Vertragsverlängerung von Griechenlands Nationaltrainer Skibbe

Auch wenn es nach dem Scheitern in den Play-offs zur Fußball WM 2018 nicht danach ausgesehen hat, bleibt Michael Skibbe doch weiter Nationaltrainer der griechischen Nationalmannschaft.

Der 52 Jahre alte Fußball-Lehrer, der mit seiner Mannschaft das Hinspiel der WM-Playoffs in Kroatien mit 1:4 verloren hatte und dann im Rückspiel in Piräus nicht über ein torloses Remis hinausgekommen ist, verlängerte seinen zuvor nur bis Ende November 2017 datierten Vertrag nun um zwei Jahre.

Skibbe wird die Auswahl Griechenlands somit in die Qualifikation für die EM 2020 führen, die das große Ziel der Hellenen ist, zumal daran wie schon 2016 wieder 24 Nationen teilnehmen und die Qualifikation zumindest auf dem Papier machbar sein sollte.

Präsident Grammenos mit Skibbes Arbeit zufrieden

Obwohl Skibbe vor allem von Seiten der nicht als zimperlich bekannten griechischen Presse personelle und taktische Fehler insbesondere beim letztlich entscheidenden Spiel in Kroatien vorgeworfen wurden, hielt der Verband am ehemaligen Bundesliga- und Bundestrainer fest.

Verbandspräsident Vangelis Grammenos lobte Skibbes Arbeit und hob hervor, dass es dem Coach gelungen sei, “aus einem wilden Haufen, gegen den jede andere Mannschaft gewinnen konnte, wieder ein Team zu machen.“ Durch die verpasste WM 2018 werde Skibbes zuvor hervorragende Arbeit keineswegs “annulliert“.

Griechenland war zuvor in der WM-Qualifikation auf dem zweiten Platz hinter einer überlegenen Auswahl Belgiens (hier alles über die belgische Nationalmannschaft bei der WM 2018) gelandet, hatte dem ansonsten neun Mal siegreichen Gruppensieger aber das einzige Remis abgetrotzt und gegen die übrigen Gegner Bosnien-Herzegowina, Estland, Zypern und Gibraltar bei fünf Siegen und drei Unentschieden nicht verloren.

Vor allem, dass in den zehn Gruppenspielen nur sechs Gegentore zugelassen wurden und damit altbekannte griechische Stärken wiederbelebt worden sind, spricht klar für das Wirken Skibbes. Der Deutsche hatte direkt nach der Pleite gegen Kroatien betont, unbedingt weitermachen zu wollen und an eine Zukunft mit dieser Mannschaft zu glauben.

Nächste Pflichtspiele erst im September 2018

Bis zum Start der neuen UEFA Nations League im September, die Einfluss auf die Auslosung der EM-Qualifikation hat und über die letztlich auch vier EM-Tickets vergeben werden, hat Skibbe nun knapp zehn Monate Zeit, um an einigen Stellschrauben zu drehen und den längst in die Wege geleiteten Neuaufbau einer schlagkräftigen Mannschaft weiter voranzutreiben.

Der seit Sommer 2017 für Bayer Leverkusen aktive, erst 18 Jahre alte Abwehrspieler Panagiotis Retsos dürfte dabei ebenso eine wichtige Rolle einnehmen wie die weiteren Bundesliga-Legionäre Sokratis (Borussia Dortmund) und Kyriakos Papadopoulos (Hamburger SV) sowie der für Olympique Marseille aktive Torjäger Konstantinos Mitroglou und Innenverteidiger Kostas Manolas (AS Rom)

Mit Andreas Samaris (Benfica Lissabon) und Konstantinos Fortounis (Olympiakos Piräus) sind weitere potentielle Eckpfeiler vorhanden. Das Potential, um den Sprung zur EM 2020 zu schaffen, dürfte grundsätzlich sicher vorhanden sein, wobei in Sachen Offensive schon noch Luft nach oben besteht.

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