamtmarktwert: 280,45 Mio. € (laut transfermarkt.de)
  • Spitzname: Die weißen Adler
  • FIFA-Weltrangliste: 34. Platz (Stand: 07.06.2018)
  • Höchster Sieg: 4x mit 5 Toren Unterschied gewonnen, letztes Ergebnis: Serbien – Wales 6:1 (2012)
  • Höchste Niederlage: Serbien – Belgien 0:3 (2012)
  • WM-Teilnahmen: 2 (inklusive WM 2018)

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Analyse: Serbiens Kader bei der WM 2018

Zahlreiche Spieler des serbischen WM-Kaders stehen bei europäischen Top-Vereinen unter Vertrag. Zu nennen sind hier beispielsweise Nemanja Matic (Manchetser United), Shootingstar Sergej Milinkovic-Savic (Lazio Rom) und Aleksandar Kolarov (AS Rom).


Serbiens WM-Kader 2018: 

TOR: Marko Dmitrovic (SD Eibar), Predrag Rajkovic (Maccabi Tel Aviv), Vladimir Stojkovic (Partizan Belgrad)

VERTEIDIGUNG: Branislav Ivanovic (Zenit St. Petersburg), Aleksandar Kolarov (AS Rom), Nikola Milenkovic (AC Florenz), Milan Rodic (Roter Stern Belgrad), Antonio Rukavina (FC Villarreal), Uros Spajic (RSC Anderlecht), Dusko Tosic (Besiktas Istanbul), Milos Veljkovic (Werder Bremen)

MITTELFELD: Marko Grujic (Cardiff City), Filip Kostic (Hamburger SV), Adem Ljajic (FC Turin), Nemanja Matic (Manchester United), Sergej Milinkovic-Savic (Lazio Rom), Luka Milivojevic (Crystal Palace), Nemanja Radonjic (Roter Stern Belgrad), Dusan Tadic (FC Southampton), Andrija Zivkovic (Benfica Lissabon)

ANGRIFF: Luka Jovic (Eintracht Frankfurt), Aleksandar Mitrovic (FC Fulham), Aleksandar Prijovic (PAOK Saloniki)


Das serbische Nationalteam, das während der WM-Quali noch von Slavoljub Muslin trainiert wurde, hat sich den Gruppensieg verdient und war in den entscheidenden Momenten kaltschnäuziger und effizienter als die Gruppengegner.

Trotz der erfolgreichen Qualifikation für die WM-Endrunde 2018 wurde der Vertrag mit Muslin noch im Oktober 2017 in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst. Die serbische Nationalmannschaft wurde einstweilen von Ex-Bundesliga Legionär Mladen Krstajic übernommen.

Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland wollen die Serben nun zum ersten Mal in der Geschichte die K.o. Phase erreichen und die großen Fußballnationen ärgern.

Wir stellen euch den serbischen WM-Kader 2018 vor und werfen einen Blick auf die mögliche Aufstellung der Serben:

Tor

Die klare Nummer 1 im serbischen Tor gehört dem 34-jährigen Vladimir Stojkovic (FK Partizan Belgrad). Dieser stand auch schon bei der WM 2010 in Südafrika im Tor und kassierte dabei in der Vorrundenphase 3 Tore.

Als Ersatztormann reist der 22-jährige U20 Weltmeister Predrag Rajković von Maccabi Tel Aviv mit nach Russland. Der 26-jährige Marko Dmitrovic (SD Eibar) wird das Team als dritter Tormann komplementieren.

Abwehr

Der serbische Rekordnationalspieler und Kapitän Branislav Ivanović (Zenit St. Petersburg) ist im Team als Innenverteidiger gesetzt. Läuft das serbische Nationalteam wie so oft in der WM-Quali auch bei der WM-Endrunde in einem 3-4-3 System auf, dann haben Uros Spajic (RSC Anderlecht) und Milos Veljkovic (Werder Bremen) gute Chancen auf einen Startplatz in der Abwehrreihe der Serbien.

Mit Nikola Milenkovic (AC Florenz) und Dusko Tosic (Besiktas Istanbul) hoffen aber auch andere starke Innenverteidiger auf einen Einsatz. Schalke-Profi Matija Nastasic wurde nach seiner Kreuzbandverletzung von Teamchef Mladen Krstajic nicht für den finalen 23-Mann Kader berücksichtigt, da er nicht fit genug für die WM-Endrunde war (>> alle verletzte Nationalspieler 2018).

Mittelfeld

Im wahrscheinlichen 3-4-3 System der Serben führt im linken Mittelfeld kein Weg an dem 32-jährigen Routinier Aleksandar Kolarov (AS Roma) vorbei. Rechts gilt Antonio Rukavina (FC Villareal) als gesetzt. Als Back-up kann der serbische Teamchef links auf Milan Rodic (Roter Stern Belgrad) zurückgreifen.

Auf der 6er-Position im zentralen Mittelfeld ist der Stammplatz von Nemjana Matic (Manchester United) sicher. Der zweite Platz im ZM gehört wohl den bei Lazio Rom groß aufspielenden 23-jährigen Youngster Sergej Milinkovic-Savic (Lazio Rom).

Weiters stehen Luka Milivojevic (Crystal Palace) und der erst 22-jährige Marko Grujic (FC Liverpool) als zentrale Mittelfeldspieler im Kader der Serben.

Sollte ein anderes System als 3-4-3 zum Einsatz kommen, könnten im offensiven Mittelfeld auch Adem Ljajic (FC Torino) und Youngster Andrija Zivkovic (Benfica Lissabon) für frischen Wind sorgen.

Angriff

Im Prunkstück der serbischen Mannschaft ist Rechtsaußen Dušan Tadić (FC Southampton) ein fester Bestandteil der serbischen Angriffsreihe.

Als Mittelstürmer wird Serbiens Top-Torschütze Aleksandar Mitrović (Newcastle United) auflaufen Mit Aleksandar Prijović (PAOK Thessaloniki) und dem erst 20 Jahre alten Bundesliga-Legionär Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) warten zwei weitere Mittelstürmer als Joker auf der Bank.

Linksaußen gilt Deutschland-Legionär Filip Kostic (Hamburger SV) als gesetzt, könnte dort aber unter gewissen Umständen auch durch den 22-jährigen Nemanja Radonjic (Roter Stern Belgrad) ersetzt werden.

Serbiens Talente bei der Fußball WM 2018

Im serbischen Team befinden sich einige Perspektivspieler, die bei der WM 2018 in Russland ihren Durchbruch auf der internationalen Fußballbühne feiern könnten.

Hervorzuheben sind dabei der 23-jährige Mittelstürmer Aleksandar Mitrovic (Newcastle United), der sich bei der WM-Endrunde für höhere Aufgaben empfehlen könnte, sowie der 23-jährige Sergej Milinkovic-Savic (Lazio Rom), der sich im Jahr 2015 mit der serbischen U-20 Nationalmannschaft zum Weltmeister krönte und auch schon vor der WM die Aufmerksamkeit von zahlreichen Scouts erweckte.

Auch Marko Grujic (FC Liverpool), Andrija Zivkovic (Benfica Lissabon), Milos Veljkovic (Werder Bremen) und Ersatztorhüter Pedrag Rajkovic (Maccabi Tel Aviv) zählten zum erfolgreichen U20 Weltmeister-Team und könnten sich bei der Endrunde in Russland mit guten Leistungen noch weiter ins Rampenlicht spielen.

Serbiens WM-Chancen 2018

Das serbische Nationalteam geht natürlich nicht als WM-Favorit in die Endrunde 2018 und kann vom WM-Pokal nur träumen.

Nichtsdestotrotz, ist die Mannschaft von Mladen Krstajic eine talentierte, wenn auch unberechenbare Mannschaft, die für eine Überraschung gut sein könnte. Zudem befindet sich die Mannschaft gerade in einem Generationenwechsel und hat einige Spieler wie Veljkovic in ihren Reihen, die sich 2013 zum U19-Europameister und 2015 zum U20-Weltmeister krönten.

Erfüllen die Serben im ersten Spiel gegen Costa Rica ihre Pflichtaufgabe und fahren die drei Punkte ein, dann kommt es am 22. Juni wohl zum vorentscheidenden Spiel gegen die Schweiz. Der Gewinner dieser Partie hat sehr gute Karten auf den Aufstieg in die WM K.o.-Phase.

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