Schweiz mit zehn Bundesliga-Legionären gegen Deutschland

Veröffentlicht am Kategorien EM 2021 News, Nations League

Seit dem lockeren 6:1 über Gibraltar im November 2019 sind über neun Monate vergangenen, wenn die Nationalmannschaft der Schweiz in der Vorbereitung auf den Start in die UEFA Nations League 2020/2021 am 3. September in der Ukraine und drei Tage später im heimischen Basel gegen Deutschland zusammenkommt.

Trainer Vladimir Petkovic hofft natürlich trotz der nicht einfachen Aufgaben auf einen erfolgreichen Re-Start, bei dem er allerdings auf gleich mehrere verletzte bzw. noch nicht wieder ganz fitte Spieler im Schweiz Kader verzichten muss. Remo Freuler, Cedric Itten, Admir Mehmedi, Fabian Schär und Denis Zakaria, die ansonsten fest zum Kreis der Nati gehören, fehlen deshalb ebenso wie Edimilson Fernandes und Eray Cömert nach positiven Corona-Tests.

Nicht dabei ist darüber hinaus auch Xherdan Shaqiri, dessen 82. und bislang letztes Länderspiel im Schweiz-Trikot am 9. Juni 2019 die Niederlage nach Elfmeterschießen im Spiel um Platz drei der Nations League 2018/19 gegen England war. Der 28-Jährige hätte eigentlich zur neuen Saison zurückkehren sollen, doch setzte sich Shaqiris Verletzungspech der vergangenen Monate, das den Mittelfeldmann auch beim FC Liverpool in der Regel zum Zuschauen zwang, nahtlos fort.

“Leider ist er letzten Mittwoch ausgerutscht und hat sich verletzt. Es zwickt im Oberschenkel. Das MRI hat gezeigt, dass er verletzt ist“, verriet Trainer Petkovic auf der Pressekonferenz am Freitag, dass sich Shaqiri im Trainingslager der Reds in Liverpool erneut eine Blessur zugezogen hat.

Zwei Talente erstmals dabei

Während sich Shaqiris Rückkehr weiterhin verzögert, dürfen mit dem 19-jährigen Mittelfeldspieler Simon Sohm und dem noch einem Jahr jüngeren Innenverteidiger Becir Omeragic zwei Top-Talente des FC Zürich auf ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft hoffen. “Die beiden sollen mir positive Signale senden, ohne von sich zu viel zu erwarten“, machte Petkovic deutlich, die beiden Youngsters eher als Perspektivspieler zu sehen.

 

Besonders heiß ist man in der Schweiz natürlich auf das Aufeinandertreffen mit der deutschen Mannschaft. Auch deshalb, weil gleich zehn Profis aus dem aktuellen Kader ihr Geld in der Bundesliga verdienen. Hinzukommen noch der gerade an die PSV Eindhoven verliehene Yvon Mvogo, Ricardo Rodriguez, Granit Xhaka, Mario Gavranovic und Haris Seferovic, die alle ebenfalls eine Vergangenheit in Deutschland haben.

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Der Kader der Schweiz im Überblick

Tor: Yvon Mvogo (PSV Eindhoven), Jonas Omlin (HSC Montpellier), Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach)

Abwehr: Manuel Akanji (Borussia Dortmund), Loris Benito (Girondins Bordeaux), Nico Elvedi, Michael Lang (beide Borussia Mönchengladbach), Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg), Becir Omeragić (FC Zürich), Ricardo Rodríguez (FC Turin), Silvan Widmer (FC Basel)

Mittelfeld: Michel Aebischer, Christian Fassnacht (beide Young Boys Bern), Simon Sohm (FC Zürich), Steven Zuber, Moussa Sow (beide Eintracht Frankfurt), Renato Steffen (VfL Wolfsburg), Granit Xhaka (FC Arsenal)

Angriff: Albian Ajeti (Celtic Glasgow), Breel Embolo (Borussia Mönchengladbach), Mario Gavranović (Dinamo Zagreb), Haris Seferović (Benfica Lissabon), Ruben Vargas (FC Augsburg)

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