Frankreichs Trainer Didier Deschamps verlängert bis 2020

In einer nicht einfachen Gruppe mit Schweden und den Niederlanden hat sich Frankreich in der WM-Quali 2018 letztlich als Erster durchgesetzt und auf direktem Weg das Ticket für die Endrunde in Russland gelöst.

Schon lange im Vorfeld dieses Turniers hat der französische Fußballverband FFF nun für langfristige Klarheit auf dem Trainerposten gesorgt und den bislang bis zum Ende der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 datierten Vertrag von Chefcoach Didier Deschamps um zwei weitere Jahre verlängert.

Damit ist klar, dass Frankreich auch bei der EM 2020, die erstmals verteilt über ganz Europa anstatt in einem oder zwei Ländern stattfinden wird, von Deschamps trainiert wird.

Der 49-Jährige, der 2012 nach einer mit dem Aus im Viertelfinale gegen Spanien (0:2) enttäuschenden EM in Polen und der Ukraine die Nachfolge von Laurent Blanc angetreten hat, ist nach Aussage von FFF-Präsident Noel Le Graet “der Beste, da gibt es keinen Zweifel“.

Bewusste Verlängerung zum jetzigen Zeitpunkt

Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte Le Graet zudem, dass die Vertragsverlängerung zum jetzigen Zeitpunkt eine bewusste Entscheidung ist, um ein Zeichen zu setzen und zu verhindern, dass während der Vorbereitung auf die WM 2018 und auch während des Turniers in Russland über die Zukunft von Deschamps diskutiert wird.

Deschamps, der selbst 103 Länderspiele im Frankreich-Trikot bestritten hat und als Spieler 1998 Welt- und 2000 Europameister wurde, präsentierte sich mit der Equipe Tricolore bei der WM 2014, seinem ersten Turnier in der Verantwortung, vielversprechend, zog aber unglücklich im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland mit 0:1 den Kürzeren. Nicht wenige Beobachter sahen in dieser Begegnung letztlich das vorgezogene Finale zwischen den beiden wohl besten Mannschaften des Turniers.

Bei EURO 2016 im eigenen Land machten es Deschamps und Frankreich im Halbfinale besser und warfen Deutschland mit 2:0 aus dem Turnier. Die Krönung blieb den “Les Bleus“ allerdings versagt, da das Finale trotz klarer Favoritenstellung gegen Portugal überraschend mit 0:1 verloren wurde.

Kader nochmals stärker dank Dembele und Co.

Klar ist aber dennoch, dass Frankreich bei der Endrunde in Russland zu den WM-Favoriten zählen wird. Nicht zuletzt deshalb, weil in den letzten Jahren hochveranlagte Talente wie Ousmane Dembele, Kylian Mbappe oder auch Thomas Lemar nachgerückt sind, die die den ohnehin schon überragend besetzten Kader weiter aufwerten.

Bevor es im Frühjahr in die konkretere WM-Vorbereitung geht, absolviert Frankreich zum Abschluss des Jahres 2017 noch ein internationales Testspiel gegen Deutschland.

Austragungsort dieser Begegnung ist am 14. November (20.45 Uhr) das RheinEnergieStadion in Köln, wo beide Trainer vermutlich das eine oder andere ausprobieren werden, die Qualität der Spieler auf dem Platz aber dennoch für hochklassigen Fußball sorgen sollte.

Bei der WM-Auslosung ist Frankreich übrigens wie Deutschland im ersten Lostopf gesetzt. Dem 7. der Fußball-Weltrangliste bleibt somit in der Gruppenphase ein Duell gegen den amtierenden Weltmeister erspart. Nach der Auslosung am 1. Dezember werden alle WM-Gruppen 2018 bekannt sein.