Deutschland bei der WM 2018: Kader & Analyse

Mit einer perfekten Bilanz von 30 Punkten nach 10 Partien und einem sensationellen Torverhältnis von 43:4 hat der Titelverteidiger Deutschland sein Ticket nach Russland gebucht.

Hatte der Weltmeister von 2014 bei der EM letztes Jahr in Frankreich noch über weite Strecken enttäuscht, so demonstrierte die Löw-Elf nicht nur in der WM-Quali, sondern auch beim Confed Cup im Juni 2017, dass bei der WM 2018 in Russland definitiv wieder mit den Deutschen zu rechnen ist.

Mit Mexiko, Schweden und Südkorea hat das DFB-Team bei in WM 2018 Gruppe F eher einfache Gegner erwischt, in der das Erreichen des 1. Platzes kein großes Problem darstellen wird.

Deutschland Spielplan bei der WM 2018

 Dat. Start* Match Ergebnis Stadion
17.06.18 17:00 Deutschland – Mexiko 0:1 Luzhniki-Stadion
23.06.18 20:00 Deutschland – Schweden 2:1 Fisht-Stadion
27.06.18 16:00 Südkorea – Deutschland 2:0 Kasan-Arena

*Alle Zeitangaben nach mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ)

 

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Deutschland in der WM-Tabelle 2018

Die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2018

  • Trainer: Joachim Löw (Deutschland)
  • Größte Erfolge: Weltmeister 1954, 1974, 1990, 2014; Europameister 1972, 1980, 1996
  • Rekordtorschütze: Miroslav Klose (71 Tore)
  • Rekordspieler: Lothar Matthäus (150 Einsätze)
  • Wertvollster Spieler: Toni Kroos (80 Mio. € Marktwert laut transfermarkt.de)
  • Gesamtmarktwert: 883 Mio. € (laut transfermarkt.de)
  • Spitzname: Die Mannschaft
  • FIFA-Weltrangliste: 1. Platz (Stand: 07.06.2018)
  • Höchster Sieg: Deutschland – Russland 16:0 (1912)
  • Höchste Niederlage: England – Deutschland 9:0 (1909)
  • WM-Teilnahmen: 19 (inklusive WM 2018)
Die WM-Bilanz von Deutschland seit 1930
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Vor allem in punkto Kadertiefe ist der amtierende Weltmeister top aufgestellt. Beim Confed Cup konnte Deutschland sogar in Abwesenheit der Stammkräfte Kroos, Neuer, Özil, Boateng und Müller den Titel holen.

Zudem dürfte mit dem aktuell groß aufspielenden Timo Werner und einem wiedererstarkten Mario Gomez auch endlich jenes Stürmerproblem gelöst sein, das dem Teamchef bei der EM in Frankreich noch Kopfschmerzen bereitet hatte.

Traditionell eine starke Turniermannschaft, könnte die deutsche Nationalelf in Russland nicht nur zum ersten Mal in ihrer Geschichte den WM-Titel verteidigen, sondern auch mit dem derzeit alleinigen Rekordweltmeister Brasilien (fünf Titel) gleichziehen. Bei den WM-Quoten der Buchmacher gilt das DFB-Team als Top-Favorit auf den Sieg.

Wir haben uns den Kader der Deutschen einmal genauer angesehen und analysiert, wie es um die Chancen auf eine Titelverteidigung steht. 7 Gründe warum Deutschland 2018 Weltmeister wird, kannst du dir hier ansehen.

Der DFB-Kader im WM 2018 Check

Der endgültige Kader von 23-Mann wurde am 4. Juni von DFB-Bundestrainer Joachim Löw bekannt gegeben. Vom vorläufigen WM-Aufgebot schafften es Bernd Leno, Nils Petersen, Jonathan Tah und Leroy Sane nicht in den finalen Kader.


Deutschlands WM Kader 2018:

TOR: Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen, Kevin Trapp

VERTEIDIGUNG: Jerome Boateng, Matthias Ginter, Jonas Hector, Mats Hummels, Joshua Kimmich, Marvin Plattenhardt, Antonio Rüdiger, Niklas Süle

MITTELFELD/ANGRIFF: Julian, Brandt, Julian Draxler, Mario Gomez, Leon Goretzka, Ilkay Gündogan, Sami Khedira, Toni Kroos, Thomas Müller, Mesut Özil, Marco Reus, Sebastian Rudy, Timo Werner


Wir sehen uns einmal die unterschiedlichen Positionsreihen an und zeigen euch, welche Spieler die besten Chancen haben, in Russland zum Einsatz zu kommen. Die Deutschland-Aufstellung bei den WM-Partien könnte folgendermaßen aussehen:

Deutschland WM-Kader & Aufstellung 2018

Tor

Im Tor is die Angelegenheit an sich klar. Sofern Kapitän Manuel Neuer (FC Bayern München) fit ist, ist er als Nummer 1 unumstritten gesetzt.

Die Nummer 2 in der Rangliste ist Barcelona Keeper Marc André ter Stegen, der in Abwesenheit von Manuel Neuer zuletzt auch beim Confed Cup 2017 und in der DFB-WM-Quali seinen Kasten sauber hielt. Im Kampf um die Nummer setzte sich Kevin Trapp (PSG) gegen Bernd Leno (Bayer Leverkusen) durch.

Verteidigung

In der Innenverteidigung wird Löw auf das Bayern Duo aus Mats Hummels und Jerome Boateng setzen. Sollte einer der beiden nicht zur Verfügung stehen, kann der Teamchef auf Antonio Rüdiger (FC Chelsea) oder auf Niklas Süle (FC Bayern München) zurückgreifen.

Auf den Außenpositionen ist rechts hinten Joshua Kimmich von den Bayern fix gesetzt. Als Back-up steht Weltmeister Mathias Ginter (Borussia Mönchengladbach) bereit.

Neben Kimmich dürfte sich Jonas Hector vom 1. FC Köln als linker Außenverteidiger in einer Viererkette bzw. als Wingback in einer Formation mit drei Verteidigern etablieren. Als Ersatzspieler steht links hinten Marvin Plattenhardt (Hertha BSC Berlin) zur Verfügung.

Mittelfeld

Im Mittelfeld hat Jogi Löw die Qual der Wahl. Er kann aus einer Gruppe von hochklassigen Spielern auswählen und sein System somit sehr flexibel gestalten.

Gesetzt im zentralen Mittelfeld sind die Weltmeister Toni Kroos (Real Madrid CF) und Sami Khedira (Juventus Turin). Als Back-up stehen mit Ilkay Gündogan (Manchester City) und Sebastian Rudy (FC Bayern München) zwei weitere Top-Spieler bereit.

Im offensiven Mittelfeld dürfte Mesut Özil gesetzt sein, wobei dieser in letzter Zeit einige Kritik einstecken musste und Leon Goretzka (Schalke 04) beim Confed Cup auf dieser Position zu überzeugen wusste.

Rechts außen ist mit Thomas Müller (FC Bayern München) ein weiterer Weltmeister gesetzt. Dahinter hofft der erst 22-jährige Julian Brandt (Leverkusen 04) auf Einsatzminuten auf der Außenbahn.

Linksaußen dürfte Marco Reus (BVB) die Nase gegenüber Julian Draxler (PSG) vorn haben, der seit Neymars Rekordtransfer eine schier unüberwindbare Konkurrenz in seinem Verein hat.

Angriff

Nachdem die DFB-Elf bei der Euro 2016 noch mit dem Vorwurf konfrontiert war, keinen echten Hochkaräter im Sturm zu stellen, konnte sich Timo Werner (RB Leipzig) zuletzt als Torgarant im DFB-Trikot hervortun.

Zudem kann Löw mit dem wiedererstarkten Mario Gomez (VfB Stuttgart) auf einen echten „Target Man“ zurückgreifen, der das starke Flügelspiel der Deutschen vollendet. Wahlweise kann im Angriff auch Thomas Müller die hängende Spitze hinter Werner oder Gomez geben.

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Deutschlands Youngsters bei der WM 2018

Das DFB-Team verfügt über einen breiten Talentepool und ist somit in punkto Kadertiefe hervorragend aufgestellt. So darf man sich beispielsweise vom erst 21-jährigen Timo Werner, der beim Confed Cup Torschützenkönig wurde, noch viel erwarten.

Timo Werner als DFB-Stürmer bei der WM 2018
Quelle: Эдгар Брещанов – soccer.ru, CC BY-SA 3.0)

Werner feierte sein A-Team Debüt im März dieses Jahres und konnte in seinen ersten 7 Einsätzen gleich 4 Treffer erzielen. Der RB Leipzig Stürmer kam schon mit einer Menge Vorschusslorbeeren in die Löw-Elf, nachdem er in der Bundesligasaison 2016/17 in 31 Partien 21 Tore erzielte und konnte bisher den Erwartungen mehr als gerecht werden. .

Er hat sich gut in das Mannschaftsgefüge integriert und wird schon als legitimer Nachfolger von Miro Klose gehandelt. Der Rekordtorschütze für die Nationalelf (insgesamt und bei WM Endrunden) hatte ja im November 2016 seine Karriere endültig beendet.

In Russland soll Timo Werner sein Team ins WM-Finale schießen und dort für eine erfolgreiche Titelverteidigung sorgen.

Deutschlands Chancen bei der WM-Endrunde

Sind die Stützen der Mannschaft fit, zählt das deutsche Nationalteam definitiv zum engsten Favoritenkreis auf den Titel. Jogi Löw kann bei der DFB-Auswahl aus dem Vollen schöpfen. Talente wie Werner, Can und Kimmich werden schon seit längerer Zeit neben den etablierten und erfahreneren Stützen wie Kroos, Hummels und Khedira in die A-Nationalmannschaft integriert.

Angesichts einer derartigen Kaderbreite, die gerade bei einer WM oftmals den Ausschlag geben kann, wenn ein Star gesperrt oder verletzt ist (alle verletzen Spieler bei der WM 2018), sind die Deutschen die absoluten WM-Favoriten auf die Titelverteidigung.

Der Aufstieg in die Ko Phase der WM 2018 kann dank der Gruppengegner Mexiko, Schweden und Südkorea schon im Vorhinein als quasi fix bezeichnet werden.

Welche Spieler standen im Confed Cup Kader 2017?

Tor: Bernd Leno (Leverkusen), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (PSG)

Abwehr: Matthias Ginter (BVB), Jonas Hector (Köln), Benjamin Henrichs (Leverkusen), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Shkodran Mustafi (Arsenal), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (AS Rom), Sebastian Rudy (Hoffenheim), Niklas Süle (Hoffenheim)

Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Leverkusen), Emre Can (Liverpool), Kerem Demirbay (Hoffenheim), Diego Demme (RB Leipzig), Julian Draxler (PSG), Leon Goretzka (Schalke 04), Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach), Sandro Wagner (Hoffenheim), Timo Werner (RB Leipzig), Amin Younes (Ajax Amsterdam)

Wie sah der Weltmeister-Kader von 2014 aus?

Tor: Manuel Neuer, Roman Weidenfeller, Ron-Robert Zieler

Abwehr: Jerome Boateng, Philipp Lahm, Erik Durm, Kevin Großkreutz, Mats Hummels, Benedikt Höwedes, Per Mertesacker, Shkodran Mustafi

Mittelfeld: & Angriff: Mario Götze, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos, Sami Khedira , Julian Draxler, Matthias Ginter, Christoph Kramer, Mesut Özil, Lukas Podolski, Andre Schürrle, Miroslav Klose

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