Österreich: Torwartfrage vor den finalen EM-Qualifikationsspielen offen

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Die österreichische Nationalmannschaft ist nur noch einen Schritt von der zweiten Teilnahme an einer Europameisterschafts-Endrunde in Folge entfernt. Um bei der Fußball EM 2020 definitiv auf der ganz großen Bühne dabei zu sein, genügen der Auswahl des ÖFB zwei Punkte aus den letzten beiden Spielen in der ÖFB EM Quali am 16. November in Wien gegen Nordmazedonien und drei Tage später in Riga gegen Lettland.

Reichen würde auch schon ein Remis gegen Nordmazedonien, das in diesem Fall anders als Israel und Slowenien nicht mehr punktgleich mit Österreich werden könnte. Und gegen die beiden letztgenannten Nationen hat die ÖFB-Elf jeweils den direkten Vergleich gewonnen.

Man darf aber getrost davon ausgehen, dass Nationaltrainer Franco Foda seine Mannschaft mit dem Auftrag, die Partie zu gewinnen, ins Heimspiel gegen Nordmazedonien schicken wird. Der deutsche Fußball-Lehrer hat bei seiner Kadernominierung auf jeden Fall auf Überraschungen verzichtet.

Im Vergleich zu den letzten Länderspielen im Oktober sind David Alaba, Stefan Lainer, Philipp Lienhart und Florian Grillitsch nach überstandenen Verletzungen wieder dabei. Nach jeweils längeren Auszeiten wurden auch Jörg Siebenhandl und Alessandro Schöpf wieder berufen.

Pervan und Schlager als Favoriten

Siebenhandl ist einer von drei Torhütern im Aufgebot, die sich allesamt Chancen auf einen Einsatz ausrechnen dürfen. Denn mit Cican Stankovic (Red Bull Salzburg und Heinz Lindner (SV Wehen Wiesbaden) fallen die beiden ersten Torleute diesmal verletzungsbedingt aus. Der 29-jährige Siebenhandl ist mit zwei Länderspielen dabei bemerkenswerterweise der einzige Keeper im Aufgebot, der schon für die A-Elf im ÖFB Nationaltrikot auf dem Platz stand.

Alexander Schlager und Pavao Pervan warten hingegen noch auf ihr Debüt. Einer der beiden darf aber tendenziell gegen Nordmazedonien ran, gilt Siebenhandl doch als dritter Mann. Foda allerdings wollte sich bei der Vorstellung des Kaders noch nicht festlegen und machte damit allen drei Torleuten Hoffnung auf einen Einsatz: „Alle haben die Möglichkeit zu spielen, ich habe absolutes Vertrauen zu ihnen.“

Generell weiß Foda natürlich um die große Chance auf die EM-Teilnahme, warnte aber davor, den letzten Schritt als Selbstläufer zu betrachten: „Unsere Ausgangsposition hat sich klar verbessert, doch unterm Strich haben wir noch nichts erreicht. Wir müssen fokussiert weiterarbeiten und dürfen unter keinen Umständen nachlassen.“

Tritt seine Mannschaft so auf wie zuletzt, als aus sechs EM Quali 2020 Spielen 16 von 18 möglichen Punkten eingefahren wurden, stehen die Chancen auf eine Feier am Abend des 16. Novembers im Wiener Ernst-Happel-Stadion aber sicher nicht schlecht. Auch in der FIFA-Rangliste könnte sich das ÖFB-Team (derzeit Platz 25) verbessern.

Als EM 2020 Spielort ist Österreich bei der Endrunde im Sommer übrigens nicht vorgesehen.

Der österreichische Kader im Überblick

Tor: Alexander Schlager (Linzer ASK), Pavao Pervan (VfL Wolfsburg), Jörg Siebenhandl (Sturm Graz)

Abwehr: Christopher Trimmel (1. FC Union Berlin), Aleksandar Dragovic (Bayer Leverkusen), Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach), Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt), Philipp Lienhart (SC Freiburg), Stefan Posch (TSG 1899 Hoffenheim), Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg), David Alaba (FC Bayern München)

Mittelfeld: Louis Schaub (1. FC Köln), Stefan Ilsanker (RB Leipzig), Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen), Thomas Goiginger (Linzer ASK), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim), Konrad Laimer (RB Leipzig), Karim Onisiwo (1. FSV Mainz 05), Valentino Lazaro (Inter Mailand), Marcel Sabitzer (RB Leipzig), Alessandro Schöpf (FC Schalke 04)

Angriff: Michael Gregoritsch (FC Augsburg), Lukas Hinterseer (Hamburger SV), Marko Arnautovic (Shanghai SIPG)

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