Verzichtet Löw auch auf Jonas Hector?

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Vergangene Woche hat Bundestrainer Joachim Löw mit der Ausbootung der drei Weltmeister Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller für reichlich Aufsehen gesorgt.

Umso gespannter darf man nun darauf sein, welchen Kader der Bundestrainer am Freitag für die ersten Länderspiele des Jahres gegen Serbien (Testspiel am 20. März) und zum Deutschland EM-Quali Auftakt in den Niederlanden (24. März) vorstellen wird (zum EM 2020 Qualifikation Spielplan).

Spekuliert wird im Vorfeld nicht nur über mögliche Neulinge, sondern auch darüber, dass Löw noch auf einen weiteren altgedienten Nationalspieler verzichten könnte.

Jonas Hector nicht mehr dabei?

Dabei handelt es sich um Jonas Hector, der seit seinem Debüt im Herbst 2014 bisher 42 Länderspiele im DFB Trikot bestritten hat und in den vergangenen Jahren die Nummer eins auf der linken Abwehrseite war.

Allerdings entzündet sich schon länger Kritik daran, dass der Bundestrainer weiterhin auf Hector setzt, obwohl sich dieser im vergangenen Sommer nach dem Abstieg des 1. FC Köln zum Verbleib auch in der 2. Bundesliga entschieden hat. Hinzu kommt, dass Hector gemessen an den Erwartungen an einen Nationalspieler allenfalls eine mittelmäßige Saison spielt und bei den Geißböcken nur noch selten auf der linken Außenbahn eingesetzt wird.

Beim jüngsten 5:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld vertrat Hector den erkrankten Rafael Czichos als linkes Glied der Dreier-Abwehrkette und zuvor agierte der 28-Jährige meist im zentralen Mittelfeld, allerdings ohne die ganz großen Akzente zu setzen.

Ex-Profi Thorsten Legat sorgte in den vergangenen Tagen mit einem selbstaufgenommenen Video mit harscher Kritik an Löws Entscheidung gegen Boateng, Hummels und Müller sowie das Festhalten an Hector nach dem Kölner Abstieg für Schlagzeilen: “Du hast einen Zweitliga-Spieler und schiebst den rein in die Nationalmannschaft. Dabei haben wir in der ersten Liga gute Spieler auf der linken Seite“, kritisierte Legat und forderte zugleich, einem anderen Linksverteidiger eine Chance zu geben.

Schulz und Halstenberg als Konkurrenten

Das freilich hat Löw mit Nico Schulz von der TSG 1899 Hoffenheim bereits getan, der auch jetzt wieder im Kader erwartet wird. Und vor einem Kreuzbandriss war auch Marcel Halstenberg von RB Leipzig bereits im Kreise der DFB-Elf dabei. Anders als Philipp Max, den der Bundestrainer trotz guter Leistungen beim FC Augsburg noch nicht berücksichtigt hat.

Marvin Plattenhardt, der bei der WM 2018 noch als Hector-Backup zum Kader zählte, spielte unterdessen schon im Herbst keine Rolle mehr und muss auch bei Hertha BSC um seinen Platz kämpfen. Dort hat sich Maximilian Mittelstädt in den Vordergrund gespielt, der auf absehbare Zeit oder vielleicht schon in der EM 2020 Qualifikation auch ein Kandidat für die Nationalmannschaft werden könnte.

Hinlänglich bekannt ist freilich auch die Wertschätzung, die Hector bei Joachim Löw genießt. Der Bundestrainer lobte mehrfach die Verlässlichkeit des gebürtigen Saarländers, der im Nationalteam immer wieder auch offensiv Akzente setzte und es in seinen 42 Spielen für Deutschland auf immerhin drei Tore und zehn Assists bringt.

Es wäre daher überraschend, würde Löw ohne vorheriges Gespräch wie mit Hummels und Co. auf den Kölner verzichten. Klar ist aber auch, dass Hector im Verein wieder bessere Leistungen bringen und ab dem Sommer wieder erstklassig spielen muss, um längerfristig eine Perspektive in der DFB-Auswahl zu haben und womöglich auch bei Europameisterschaft 2020 dabei zu sein.

Bei den EM-Quali Wetten liegt Deutschland in EM 2020 Quali Gruppe C mit einer Quote von 1,5 vor der Niederlande (Quote 2,4), Nordirland (35), Estland (200) und Weißrussland (250).

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