EM 2021 ohne Zuschauer für Oliver Bierhoff denkbar

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Vier Spieltage sind in der Bundesliga seit dem Mitte Mai erfolgten Re-Start mittlerweile absolviert und auch, wenn die leeren Ränge mittlerweile ein fast schon gewohntes Bild sind, mag man sich doch nicht an Partien ohne Zuschauer gewöhnen.

Wie lange noch keine Fans in den Stadien live dabei sein können, lässt sich im Moment schwer prognostizieren. Zwar gibt es in einigen Ländern wie Serbien, Ungarn oder Tschechien bereits Lockerungen, die Zuschauern das Stadionerlebnis ermöglichen, doch wann auch in den großen Ligen Spiele wieder von 60.000 Zuschauern oder mehr stattfinden können, ist aktuell offen und wird wohl wesentlich davon abhängen, wann flächendeckend ein Impfstoff gegen das Corona-Virus vorhanden ist.

Bierhoff: Die Spieler wollen die EM unbedingt spielen

Die im März von der UEFA noch zu Beginn der Pandemie beschlossene Verlegung der Europameisterschaft auf den Sommer 2021 war aus heutiger Sicht definitiv die richtige Entscheidung. Wenn eigentlich am 12. Juni der Startschuss zur EURO 2020 hätte erfolgen sollen, nimmt gerade die spanische La Liga ihren Betrieb wieder auf. Die englische Premier League und die italienische Serie A lassen sich noch ein paar Tage mehr Zeit. Gespielt wird in den anderen großen Fußballnationen wie in Deutschland aber nur vor leeren Rängen.

In einem Jahr sollen hingegen die Spiele der EM 2021 nach Möglichkeit wieder in vollen EM-Stadien und eingebettet in einen normalen Alltag ausgetragen werden. Derzeit allerdings muss man sich auch mit anderen Szenarien befassen.

Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat nun im Interview mit dem “Kicker“ angedeutet, dass gegebenenfalls auch eine Geister-EM zum Thema werden könnte: “Ich kann mir vorstellen, dass die UEFA eine Europameisterschaft notfalls auch ohne Zuschauer prüfen würde“, so der 52-Jährige, der als Grund für derlei Überlegungen unter anderem wirtschaftliche Verpflichtungen sowohl von der UEFA als auch vom DFB nennt.

Zudem betont Bierhoff auch den Wunsch der Spieler, eine EM zu spielen, für die man sich auf sportlichen Weg qualifiziert hat und die letztlich ja nur alle vier Jahre auf dem Programm steht.

EM-Vorbereitung bleibt unverändert

Beim DFB plant man natürlich bereits für die EM 2021, wobei sich zumindest an der EM-Vorbereitung, die im österreichischen Seefeld absolviert werden soll, und am Hauptquartier bei Adidas in Herzogenaurach nichts ändern soll. “Das ist der Plan, und es freut mich, dass beide Partner uns sofort zugesagt haben, auch im nächsten Jahr kommen zu dürfen. Ich bin jedoch gespannt, ob wir 2021 so viel Zeit haben, uns auf ein Turnier vorzubereiten, wie in den anderen Jahren. Der Rahmenterminkalender wird sicherlich noch voller aufgrund der vielen Verschiebungen“, deutet Bierhoff indes auch an, dass möglicherweise Anpassungen nötig sein werden.

Nicht nötig sind aus Sicht von Bierhoff unterdessen die wieder aufgekeimten Spekulationen um ein Comeback von eigentlich von Bundestrainer Joachim Löw ausgemusterten Spielern wie Thomas Müller oder Mats Hummels im DFB-Trikot: “Ich freue mich sehr für Thomas, wie er gerade aufspielt. Aber Jogi hat seine Entscheidung sehr deutlich gemacht, dass er den Spielern, die zuletzt dabei waren und bei uns überzeugt haben, die Stange hält. Ich finde, dass man das anerkennen muss: Er hat sich für einen harten Schnitt entschieden, zu dem er steht, und er hat den jungen Spielern sein Vertrauen ausgesprochen“, rechnet Bierhoff offenkundig nicht mit einer Kehrtwende des Bundestrainers in diesen Personalien.

In der deutschen Nationalmannschaft 2021 werden Müller und Hummels also so gut wie sicher nicht dabei sein. Dann trifft das DFB-Team in EM Gruppe F auf Weltmeister Frankreich, dem amtierenden Europameister Portugal und dem Sieger aus Nations League Playoff D, der im Herbst 2020 ermittelt werden soll.

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