Bleibt Jonas Hector langfristig im DFB-Team?

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Während Bundestrainer Joachim Löw auch in den DFB EM 2020 Qualifikation Spielen  am 8. Juni in Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland auf den im Trikot von Borussia Dortmund formstarken Mario Götze verzichtet, ist Jonas Hector etwas überraschend in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft zurückgekehrt.

„Jonas Hector hatte keine einfache Phase in Köln, er hat Charakter und Mentalität bewiesen und gehörte beim FC in dieser Aufstiegssaison konstant zu den Leistungsträgern. Wir haben ihn nicht aus den Augen verloren, er hat sich eine erneute Berufung verdient“, begründete Löw gegenüber dem “Kicker“ die Rückkehr des 28-Jährigen ins Deutschland-Trikot, der zuvor das letzte seiner 42 Länderspiele beim 3:0-Testspielsieg im November 2018 gegen Russland absolviert hatte.

Beim Start ins neue Jahr gegen Serbien (1:1) und zum Auftakt der EM 2020 Qualifikation Gruppe C in den Niederlanden (3:2) hatte Löw auf Hector verzichtet. 

Verschiedene Rollen in Köln

Ein Grund für den Verzicht auf den gebürtigen Saarländer war neben entgegen der Aussagen von Löw längst nicht immer überzeugenden Leistungen für den 1. FC Köln auch das Fehlen einer Stammposition.

Hector, der nach seinem Debüt im Herbst 2014 vier Jahre lang auf der linken Abwehrseite der Nationalmannschaft weitgehend gesetzt und konkurrenzlos war, kam in Köln unter Trainer Markus Anfang häufiger im zentralen oder gar offensiven Mittelfeld sowie vereinzelt auch als Innenverteidiger einer Dreierkette zum Einsatz.

Erst nach der Entlassung von Anfang agierte Hector wieder fix als Linksverteidiger in einer Viererkette und in dieser Rolle ist der Kölner wohl auch für Löw weiterhin eine gute Alternative.

Allerdings ist Hector in den vergangenen Monaten gleich doppelte Konkurrenz erwachsen. Zum einen in Marcel Halstenberg von RB Leipzig, der gegen Serbien in einer Viererkette links verteidigte. Zum anderen und vor allem in Nico Schulz, der mit seiner Schnelligkeit und seinem Offensivdrang prädestiniert ist für die Rolle auf der linken Außenbahn vor einer Dreierkette.

Auf diese Variante setzte Bundestrainer Löw beim wichtigen 3:2-Sieg in den Niederlanden, als der gerade von der TSG 1899 Hoffenheim zu Borussia Dortmund gewechselte Schulz überdies kurz vor Schluss den Siegtreffer im ersten Spiel der EM 2020 Qualifikation markierte.

Hectors Vielseitigkeit als Trumpf?

Nichtsdestotrotz ist Hector, der von Löw für eine Zuverlässigkeit sehr geschätzt wird, auch in Zukunft und mit Blick auf die Fußball Europameisterschaft 2020 eine gute Rolle in der Nationalmannschaft zuzutrauen.

Insbesondere natürlich dann, wenn der Kapitän der Geißböcke unter dem neuen Kölner Trainer Achim Beierlorzer als Linksverteidiger gesetzt bleibt und in der Bundesliga wieder überzeugen kann.

Und auch wenn es vermutlich nicht der Plan ist, dürfte der Bundestrainer auch die Vielseitigkeit Hectors im Hinterkopf haben, die gerade bei großen Turniere wichtig werden könnte.

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