Schafft es Thuram mit Frankreich zur EM 2021?

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Die Weltmeisterschaft 2018 in Russland gewann das französische Nationalteam mit einem Offensivtrio bestehend aus Antoine Griezmann, Kylian Mbappé und Olivier Giroud, das auch zweieinhalb Jahre später nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Equipe Tricolore ist.

Während Mbappé noch immer am Anfang seiner Karriere steht, genießt Griezmann in der französischen Nationalmannschaft ungleich größere Wertschätzung als beim FC Barcelona, wo der 29-Jährige auch in seiner zweiten Saison noch nicht richtig angekommen ist.

Der mittlerweile 34 Jahre alte Giroud spielt unterdessen beim FC Chelsea nur noch eine Nebenrolle und ist selbst als Joker, wenn überhaupt, nur noch für wenige Minuten gefragt.

Beim 4:2-Sieg zum Abschluss der Nations League 2020/2021 gegen Schweden stellte Giroud indes einmal mehr seinen Wert für die Nationalmannschaft unter Beweis und schraubte mit einem Doppelpack sein Konto auf nunmehr 44 Tore in 105 Länderspielen im Frankreich-Trikot.

Große Auswahl in der Offensive

Bei der EM 2021 wird Nationaltrainer Didier Deschamps kaum auf Giroud verzichten, obwohl Frankreich über ein riesiges Reservoir an Stürmern von internationalem Format verfügt.

Während Talente wie Amine Gouiri (OGC Nizza), Willem Geubbels (AS Monaco), Jonathan Ikoné (Lille OSC) oder Odsonne Edouard (Celtic Glasgow) noch auf ihre erste Nominierung warten, befinden sich aktuell selbst Akteure wie Kingsley Coman (FC Bayern München), Anthony Martial (Manchester United) und Wissam Ben Yedder (AS Monaco), die ihre Klasse schon in Top-Ligen und der Champions League hinreichend unter Beweis gestellt haben, in Wartestellung.

Ganz zu schweigen von zuletzt gar nicht berücksichtigten Offensivspielern wie Ousmane Dembelé (FC Barcelona), Florian Thauvin (Olympique Marseille), Nabil Fekir (Betis Sevilla) und Thomas Lemar (Atletico Madrid), die bei der WM 2018 allesamt noch zum Kader zählten und auf eine Rückkehr hoffen.

Einen Fuß in die Tür bekommen hat unterdessen Marcus Thuram, der im November erstmals berufen wurde und gleich drei Mal eingesetzt wurde. Verlief die Premiere gleich mit Startelfeinsatz bei der überraschenden 0:2-Niederlage im Testspiel gegen Finnland inklusive eines Lattentreffers aus aussichtsreicher Position noch unglücklich, durfte Thuram beim 1:0-Sieg in Portugal die letzte halbe Stunde lang ran und seinen ersten Sieg mit der Equipe Tricolore bejubeln. Beim 4:2 gegen Schweden stand der 23-Jährige dann wieder in der ersten Elf ran und trug mit zwei Vorlagen zum Erfolg bei.

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Thuram zeigt sich zurückhaltend

Ansprüche leitet Thuram, der sich seit seinem Wechsel von EA Guingamp zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2019 noch einmal weiterentwickelt hat, von seinen ersten Einsätzen indes nicht ab. “Es war eine große Ehre, Teil dieses Teams sein zu dürfen. Und klar, ich will jetzt so lange wie möglich dabeibleiben. Ich weiß, dass viel Arbeit im Training und gute Leistungen im Verein notwendig sind, damit ich wieder eingeladen werde“, zeigt sich der Sohn von Lilian Thuram, Weltmeister 1998, im “kicker“ betont zurückhaltend.

Auch angesprochen auf die mögliche Teilnahme an der EM 2021 ist Thuram weit davon entfernt, Ansprüche anzumelden: “Bis zum Sommer vergeht noch viel Zeit. Weitere Nominierungen werden letztendlich davon abhängen, wie ich mich mit der Borussia in den nächsten Monaten präsentiere und wie meine eigenen Leistungen ausfallen. Außerdem: In Frankreich haben wir sehr viele Spieler mit einer außergewöhnlichen Qualität. Das ist gut für die Nationalmannschaft“, ist sich Thuram der großen Konkurrenz bewusst.

Allerdings weiß er sicherlich auch, dass mit den Einsätzen im November seine Chance größer geworden ist, im Sommer 2021 dabei zu sein, wenn Frankreich nach dem Welt- und auch den Europameistertitel holen will. Die Equipe Tricolore trifft in EM Gruppe F auf Portugal, Deutschland und Ungarn und gilt bei den EM 2021 Wetten als einer der Top-Favoriten auf den Sieg.

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