Offizieller WM-Ball 2018

Ohne sie ist kein Spiel möglich. Sie sind Anlass von Liebe und Hass zugleich. Die Rede ist natürlich von den WM-Bällen, die oft ein Dasein als viel zu selten besungene Helden fristen müssen.

Wir möchten dies ändern und stellen deshalb die WM-Bälle der letzten fünf Weltmeisterschaften sowie das offizielle Spielgerät der WM-Qualifikation 2018 für die Endrunde in Russland vor. Alle WM-Bälle seit 1970 werden vom deutschen Sportartikel-Hersteller Adidas angefertigt.

Der offizielle Spielball für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist noch nicht bekannt. Sobald wir nähere Informationen zum Ball der WM 2018 haben, findest du sie natürlich auf dieser Seite. Wenn du dich auch für den offiziellen Ball zum Confed Cup 2017 interessierst, schaue dich auf der verlinkten Seite um.

WM-Qualifikationsball 2018: European Qualifiers

Der WM-Qualifikationsball 2018 für Europa vertraut auf die gleiche Panelform, wie sie schon der offizielle EM Ball 2016 hatte. Auch technisch scheint Adidas nichts geändert zu haben.

Optisch gibt es allerdings große Neuerungen: Der Ball, mit dem die europäischen Teams versuchen, die Endrunde der WM in Russland zu erreichen, setzt auf einen rot-weiß-grauen Grafikdruck.Jener zeigt den Ausblick, den man als Stadionbesucher hat. Fankultur und das Geschehen auf dem Platz sollen auf diese Weise geschickt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt werden.

Überdies ist auch in Schwarz das offizielle Turnierlogo zu sehen, das zusätzlich den Schriftzug „European Qualifiers“ enthält. Für die Spiele im Winter ist der Hintergrund des Balls nicht in Weiß, sondern in Orange gehalten. Die Stadionszene ist Blau und Schwarz.

2014 in Brasilien: Brazuca

An die WM 2014 in Brasilien denkt wohl jeder deutsche Fußballfan sehr gerne zurück, schließlich endete das Turnier mit dem Titelgewinn. Hersteller Adidas brachte zum Turnier in Südamerika den Brazuca als offiziellen WM-Ball mit. Die Kugel zeigt die brasilianischen Landesfarben sowie Rot, Blau und Schwarz, die in einem wilden Muster auf weißem Hintergrund angeordnet sind. Dies soll für Lebensfreude und Vielfalt stehen.

Der Brazuca vertraute auf ein Design, das metaphorisch für das stand, was die WM in Brasilien insgesamt sein wollte. Eine bunte Party. Technisch fertigte Adidas die Kugel aus einem speziellen Temperatur regulierenden Material. Der WM-Ball sollte auf diese Weise problemlos mit den häufig sehr hohen Temperaturen in Brasilien umgehen können.

2010 in Südafrika: Jabulani

Für die WM 2010 gab es zu einer echten Premiere. Erstmals durfte ein afrikanisches Land eine Weltmeisterschaft ausrichten. Und trotz aller Skepsis im Vorfeld machte Südafrika einen hervorragenden Job und organisierte ein tolles Turnier. Der offizielle WM-Ball war der Adidas Jabulani. Als Grafiken sind auf dem Spielgerät die Landesfarben Südafrika zu sehen: Rot und Gelb sind dabei dominant. Schwarz erscheint als gekonnter Kontrapunkt.

Aber noch wichtiger als die Landesfarben ist das, was unter dem Jabulani verborgen ist: Der WM-Ball 2010 setzt sich aus acht dreidimensional geformten Panels zusammen. Jene machten den Ball noch einmal runder und ermöglichten saubere Technik auch unter hohem Tempo. Das spanische Kurzpassspiel, das bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika seine Perfektion erlebte, ist ein beeindruckendes Zeugnis hierfür. Adidas arbeitete zudem Rillen in den Ball ein, welche die Aerodynamik der Kugel optimierten. Die Flugeigenschaften des Jabulani suchten ihresgleichen.

2006 in Deutschland: Teamgeist

2006 war es endlich soweit. Es kam zu dem Ereignis, auf das sich alle deutschen Fußballfans seit der Vergabe des Turniers 2000 gefreut hatten: Die WM fand in Deutschland statt – das heute legendäre Sommermärchen wurde wahr. Auf der Bank der deutschen Nationalmannschaft saß, damals freilich noch als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann, ein gewisser Jogi Löw. Adidas wusste, dass man zum Heimturnier einen ganz besonderen Ball präsentieren müsse. Heraus kam der +Teamgeist.

Elegant spielte der Hersteller mit den deutschen Landesfarben Schwarz-Rot-Gold sowie den deutschen Teamfarben Schwarz und Weiß. Gerade Schwarz und Gold wurden als dominierende Farbtöne auf weißem Hintergrund eingesetzt. Der Ball besteht aus 14 Panels, die für eine äußert runde Struktur sorgen. Außerdem wurde die Kugel wasserabweisend gestaltet. Gerade diesbezüglich setzte der WM-Ball 2006 neue Maßstäbe. Nie zuvor hatte ein Ball derart gut seine Eigenschaften auch an verregneten Tagen behalten.

2002 in Japan und Südkorea: Fevernova

2002 fand die WM zugleich in Japan wie auch in Südkorea statt. Der deutsche Hersteller brachte hierfür den Fever Nova – „neues Fieber“ – auf die Plätze der WM-Spielorte und in die Läden für die Fans. Den Ball ziert ein buntes Design, das auf die Farben Gold, Grau und Rot vertraut.

Es hat eine besondere Form, die an die asiatische Kultur erinnern soll und zugleich einen Eindruck von Dynamik vermittelt. Wie schon 1998 war auch der WM-Ball 2002 mit Schaum gefüllt. Für die Außenhaut hatte Adidas allerdings eine neue Idee. Eine dreilagiges Polymer-Gewebe wurde hergestellt. Jenes sorgte für eine wesentlich präzisere Flugbahn und erhöhte, weil die Kugel runder als jeder Fußball zuvor war, für ein deutlich höheres Spieltempo.

1998 in Frankreich: Adidas Tricolore

Ganz im Sinne von Gastgeber Frankreich trug der WM-Ball 1998 den Namen Adidas Tricolore. Erkennbar waren die drei Farben auf der Kugel allerdings nur, wenn man ganz genau hinsah. Blau dominierte stark. Die weitere französische Landesfarbe rot wurde sehr dezent in die umlaufenden blauen Grafiken eingearbeitet. Weiß, um die Landesflagge der Franzosen zu vervollständigen, war der Hintergrund der Kugel. Zu seiner Zeit war der Adidas Tricolore der modernste Fußball aller Zeiten, setzte er doch konsequent auf eine Schaumfüllung sowie auf eine Lederhaut.