Reinaldo Rueda verlässt Chile und wird Kolumbien-Trainer

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Nachdem der Startschuss aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden musste, sind in der Südamerika WM 2022 Qualifikation im Herbst dann doch die ersten vier Spieltage über die Bühne gegangen. Während sich Brasilien mit vier Siegen schadlos gehalten hat und mit Argentinien auch der zweite Favorit mit zehn von zwölf möglichen Punkten gut losgelegt hat, lief es für zwei weitere große Fußballnationen bislang nicht richtig rund.

Chile und Kolumbien belegen mit jeweils vier Zählern nur die Plätze sechs und sieben, die am Ende weder für die direkte Qualifikation noch für die Teilnahme an den interkontinentalen Play-offs, die dem Fünften eine Hintertür zur WM 2022 eröffnen, reichen würden.

Rueda verabschiedet sich mit ausgeglichener Bilanz

Beide stehen folglich schon unter einem gewissen Druck, wenn es Ende März mit dem fünften und sechsten Spieltag weitergeht. Kolumbien hat dann mit Spielen gegen Brasilien und in Paraguay zwei harte Nüsse zu knacken, während Chile gegen Paraguay und in Ecuador sicherlich auch nicht im Vorbeigehen punkten wird.

Noch offen ist unterdessen, wer im März bei Chile in verantwortlicher Position auf der Trainerbank sitzen wird. Nachdem sich der kolumbianische Verband bereits im Dezember mit Carlos Queiroz auf eine Trennung verständigt hatte, verkündete nun auch der chilenische Verband FFCH das Ende der Zusammenarbeit mit Reinaldo Rueda, der nach dreijähriger Amtszeit seinen Rücktritt erklärt hat und nun als Nationaltrainer in Kolumbien übernimmt.

Der 63-Jährige, der nach der verpassten Qualifikation für die WM 2018 La Roja übernommen und als größten Erfolg den vierten Platz bei der Copa America in Brasilien 2019 verbuchte, brachte es nach 27 Länderspielen mit Chile auf eine ausgeglichene Bilanz von zehn Siegen, sieben Unentschieden und zehn Niederlagen.

Rueda bereits von 2004 bis 2006 kolumbianischer Nationaltrainer

Während sich der chilenische Verband FFCH noch für „die Hingabe, die Arbeit und das Engagement“ Ruedas bedankt, wurde bereits spekuliert, dass der Kolumbianer in seiner Heimat die Nachfolge von Queiroz antreten könnte – und dies bestätigte sich dann auch.

Rueda war bereits 2002 interimsweise sowie von 2004 bis 2006 Nationaltrainer Kolumbiens und kehrt nun als erfahrener Coach auf die Bank der Cafeteros zurück.

Wer in Chile auf Rueda folgt, ist unterdessen noch offen. Klar ist aber das oberste Ziel, das der neue Mann ebenso wie der künftige kolumbianische Coach erreichen soll: die Qualifikation für die WM 2022, die noch mehr Bedeutung genießt als ein freilich auch nicht unwichtiges, gutes Abschneiden bei der analog zur Europameisterschaft 2021 verlegten Copa America 2021, die in Argentinien und in Kolumbien stattfindet.

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