Australien: WM Kader-Analyse 2018

Die australische Nationalmannschaft hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Wurde man bis hin in die 90er-Jahre noch mitleidig belächelt, werden die Socceroos inzwischen weltweit geachtet.

Immerhin sind die Australier seit der WM 2006 in Deutschland fixer Bestandteil von WM-Endrunden. Auch bei der Fußball WM 2018 in Russland ist Australien vertreten.

Dort treffen die Socceroos in WM Gruppe C auf Frankreich, Peru und Dänemark.

Spielplan von Australien bei der WM-Endrunde

 Dat. Start* Team 1 vs. Team 2 Ergebnis Stadion
16.06.18 12:00 Frankreich Australien -:- Kasan-Arena
21.06.18 14:00 Dänemark Australien -:- Samara-Arena
26.06.18 16:00 Australien Peru -:- Fisht-Stadion

*Alle Zeitangaben nach mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ)

 

Flagge WM 2018 RusslandFlagge WM 2018 RusslandWM-Spielplan Russland

Australiens Platzierung in der Tabelle (Gruppe C)

Die australische Nationalmannschaft bei der WM 2018

  • Trainer: Bert van Marwijk (Niederlande)
  • Größter Erfolg: 4x Ozeanien-Sieger, 1x Asienmeister (2015)
  • Rekordtorschütze: Tim Cahill (50 Tore)
  • Rekordspieler: Mark Schwarzer (109 Einsätze)
  • Wertvollster Spieler: Aaron Mooy (9 Mio. € Marktwert laut transfermarkt.de)
  • Gesamtmarktwert: 48,10 Mio. € (laut transfermarkt.de)
  • Spitzname: Socceroos
  • FIFA-Weltrangliste: 40. Platz (Stand: 17.05.2018)
  • Höchster Sieg: Australien – Amerikanisch-Samoa 31:0 (2001)
  • Höchste Niederlage: Australien – Südafrika 0:8 (1955)
  • WM-Teilnahmen: 5 (inklusive WM 2018)

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Australiens WM-Kader im Überblick

Obwohl die Frist für die Bekanntgabe des erweiterten Kaders für die Fußball WM 2018 erst am 14. Mai abläuft, hat Australiens Nationaltrainer Bert van Marwijk bereits 7 Tage zuvor sein vorläufiges Aufgebot von 32 Mann präsentiert. Am 15. Mai wurde das Aufgebot auf 26-Mann gekürzt, bis 4. Juni müssen noch 3 Spieler von der Liste gestrichen werden.


Australiens erweiterter WM-Kader 2018: 

TOR: Mathew Ryan (Brighton und Hove Albion), Brad Jones (Feyenoord Rotterdam), Daniel Vukovic (KRC Genk)

VERTEIDIGUNG: Aziz Behich (Bursaspor), Milos Degenek (Yokohama F. Marinos), Matthew Jurman (Suwon Samsung Bluewings), Fran Karacic (Lokomotive Moskau), James Meredith (Millwall), Josh Risdon (Western Sydney Wanderers), Trent Sainsbury (Grasshoppers Zürich)

MITTELFELD: Josh Brillante (Sydney FC), Jackson Irvine (Hull City), Mile Jedinak (Aston Villa), Robbie Kruse (VfL Bochum), Massimo Luongo (Queens Park Rangers), Mark Milligan (Al Ahli), Aaron Mooy (Huddersfield), Tom Rogic (Celtic), James Troisi (Melbourne Victory)

ANGRIFF: Daniel Arzani (Melbourne City), Tim Cahill (Millwall), Tomi Juric (FC Luzern), Mathew Leckie (Hertha BSC Berlin), Andrew Nabbout (Urawa Red Diamonds), Dimitri Petratos (Newcastle Jets), Nikita Rukavytsya (Maccabi Haifa)


Tor

Im Tor besteht für Australiens Nationaltrainer Bert van Marwijk kein Überlegungsbedarf. Seine Nummer 1 ist England-Legionär Matthew Ryan (Brighton & Hove Albion). Erster Stellvertreter dürfte Brad Jones (Feyenoord Rotterdam) sein, als dritter Goalie ist der 33-jährige Danny Vukovic (KRC Genk) mit nach Russland gereist.

Abwehr

In den WM-Playoffs gegen Honduras und auch in den meisten anderen Partien spielte Australien mit einer Dreier-Kette in der Abwehr.

Damals war allerdings noch Ange Postecoglou der Coach von Australien. Gut möglich, dass der neue Trainer van Marwijk das System ändert und gegen die starken Gegner in Gruppe C auf eine Vierer-Kette umstellt.

Dann könnte beispielsweise Aziz Behich (Bursaspor) oder James Meredith (FC Millwall) links hinten und Joshua Risdon (Western Sydney Wanderers) rechts hinten spielen. Mit Fran Karacic (NK Lokomotiva Zagreb) steht ein weiterer Rechtsverteidiger im australischen WM-Kader.

In der Innenverteidigung sind Matthew Jurman (Suwon Bluewings) und Trent Sainsbury (Grasshoppers Zürich) die ersten Optionen, eine weitere Alternative wäre Milos Degenek (Yokohama).

Mittelfeld

Sollte Australien wie in der WM-Quali auch bei der WM-Endrunde in einem 3-4-2-1 System auflaufen, dann haben in der Vierer-Reihe von links nach rechts gesehen Aziz Behich (Bursaspor), Mark Milligan (Al Ahli), Kapitän Mile Jedinak (Aston Villa) und Deutschland-Legionär Mathew Leckie (Hertha BSC Berlin) gute Karten auf einen Platz in der Startelf.

Alternativen im zentralen Mittelfeld sind Massimo Luongo (Queens Park Rangers), und Jackson Irvine (Hull City).

Im offensiven Mittelfeld ist Aaron Mooy (Huddersfield Town) als wertvollster Spieler des Teams gesetzt. Neben ihm wird wahrscheinlich der 25-jährige Tom Rogic (Celtic Glasgow) agieren, aber auch der in Deutschland spielende Robbie Kruse (VfL Bochum) ist ein Kandidat für die zweite Position in der offensiven Mittelfeldreihe der Australier.

Rogic lief beispielsweise im Confed Cup gegen Weltmeister und den späteren Turniersieger Deutschland auf dieser Position auf. Eine weitere Alternative für die Offensivpositionen ist James Troisi (Melbourne Victory).

Angriff

Sturmführer der australischen Nationalmannschaft ist der 26-jährige Schweiz-Legionär Tomi Juric (FC Luzern). Sollte Teamchef van Marwijk bei der WM-Endrunde allerdings lieber auf einen erfahrenen Mann im Sturm vertrauen, dann wird der 38-jährige Rekordtorschütze Australiens Tim Cahill (FC Millwall) die Nase vorn haben.

Alternativen für die Rolle als Mittelstürmer sind Offensivspieler Dimitri Petratos (Newcastle Jets) sowie Robbie Kruse (VfL Bochum), der aber eigentlich gelernter Linksaußen ist und auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann.

Australiens Talente bei der WM 2018

Im australischen WM-Kader 2018 stehen zwar einige junge Spieler, aber nur wenige haben echte Chancen auf einen Platz in der Startformation. Hier wären beispielsweise die Abwehrspieler Alex Gersbach (21 Jahre), Aleksandar Susnjar (22 Jahre) oder Milos Degenek (24 Jahre), der seine Ausbildung in der U19 des VfB Stuttgarts absolvierte, zu nennen.

Ansonsten sind im Kader der Socceroos viele Spieler im besten Fußballeralter zu finden. In der Offensivabteilung ist beispielsweise Stürmer Tomi Juric 26 Jahre alt, die Offensivspieler Aaron Mooy und Mathew Leckie beide 27 Jahre.

Australiens Chancen bei der Endrunde

Australien wurde in die Gruppe C der WM 2018 in Russland gelost. Dort warten drei Gegner, die in gewisser Hinsicht Chance und Risiko zugleich sind. Australien spielt gegen Frankreich, Dänemark und Peru.

Bei einem normalen Verlauf der Dinge dürfte sich Frankreich, das bei der Endrunde zu den WM-Favoriten zählt, den ersten Platz in der Gruppe sichern.

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Im Kampf um Rang 2, der bekanntlich ebenfalls noch zur Teilnahme am WM-Achtelfinale 2018 berechtigt, stehen die Chancen hingegen gar nicht schlecht. Der Kader der Australier ist zumindest auf dem Papier nicht viel schwächer als der von Peru.

Im Vergleich mit Dänemark ist man nicht ganz so gut aufgestellt. Vor allem der geniale Christian Eriksen überragt doch jeden Akteur, den Australien aufbieten kann. Abgesehen vom offensiven Mittelfeldspieler fällt der Vergleich aber nicht mehr ganz so drastisch für Dänemark aus. Wenn Australien einen guten Tag hat und die Skandinavier nicht, so können die Socceroos durchaus einen Sieg erringen und die Chancen auf die Ko-Phase intakt halten.

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