Joachim Löw nominiert drei Neulinge für DFB-Kader

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Eineinhalb Wochen nach der aufsehenerregenden Ausmusterung der drei Weltmeister Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller hat Bundestrainer Joachim Löw einen 23-köpfigen Kader für das Testspiel am 20. März gegen Serbien und den Start in die EM-Qualifikation vier Tage später in den Niederlanden bekannt gegeben.

Im Rahmen einer Pressekonferenz äußerte sich Löw zudem zu den vielen in den vergangenen Tagen aufgekommenen Fragen die Zukunft der Nationalmannschaft betreffend.

Hector bleibt im Fokus

“Wir wollen mit einer anderen Spielidee in die EM-Quali gehen“, war die Kernerkenntnis von Löw nach einer eingehenden Analyse des mit dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 und dem Abstieg aus der Nations League Liga A völlig enttäuschenden vergangenen Jahres.

„Es steht ein neuer Zyklus bevor. Es war unumgänglich, gewisse Veränderungen vorzunehmen“, so Löw auch in Bezug auf den Verzicht auf Hummels, Boateng und Müller. Neben den drei Profis des FC Bayern München wird mit Jonas Hector ein weiterer langjähriger Nationalspieler im Deutschland-Trikot fehlen.

Der Linksverteidiger, der mit dem 1. FC Köln nur in der 2. Bundesliga spielt und dort nicht immer überzeugen konnte, ist nach 42 Länderspielen erst einmal außen vor. Hector, der in Köln zudem nur noch selten auf der linken Außenbahn agiert, bleibt aber im Fokus und zählt laut Löw weiterhin zum Kreis der DFB-Auswahl.

Halstenberg und Schulz im Duell um die linke Abwehrseite

Auf der linken Abwehrseite kehrt dafür nach eineinhalbjähriger Abwesenheit Marcel Halstenberg von RB Leipzig in den Kreis der Nationalmannschaft zurück, der nach seinem Debüt im Herbst 2017 lange verletzt ausgefallen ist.

Halstenberg liefert sich in der DFB EM-Qualifikation mit Nico Schulz ein Duell auf der linken Außenbahn, auf der mit Lukas Klostermann auch ein zweiter Akteur von RB Leipzig auflaufen könnte. Klostermann ist aber vor allem ein Kandidat für die rechte Seite und einer von drei Neulingen im Kader.

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Erstmals dabei sind außerdem Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein vom SV Werder Bremen und Innenverteidiger Niklas Stark von Hertha BSC.

Nicht dabei ist hingegen Mario Götze, mit dessen Rückkehr nach starken Leistungen im Trikot von Borussia Dortmund vielfach gerechnet wurde. Löw ließ aber immerhin durchblicken, die guten Leistungen des Finalhelden der WM 2014 registriert zu haben.

Der deutsche Kader für die anstehenden Länderspiele im Detail:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen), Niklas Stark (Hertha BSC), Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann (beide RB Leipzig)

Mittelfeld/Sturm: Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Maximilian Eggestein (Werder Bremen), Serge Gnabry (Bayern München), Leon Goretzka (Bayern München), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen), Joshua Kimmich (Bayern München), Toni Kroos (Real Madrid), Marco Reus (Borussia Dortmund), Leroy Sané (Manchester City), Timo Werner (RB Leipzig)

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