David Alaba bei der EM kein Bayern-Spieler mehr?

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Davon ausgehend, dass die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga der am gestrigen Dienstag ausgesprochenen Empfehlung des DFL-Präsidiums, den Spielbetrieb bis mindestens 30. April auszusetzen, folgen werden, sind aktuell auch die Profis des FC Bayern München zum Nichtstun verurteilt. Der eine oder andere Akteur des deutschen Rekordmeisters nutzt die Zwangspause indes, um sich Gedanken über seine Zukunft zu machen.

Dazu gehört auch David Alaba, dessen Vertrag am 30. Juni 2021 ausläuft und der bislang dem Vernehmen nach nicht zu Gesprächen über eine Verlängerung bereit war. Nun aber sorgte der 27-Jährige damit für Aufsehen, künftig offenbar vom renommierten Spielerberater Pini Zahavi begleitet zu werden.

Zahavi gilt als Schwergewicht in der Branche und war unter anderem am 222 Millionen Euro schweren Rekordtransfer von Neymar zu Paris St. Germain maßgeblich beteiligt. Schon Robert Lewandowski setzte vor knapp zwei Jahren auf die Dienste Zahavis, wechselte damals aber letztlich nicht zu Real Madrid, sondern erhielt beim FC Bayern ein verbessertes Arbeitspapier.

Barcelona und Real Madrid interessiert?

Alaba will nun wohl zusammen mit Zahavi in den Gesprächen mit dem FC Bayern das Optimum herausholen oder aber zu einem internationalen Spitzenklub wechseln. Dabei halten sich seit Wochen hartnäckig Spekulationen, dass mit dem FC Barcelona und Real Madrid gleich beide spanischen Großmächte Interesse bekunden sollen. Sollte Alaba auf den Markt kommen, würden darüber hinaus mutmaßlich auch Vereine aus der Premier League ihren Hut in den Ring werfen.

Zunächst aber sind Gespräche zwischen dem FC Bayern und Alaba zu erwarten. Und dabei scheint neben den Finanzen auch ein sportlicher Aspekt eine Rolle spielen.

Denn wie “Bild“ berichtet, soll Alaba nicht erfreut darüber sein, dass Joshua Kimmich nun weitgehend regelmäßig im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommt, wo er selbst nie wirklich die Chance erhalten hat, sich festzuspielen. So soll bei der letzten Verlängerung mit Alaba im März 2016 auch vereinbart worden sein, dass sich der Allrounder im Mittelfeld beweisen darf – also dort, wo er im ÖFB-Trikot eine feste Größe ist.

Auch bei der EURO 2021 wird der einfache Vater wohl auf dieser Position zum Einsatz kommen. Aus dem Österreich EM-Kader ist Alaba jedenfalls nicht wegzudenken. Die österreichische Nationalmannschaft spielt in EM Gruppe C gegen die Niederlande, Ukraine und dem Sieger der Nations League Playoffs D, die nun für Juni 2020 angesetzt sind.

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Alphonso Davies als neuer Konkurrent auf links

Doch anstatt Alaba durfte sowohl unter dem entlassenen Niko Kovac als auch unter dem aktuellen Coach Hans-Dieter Flick der zuvor als Rechtsverteidiger eingesetzte Kimmich verstärkt im Mittelfeld ran, wohingegen Alaba linker Verteidiger blieb. Aufgrund der Personalsorgen in der Innenverteidigung rückte Alaba in den vergangenen Monaten allerdings ins Abwehrzentrum, während links Alphonso Davies zum Shooting-Star avancierte. Sobald Niklas Süle und Lucas Hernandez nach ihren Verletzungspausen wieder voll fit sind, könnte es für Alaba damit gänzlich eng werden in Sachen Startelf.

Auch das könnte in den Überlegungen des gebürtigen Wieners, der aktuell laut einer “Bild“-Schätzung mit 15 Millionen Euro pro Jahr zu den Top-Verdienern zählen soll, eine Rolle spielen. Abzuwarten gilt derweil in wirtschaftlicher Hinsicht, wie sich die Corona-Krise auf die Gehälter im Profi-Fußball auswirkt.

Nicht unwahrscheinlich, dass es auf absehbare Zeit nicht mehr zu weiteren Steigerungen kommt – und Alaba sowohl bei den Bayern als auch bei einem möglichen neuen Arbeitgeber Einbußen hinnehmen muss.

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