Schweden bei der Fußball WM 2018: Kader-Analyse

Schweden konnte sich in Gruppe A der WM-Quali 2018 zwar einerseits gegen die Niederlande durchsetzen – bei der Frage um den Gruppensieg hatte man jedoch gegen Frankreich keine Chance. Schweden beendete die WM-Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland auf Platz zwei und musste damit in die WM-Playoffs. Hier sorgte die „Blagult“ für eine faustdicke Überraschung.

Mit einem 1:0-Heimsieg und einem 0:0 in Mailand konnte Italien in Schach gehalten werden. Für die stolzen Italiener ein Desaster, und gleichzeitig das erste Fernbleiben von einer Weltmeisterschaft seit 1958. In Schweden hingegen war großer Jubel über die Teilnahme an der WM 2018 angesagt.

Die Mannschaft rund um den Top Mittelfeldmann Emil Forsberg (RB Leipzig) beginnt in WM Gruppe F 2018 mit dem Spiel gegen Südkorea (18. Juni), dicht gefolgt vom Top-Gruppenspiel gegen Deutschland (23. Juni). Gegen Mexiko geht es im letzten Gruppenspiel womöglich um den Einzug in das WM-Achtelfinale.

Spielplan von Schweden bei der WM 2018

 Dat. Start* Team 1 vs. Team 2 Ergebnis Stadion
18.06.18 14:00 Schweden Südkorea -:- Nischni-Nowgorod-Stadion
23.06.18 20:00 Deutschland Schweden -:- Fisht-Stadion
27.06.18 16:00 Mexiko Schweden -:- Jekaterinburg-Arena

*Alle Zeitangaben nach mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ)

 

Flagge WM 2018 RusslandFlagge WM 2018 RusslandWM-Spielplan 2018

Schwedens Platzierung in der WM-Tabelle

Die schwedische WM-Nationalmannschaft 2018

  • Trainer: Janne Andersson (Schweden)
  • Größte Erfolge: Vizeweltmeister 1958, EM-Halbfinale 1992
  • Rekordtorschütze: Zlatan Ibrahimovic (62 Tore)
  • Rekordspieler: Anders Svensson (148 Einsätze)
  • Wertvollster Spieler: Victor Lindelöf (8 Mio. € Marktwert laut transfermarkt.de)
  • Gesamtmarktwert: 20,25 Mio. € (laut transfermarkt.de)
  • Spitzname: Blagult
  • FIFA-Weltrangliste: 23. Platz (Stand: 12.04.2018)
  • Höchster Sieg: u.a. Schweden – Südkorea 12:0 (1948)
  • Höchste Niederlage: Vereinigtes Königreich – Schweden (1908)
  • WM-Teilnahmen: 12 (inklusive WM 2018)

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Schweden im WM 2018 Check

Schwedens Fußball-Glanzzeit ist lange vorbei. 1958 verpasste man knapp den WM-Titel, in den 1990ern galten die Schweden als Topteam, die Zeit eines Zlatan Ibrahimovic im schwedischen Team ist ebenfalls Geschichte. Derzeit durchlebt Schwedens Nationalteam einen Generationenwechsel, der die große Chance für junge Talente bedeutet.

Der offizielle Kader der Schweden zur Endrunde 2018 wird erst wenige Wochen vor dem WM-Eröffnungsspiel von Teamchef Janne Andersson bekanntgegeben. Bei uns gibt es einen ersten Blick auf den möglichen WM-Kader der Schweden.

Tor

Im Tor gibt es eine Bank und diese heißt Robin Olsen. Der 28-jährige Keeper vom FC Kopenhagen hat alle Qualifikationspartien der Schweden absolviert. Weitere Optionen auf diesem Posten sind Kristoffer Nordfeldt (Swansea) und Kalle Johnsson (EA Guingamp).

Verteidigung

In der Abwehr der Schweden besteht ein klares Bollwerk. In der Innenverteidigung ist Kapitän Andreas Granqvist, Legionär bei FK Krasnodar, genauso gesetzt wie ManUnited-Abwehrmann Victor Lindelöf.

Links hinten hat Deutschland-Legionär Ludwig Augustinsson (Werder Bremen) seinen Stammplatz sicher. Auf der rechten Verteidigerposition ist Mikael Lustig (Celtic Glasgow) die erste Anlaufstelle von Trainer Janne Andersson. Die vier Topmänner haben den Großteil der Qualifikation für verhältnismäßig wenig Gegentore gesorgt.

Swanseas Abwehrroutinier Martin Olsson gilt als Backup für die linke Abwehrposition, rechts ist dies Emil Krafth von Bologna. Pontus Jansson vom Championship-Klub Leeds United ist die Alternative auf der Innenverteidiger-Position, genauso wie Filip Helander von Bologna FC.

Mittelfeld

Im Mittelfeld geht nichts ohne RB Leipzigs Emil Forsberg. Der 26-Jährige Linksaußen ist Dreh und Angelpunkt des schwedischen Umschaltspiels.

Rechtsaußen muss sich Teamchef Andersson zwischen Jimmy Durmaz (FC Toulouse) und Viktor Claesson (FK Krasnodar) entscheiden. Sollte sich Emil Forsberg verletzen oder gesperrt sein, dann wird wohl Durmaz links auflaufen und Claesson rechts. Der rechte Mittelfeldspieler Marcus Rohdén (FC Crotone) wird zwar mit nach Russland reisen, große Hoffnungen auf viele Einsatzminuten sollte sich der 27-Jährige allerdings nicht machen.

Jakob Johansson (AEK Athen) und Sebastian Larsson (Hull City) rackern im Zentrum. Als Backup agieren Deutschland-Legionär Albin Ekdal (HSV), Oscar Hiljemark (FC Genua) und Alexander Fransson (FC Basel). Der defensive Mittelfeldmann Gustav Svensson (Seattle Sounders) darf sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen.

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Angriff

Im Sturm verfügt Schwedens Nationalteam über eine verhältnismäßig große Auswahl. Altstar Marcus Berg hat mittlerweile bei Al Ain in den Vereinigten Emiraten angeheuert, verfügte aber in der Qualifikation über einen Fixplatz im Angriff – nicht umsonst, denn er sorgte hier für acht Tore.

Sollte Nationaltrainer Andersson sein Team mit zwei Stürmern aufs Feld schicken, dann hat Ola Toivonen (FC Toulouse) die besten Karten neben Berg aufzulaufen. Der 31-Jährige erzielte in der WM-Quali drei Treffer.

Die weiteren Angreifer im schwedischen Kader lauten John Guidetti (Celta Vigo), der in der vergangenen Saison an Deportivo Alavés verliehen war, und Christoffer Nyman (Eintracht Braunschweig).

Schwedens „Players 2 Watch“ bei der WM 2018

Schweden verfügt über einige Toptalente in der Nationalmannschaft. Der 23-jährige Victor Lindelöf von Manchester United hat sich bereits in jungen Jahren einen Fixplatz im schwedischen Nationalteam ergattert. Er gilt als große Abwehrhoffnung und zeigte bei Manchester United schon sein Potenzial.

Das offensive Mittelfeld wird bei den Schweden durch den 26-jährigen Emil Forsberg (RB Leipzig) gelenkt, denn er ist der Motor in Richtung des gegnerischen Strafraumes. Auf ihn werden die Gegner besonders achten müssen.

Mit dem 24-jährigen Alexander Fransson (FC Basel) verfügt Schweden über ein hoffnungsvolles Talent für die Zukunft, bei der WM-Endrunde muss der Mittelfeldspieler aber wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen. Im Sturm wird man den 31-jährigen Marcus Berg nicht aus den Augen lassen. Der routinierte Angreifer ist immer für ein Tor gut.

Schwedens Chancen bei der WM-Endrunde

Schwedens Chancen bei der Weltmeisterschaft in Russland den großen Sieg zu holen, sind gering. Das Team aus dem Norden Europas verfügt über eine starke Kaderbreite, herausragende Einzelspieler vom Schlag eines Zlatan Ibrahimovic sucht man vergeblich. Die Stärke der Schweden ist das Kollektiv. Die Spieler arbeiten füreinander und das Offensivspiel ist relativ offen ausgelegt.

Obwohl die Gelb-Blauen in der Qualifikation die Niederlande und Italien ausschalteten, gilt man bei der Endrunde keineswegs als Mitfavorit. Schwedens Glanzzeit scheint vorerst vorbei zu sein.

Die Generation nach Superstar Zlatan Ibrahimovic muss sich erst etablieren und da kommt die Weltmeisterschaft in Russland wohl etwas zu früh. Trotzdem kann man die Schweden als großen Favoritenschreck auf der Rechnung haben. Für Überraschungen ist die Mannschaft von Trainer Janne Andersson immer gut.

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Auf Spielerebene fehlt natürlich ein Kaliber wie es Zlatan Ibrahimovic ist. Nach dessen Rücktritt aus dem Nationalteam klafft ein große Lücke im kreativen Offensivbereich. Dies machen die Schweden durch ein starkes Kollektiv und eine feste Abwehr gut.

Im Mittelfeld überwiegt harte Arbeit, wobei oft auch Emil Forsberg mit genialen Einfällen auftrumpfen kann. Im Sturm setzt man klassisch auf das Spiel mit hohen Bällen, wobei der Altstar Marcus Berg dabei immer für ein Tor gut ist.

Schweden gilt neben Gruppengegner Deutschland als heißer Kandidat für ein Weiterkommen in die K.o.-Phase, der Einzug in das WM-Viertelfinale 2018 wäre allerdings eine große Überraschung.

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