Mexikos Kader & Chancen bei der WM 2018

Anfang September 2017 konnte sich Mexiko als fünftes Team sein Ticket zur WM in Russland 2018 sichern. Als traditionell aussichtsreichster Kandidat konnte die Mexikaner in der CONCACAF WM-Quali mal wieder ihre Favoritenrolle bestätigen.

El Tri, so der Spitzname des mexikanischen Nationalteams, konnte als Teilnehmer des Confed Cups 2017 schon einmal für den Ernstfall proben. Die Mexikaner erreichten bei der Generalprobe für die WM immerhin das kleine Finale, in dem sie sich schlussendlich jedoch Portugal geschlagen geben mussten.

Bei der Endrunde in Russland muss die mexikanische Nationalmannschaft in WM Gruppe F 2018 gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland, Schweden und Südkorea ran.

Flagge WM 2018 SüdkoreaFlagge MexikoKOR vs. MEX – Tipp 2 / 1,50

Mexikos Spiele bei der WM 2018

 Dat. Start* Match Ergebnis Stadion
17.06.18 17:00 Deutschland – Mexiko 0:1 Luzhniki-Stadion
23.06.18 17:00 Südkorea – Mexiko -:- Rostow-Arena
27.06.18 16:00 Mexiko – Schweden -:- Jekaterinburg-Arena

*Alle Zeitangaben nach mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ)

 

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Tabelle der Gruppe F mit Mexiko

Die mexikanische Nationalmannschaft

  • Trainer: Juan Carlos Osorio (Kolumbien)
  • Größte Erfolge: 10-facher CONCACAF Gold Cup Sieger (zuletzt 2015); Confed Cup Sieger 1999
  • Rekordtorschütze: Chicharito (49 Tore)
  • Rekordspieler: Claudio Suárez (177 Einsätze)
  • Wertvollster Spieler: H. Lozano (25 Mio. € Marktwert laut transfermarkt.de)
  • Gesamtmarktwert: 147,60 Mio. € (laut transfermarkt.de)
  • Spitzname: El Tri
  • FIFA-Weltrangliste: 15. Platz (Stand: 07.06.2018)
  • Höchster Sieg: Mexiko – Bahamas 13:0 (1987)
  • Höchste Niederlage: England – Mexiko 8:0 (1961)
  • WM-Teilnahmen: 16 (inkl. WM 2018)

Mexikos Fußball-WM Nationalteam

Bei der letzten WM in Brasilien war El Tri neben Kolumbien und Costa Rica eine der positivsten Überraschungen. Im Achtelfinale waren die Mexikaner nach einem Treffer von Giovani Dos Santos drauf und dran die favorisierten Holländer aus dem Wettbewerb zu werfen.

Ehe ein später Ausgleich von Sneijder (88.) und ein umstrittener Elfmeter von Huntelaar (94.) die Partie doch noch zu Gunsten der Oranje entschieden und den Traum der Mexikaner vom dritten Viertelfinaleinzug nach 1970 und 1986 jäh beendeten.

Besonders bitter: Für Mexiko war es nach 1994, 1998, 2002, 2006 und 2010 das sechste Ausscheiden im Achtelfinale bei den letzten sechs WM Endrundenteilnahmen.

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Charakteristisch für das mexikanische Nationalteam unter Osorio sind vor allem Kampfgeist, hohe Laufbereitschaft und aggressives, phasenweise oft hektisch anmutendes Pressing, das den Spielfluss des Gegners stört, oftmals aber auch Unruhe in das eigene Spiel bringt.

Das mexikanische Team wird daher auch oft als Wundertüte bezeichnet – an einem schlechten Tag kann man beispielsweise schon einmal gegen Chile mit 0:7 untergehen, wie zuletzt bei der Copa America 2016.

Mexikos WM-Kader 2018

Im mexikanischen WM-Aufgebot stehen mit Carlos Salcedo und Marco Fabian zwei Spieler, die bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag stehen. Auch Altstar Rafael Marquez, der bereits 39-Jahre alt ist, findet sich im Kader der Mexikaner wieder. Für ihn ist es bereits die fünfte WM-Teilnahme.


Mexikos WM Kader 2018: 

TOR: Alfredo Talavera (Toluca), Jesus Corona (Cruz Azul), Guillermo Ochoa (Standard Lüttich)

VERTEIDIGUNG: Carlos Salcedo (Eintracht Frankfurt), Hector Moreno (Real Sociedad), Miguel Layun (FC Sevilla), Diego Reyes (verletzt, FC Porto), Jesus Gallardo (Pumas UNAM), Hugo Ayala (Tigres UANL), Edson Alvarez (America), Erick Gutierrez (nachnominiert, CF Pachuca)

MITTELFELD: Hector Herrera (FC Porto), Marco Fabian (Eintracht Frankfurt), Andres Guardado (Betis Sevilla), Giovani dos Santos (Los Angeles Galaxy), Jonathan dos Santos (Los Angeles Galaxy), Rafael Marquez (Atlas Guadalajara)

ANGRIFF: Carlos Vela (Los Angeles Galaxy), Hirving Lozano (PSV Eindhoven), Jesus Corona (FC Porto), Javier Aquino (Tigres UANL), Oribe Peralta (CF America), Raul Jimenez (Benfica Lissabon), Javier Hernandez (West Ham United)


Wie auch in den letzten Jahren ist es das erklärte Ziel von El Tri endlich den Achtelfinalfluch zu brechen. Wir werfen einen Blick auf jenen Kader, der in Russland an den Start gehen wird um die Mission Viertelfinaleinzug zu schaffen.

Tor

Im Tor setzt Osorio auf die Routine von Guillermo Ochoa von Standard Lüttich. Der Torhüter, der in Brasilien seine Gegner mit sehenswerten Paraden zur Verzweiflung trieb, gilt im Tor von El Tri als gesetzt.

Als Backup fungiert Alfredo Talavera (Deportivo Toluca). Den Platz als dritter Tormann nimmt José de Jesús Corona (CD Cruz Azul) ein.

Verteidigung

Mexikos Teamchef Juan Carlos Osorio schickt zumeist drei Innenverteidiger aufs Feld und lässt dann ein 3-4-3 System spielen, wobei der 56-Jährige gegen stärkere Gegner womöglich auch auf eine Fünferkette setzt.

In der Innenverteidigung werden dann wohl Héctor Moreno (Real Sociedad), Hugo Ayala (Tigres UANL) und Deutschland-Legionär Carlos Salcedo (Eintracht Frankfurt) auflaufen. Eine weitere Option in der Innenverteidigung ist Edson Alvarez (America).

Die Abwehrstützen Néstor Araujo (Santos Laguna) und Diego Reyes (FC Porto) verpassen die WM-Endrunde verletzungsbedingt (–> alle verletzte Nationalspieler im Überblick).

Als einziger gelernter Außenverteidiger steht Miguel Layun (FC Porto) im mexikanischen WM-Kader, der wahrscheinlich als Rechtsverteidiger zum Einsatz kommen wird. Links hinten setzt Trainer Osorio wohl auf den 23-jährigen Jesus Gallardo (Pumas UNAM), der auch eine Position weiter vorne spielen kann.

Spielt Mexiko mit einer 4er-Kette dann werden hinten von links nach rechts gesehen wohl Gallardo, Moreno, Ayala und Salcedo auflaufen.

Mittelfeld

Im zentralen defensiven Mittelfeld ist Routinier Andrés Guardado von Real Betis Sevilla gesetzt. Als Ersatz stehen Altstar Rafael Marquez (Atlas Guadalaja), der zuletzt beim Confederations Cup 2017 im mexikanischen WM-Kader stand, sowie Erick Gutierrez (CF Pachuca), der für den verletzten Diego Reyes nachnominiert wurde, bereit.

 Je nach Aufstellung spielen neben oder vor Guardado meist Héctor Herrera (FC Porto) und Jonathan Dos Santos von LA Galaxy. Im offensiven Mittelfeld könnte bei Bedarf Marco Fabian (Eintracht Frankfurt) zum Einsatz kommen.

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Angriff

Teamchef Osorio spielt meist mit einem Angriffstrio, das in der Regel aus den Fixstartern Chicharito (West Ham) und Raul Jimenez (Benfica Lissabon) besteht und durch einen der vielen Flügelspieler, die im mexikanischen Kader stehen, komplettiert wird.

Die besten Karten am linken Flügel aufzulaufen, hat wohl Youngster Hirving Lozano (PSV). Die weiteren Option lauten Carlos Vela (Los Angeles Galaxy), Giovani Dos Santos (LA Galaxy) und Jesús Corona (FC Porto).

Da Osorio jedoch in der Spitze oft die Konstellationen variiert, haben Javier Aquino (Tigres UANL) oder Altstar Oribe Peralta (CF America) aber ebenfalls Chancen auf Einsatzminuten.

Mexikos Talente für die WM 2018

Mit einem relativ hohen Durchschnittsalter verfügt El Tri zwar über einiges an Erfahrung, Teamchef Juan Carlos Osorio setzt jedoch vor allem in der Offensive auch zunehmend auf junge Spieler.

Hervorzuheben ist dabei der 22-jährige Hirving Lozano, der zurzeit bei PSV Eindhoven unter Vertrag steht. Lozano hat 2016 sein Debüt unter Osorio bestritten und kam seitdem immer wieder zu Einsätzen. In der WM-Quali konnte der antrittsschnelle Flügelspieler, der oft als Joker eingesetzt wird, den entscheidenden Treffer beim wichtigen 1:0 Sieg über Panama erzielen.

Auch in der Eredivisie zeigte Lozano mit starken Leistungen auf. Kann er seine aktuelle Form auch weiterhin bestätigen, so wird Lozano bei der WM in Russland die Chance bekommen, auch auf der ganz großen Bühne zu zeigen was er drauf hat.

Mexikos Chancen bei der WM-Endrunde

Um das Achtelfinal-Trauma endlich zu überkommen, wird Mexiko mehr Konstanz brauchen, als dies zuletzt der Fall war. Die häufig wechselnden Lineups von Teamchef Osorio zeigen, dass er noch nicht die richtige Abstimmung gefunden hat.

Wie so oft gilt für Mexiko, dass das Talent in ausreichendem Maße vorhanden ist, es jedoch oft noch an der Umsetzung fehlt. Kann Osorio diese Probleme in den Griff bekommen, muss man Mexiko auch 2018 wieder für das WM-Achtelfinale auf der Rechnung haben. Siege gegen Schweden und Südkorea sind den Mexikanern auf jeden Fall zuzutrauen.

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Auch wenn Mexiko auf die ganz Großen des internationalen Weltfußballs wohl noch ein Stück weit die Klasse fehlt, konnte der nun 16-fache Endrundenteilnehmer schon in der Vergangenheit unter Beweis stellen, dass er ein höchst unangenehmer Gegner ist.

>>> WM-Mannschaften 2018.