Portugal bei der WM 2018: Kader und Analyse

Portugal darf sich großer Aufmerksamkeit bei der WM 2018 Gewiss sein. Wohl nur wenige Fachleute hatten die Iberer 2016 als Europameister auf dem Zettel, doch die Portugiesen überraschten jeden.

In Russland will das Team rund um Superstar und Rekordspieler Cristiano Ronaldo, für den es vermutlich das letzte große Turnier mit Portugal sein wird, einen ähnlichen Coup schaffen.

In Gruppe B der WM wird sich der amtierende Europameister wohl gemeinsam mit Spanien um den ersten Platz duellieren. Alles andere als der Aufstieg ins Fußball WM-Achtelfinale 2018 wäre im Hinblick auf die weiteren Gruppengegner Marokko und Iran eine große Überraschung.

Spielplan von Portugal bei der WM 2018

 Dat. Start* Team 1 vs. Team 2 Ergebnis Stadion
15.06.18 20:00 Portugal Spanien -:- Fisht-Stadion
20.06.18 14:00 Portugal Marokko -:- Luschniki-Stadion
25.06.18 20:00 Iran Portugal -:- Mordwinien-Arena

*Alle Zeitangaben nach mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ)

 

Flagge WM 2018 RusslandFlagge WM 2018 RusslandSpielplan Fußball-WM 2018

Das portugiesische Nationalteam bei der WM 2018

  • Trainer: Fernando Santos (Portugal)
  • Größte Erfolge: Europameister 2016
  • Rekordtorschütze: Cristiano Ronaldo (79 Tore, Stand: 23.01.2018)
  • Rekordspieler: Cristiano Ronaldo (147 Einsätze, Stand: 23.01.2018)
  • Wertvollster Spieler: Cristiano Ronaldo (120 Mio. € laut transfermarkt.de)
  • Gesamtmarktwert: 312,05 Mio. € (laut transfermarkt.de)
  • Spitzname: Selecao
  • FIFA-Weltrangliste: 4. Platz (Stand: 12.04.2018)
  • Höchster Sieg: Portugal – Kuwait 8:0 (2003)
  • Höchste Niederlage: Portugal – England 0:10 (1947)
  • WM-Teilnahmen: 7 (inkl. WM 2018)

Fußball WM-Bilanz von Portugal

Portugals Nationalmannschaft im WM 2018-Check

Noch hat Teamchef Fernando Santos ein wenig Bedenkzeit, welche Spieler er in das portugiesische WM-Aufgebot 2018 einberuft. Wir haben uns aber dennoch schon mal angesehen, wie Portugals Kader bei der Endrunde ausschauen könnte:

Tor

Stammkeeper der Portugiesen ist Rui Patricio (Sporting Lissabon), der auch bei der erfolgreichen EURO 2016 seinen Kasten sauber hielt. Sollte dieser ausfallen, stehen Teamchef Fernando Santos entweder Beto (Göztepe) oder Anthony Lopes (Olympique Lyon) als Ersatztorhüter bereit.

Verteidigung

Auf der linken Abwehrseite hat der 34-jährige Eliseu die besten Karten auf einen Platz in der Startformation, wobei auch Raphaël Guerreiro (BVB) und Fabio Coentrão (Real Madrid) auf einen Einsatz hoffen dürfen.

Als rechter Abwehrspieler wird aller Voraussicht nach der 26-jährige Cedric Soares (FC Southampton) auflaufen, doch mit Nélson Semedo (FC Barcelona) steht Portugals Nationaltrainer Fernando Santos eine starke Alternative zur Verfügung.

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In der Innenverteidigung ist der routinierte Pepe (Besiktas) als Abwehrchef gesetzt, neben ihm wird wohl der 34-jährige José Fonte (West Ham United) zum Einsatz kommen. Es mangelt in der Abwehrzentrale zwar an Jugend und Schnelligkeit, dies könnte aber durch die gesammelte internationale Erfahrung der beiden Innenverteidiger wieder wettgemacht werden können.

Mit dem 36-jährigen Bruno Alves (Glasgow Rangers) und dem 30-jährigen Luís Neto (Fenerbahce Istanbul) stehen im portugiesischen WM-Kader noch zwei weitere Innenverteidiger, die ebenfalls schon zum alten Eisen gehören.

Mittelfeld

Im defensiven Mittelfeld haben William Carvalho (Sporting Lissabon) und Joao Moutinho (AS Monaco) die besten Karten auf einen Platz in der Startelf. Weitere Alternativen auf dieser Position sind André Gomes (FC Barcelona), Adrien Silva (Leicester City) oder Bruno Fernandes  (Sporting Lissabon). Danilo Pereira verpasst die Endrunde aufgrund eines Teilrisses der Achillessehne (hier alle verletzten Spieler zur WM 2018).

Linksaußen dürfte der 25-jährige João Mário (West Ham United) zum Einsatz kommen, wobei dieser auch zentral eingesetzt werden kann. Rechtsaußen ist zumeist Bernardo Silva (Manchester City) die erste Wahl von Teamchef Fernando Santos, mit Ricardo Quaresma (Besiktas Istanbul) und Gelson Martins (Sporting Lissabon) kann der 63-Jährige allerdings auf hochwertige Ersatzspieler zurückgreifen.

Angriff

Die Offensive ist das Prunkstück der Portugiesen. Neben dem Superstar des portugiesischen Nationalteams Cristiano Ronaldo (Real Madrid) läuft im Angriff zumeist der 22-jährige André Silva (AC Mailand) auf, der von CR7 schon als sein Nachfolger bezeichnet wurde.

Als Back-up steht der 30-jährige Éder (Lokomotiv Moskau) bereit, der im Finale der Europameisterschaft 2016 gegen Frankreich den Siegestreffer zum 1:0 erzielte (118. Minute), zudem können auch Quaresma oder Martins in der Sturmspitze eingesetzt werden.

Portugals WM-Talente 2018

Portugal steht aller Wahrscheinlichkeit nach vor einer goldenen Zukunft. Zwar verliefen die letzten Jugendturniere wenig erfolgreich für die Iberer, doch stehen einige Talente in der A-Elf, die schon jetzt ein erstaunliches Niveau haben.

Die Offensivspieler Bernardo Silva (Manchester City) und Gelson Martins (Sporting Lissabon) sind erst 23 Jahre alt, Angreifer André Silva (AC Milan) ist gar erst 22.

Abgesehen von der Innenverteidigung verfügt die Selecao auf jeder Position über zum Teil sehr junge und talentierte Spieler. Portugal muss so für die Zeit nach Ronaldo nicht bange sein.

Portugals Chancen bei der WM 2018

Der Europameister Portugal ist ein Geheimfavorit auf den WM-Titel, mehr aber auch nicht. Schon bei der EURO konnte die Selecao nicht vollends überzeugen und schaffte nur als Gruppendritter hinter Ungarn und Island und ohne einen einzigen Sieg den Aufstieg in das Achtelfinale.

In der Gruppe B der WM 2018 bekommt es das portugiesische Nationalteam zudem mit Spanien zu tun, weshalb der Gruppensieg keineswegs garantiert ist. Die weiteren Gruppengegner Marokko und Iran sollten für Cristiano Ronaldo allerdings kein Hindernis auf dem Weg ins WM-Achtelfinale darstellen.

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Im Achtelfinale droht dann möglicherweise Uruguay, im Viertelfinale der WM in Russland könnte die Portugal auf Argentinien oder Frankreich treffen. Das Niveau in der KO-Runde wird so spätestens ab der Runde der letzten 8 brutal hoch sein – ob die portugiesische Auswahl das durchsteht, ist zweifelhaft.

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