Saudi-Arabien WM 2022 Star – Fahad Al-Muwallad

Wenn am 21. November 2022 die Weltmeisterschaft in Katar mit dem WM-Eröffnungsspiel gestartet wird, kämpfen die besten 32 Mannschaften des Planeten um den Titel. WM 2022 Favoriten sind sie allerdings fraglos nicht alle. Für einige Teams ist es ein Erfolg, überhaupt dabei zu sein. Das Erreichen der KO-Runde wäre der größte Triumph der Verbandsgeschichte. Ein Beispiel hierfür ist Saudi-Arabien. Das Land ist auf der arabischen Halbinsel zwar konkurrenzfähig, darüber hinaus nur selten. Da die WM aber in der eigenen Region stattfindet, sind die Hoffnungen umso größer, dass der unerwartete Erfolg gelingt und das Team die Gruppenphase überstehen wird.

Dabei liegt eine besondere Last auf den Schultern Fahad Al-Muwallads. Der offensive Mittelfeldspieler ist der wohl beste Akteur seines Landes bei der WM 2022. Entsprechend soll er das Team anführen und in den schwierigen Momenten die nötigen Impulse geben, um erfolgreich zu sein. Kein Zweifel besteht daran, dass diese problematischen Situationen kommen werden.

Fahad Al-Muwallad im WM-Star-Check

Die wichtigsten Infos🇸🇦 Fahad Al-Muwallad
VereinFC Ittihad 🇸🇦
Positionoffensives Mittelfeld
Geburtsdatum14.09.1994
Größe1,67 m
Einsätze/Tore Nationalmannschaft48/10 (Stand: 30. Mai 2022)
Marktwert1 Mio. € (Stand: 30. Mai 2022)
Größter Erfolg mit NationalteamWM-Teilnahme 2018 & 2022

Al-Muwallad mehr als nur ein Name unter vielen?

Falls du den Namen Fahad Al-Muwallad noch nie gehört hast, bist du sicherlich nicht der Einzige. Der durchschnittliche europäische Fan dürfte dein Schicksal teilen. Dies zeigt zugleich, dass der Akteur sicherlich nicht nur mit der Mannschaft Erfolg haben möchte, sondern auch die WM als Bühne nutzen will. Nach dem Turnier sollst du wissen, wer er ist. Aber kann er dieses Ziel erreichen? Schauen wir uns seinen Werdegang im Detail an.

Vereinskarriere beginnt in der Heimat

Über die Jugendzeit Al-Muwallads ist wenig bekannt. Wir wissen, dass er recht früh mit dem Fußball begann und schließlich den Scouts des FC Ittihad auffiel, die ihn in die Jugendabteilung ihres Klubs holten. Zudem hält sich aus der Jugendzeit hartnäckig eine Legende: Al-Muwallad soll tatsächlich zuerst den Scouts des FC Barcelona aufgefallen sein, die ihn auch zu den Katalanen holten wollten.

Ihnen soll er seinen Spitznamen „Messi Saudi-Arabiens“ verdanken. Demnach lehnte der Spieler damals den Wechsel ab und entschied sich lieber dazu, dem Spitzenverein seines Heimatlandes beizutreten.

Der Durchbruch in Saudi-Arabien

Bei Ittihad rückte der offensive Mittelfeldspieler schnell in den Profikader auf. Schon 2011 machte er sein erstes Spiel für das A-Team. Damals wurde er auch wiederholt als Angreifer getestet. Bis zum heutigen Tag läuft er teilweise ebenfalls auf dieser Position auf. Mit seiner neuen Mannschaft erreichte er dabei durchaus beachtliche Erfolge. 2013 gewann Ittihad den Kings Cup (eine Art erweiterter nationaler Super Cup).

2016-17 sicherte sich die Mannschaft ebenfalls den Crown Prince Cups (Pokalwettbewerb, der wesentlich auf dem Ergebnis der Meisterschaft basiert). Die folgenden Super-Cup-Begegnungen verlor Al-Muwallad allerdings mit Ittihad. Er selbst sicherte sich in dieser Zeit noch eine viel beachtete Auszeichnung: als wertvollster Spieler des 2013er Kings Cups.

Leihe nach Spanien und Rückkehr nach Ittihad

2018 wechselte Al-Muwallad leihweise für einige Monate nach Spanien zu UD Levante. Zuvor hatten der iberische und der saudische Verband eine Kooperation beschlossen. Einige Spieler des Landes sollten bei Mannschaften aus La Liga und der zweithöchsten Spielklasse für ein halbes Jahr eine Heimat finden. Ziel der Kooperation war es offiziell, dass Saudi-Arabien ein konkurrenzfähiges Team zur WM 2018 nach Russland schicken könnte.

Neben Al-Muwallad gingen acht weitere Akteure auf die iberische Halbinsel, um sich auf höchstem Niveau zu beweisen. Wirklichen Eindruck konnte der Offensivmann allerdings nicht machen. Er lief nur in zwei Spielen auf und konnten keinen Treffer erzielen. Im Sommer kehrte er zu seinem Heimatverein zurück, für den er noch immer aufläuft. Hier zählt er nach wie vor zu den großen Leistungsträgern.

Al-Muwallad – ein Spieler unter dem Radar? 

Bei den saudischen Spielern besteht immer die Gefahr, sie könnten unter dem Radar durchrutschen. Fast alle Akteure der Nationalmannschaft sind in ihrem Heimatland tätig – und wechseln nur selten. Oberflächlich betrachtet besteht deshalb durchaus die Möglichkeit, dass Al-Muwallad wesentlich besser als sein Ruf ist. Allerdings ist dabei eine Einschränkung zu machen: Er war eben im Alter von 24 Jahren in Spanien und durfte sich hier auf höchstem Niveau beweisen.

Wäre er ausreichend stark gewesen, hätte Levante sicherlich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihn dauerhaft zu halten. Dazu kam es nicht. Hat der Spieler nicht in den vergangenen vier Jahren einen sehr großen Sprung gemacht, wissen wir, dass er für Europas Top-Ligen vermutlich nicht das Niveau hat.

Was kann Al-Muwallad für Saudi-Arabien bewirken?

Es liegt in der Natur der Sache, dass uns Al-Muwallad bei der WM eines Besseren belehren möchte. Die notwendige Erfahrung hat er ohne Zweifel. Er spielt seit 2011 für Jugendnationalmannschaften Saudi-Arabiens. Nur ein Jahr später erhielt er erstmals den Ruf, Teil des A-Teams zu sein.

Seit damals ist er fester Bestandteil des Kaders. Bei der WM 2018 stand er in allen drei Spielen auf dem Platz und erzielte gegen Ägypten sogar ein Tor. In Katar warten allerdings Argentinien, Polen und Mexiko in WM-Gruppe C. Die Saudis haben keine realistische Chance – egal, wie gut der Offensivmann ist.

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