Senegals WM 2022 Star ist Sadio Mané

Schon vor seinem Wechsel zu Bayern München hat sich Sadio Mané als Teil der legendären Diamantformation des FC Liverpool seinen Platz als einer der besten Fußballer des Planeten gesichert. Immer wieder steuert der Senegalese wichtige Tore bei, um seinen Verein zu Titeln zu schießen. Und an Erfolgen herrschte bekanntlich in den vergangenen Jahren kein Mangel. Mané und Liverpool gewannen u.a. zusammen die englische Meisterschaft und die Champions League. Die Titelsammlung will er nun mit dem FC Bayern München erhöhen.

Für einen Fußballer sind Erfolge mit dem Verein aber bekanntlich nur eine Seite der Medaille. Sie wollen auch mit ihren Nationalmannschaften Titel bejubeln dürfen. Dies gilt insbesondere für Schlüsselspieler wie eben Mané, von denen erwartet wird, dass sie ihr Team bei den großen Turnieren anführen. Der Senegalese durfte diesbezüglich im Frühjahr 2022 schon einen großen Erfolg feiern: Mit seinem Land gewann er den Afrika Cup 2022.

Dies soll aber nur der Anfang gewesen sein. Die Hoffnungen richten sich darauf, dass der Senegal bei der WM 2022 in Katar den Coup schaffen kann. Hierfür richten sich die Erwartungen in einem nochmals größeren Umfang auf Mané als beim Afrika Cup. Kann er ihnen gerecht werden? Wir stellen den Spieler vor.

Sadio Mané trifft mit Senegal in WM 2022 Gruppe A auf Gastgeber-Team Katar, die Niederlande und Ecuador.

Sadio Mané im WM 2022 Star-Check

Die wichtigsten Infos🇸🇳 Sadio Mané
VereinFC Bayern München 🇩🇪
PositionLinksaußen
Geburtsdatum10.04.1992
Größe1,75 m
Einsätze/Tore Nationalmannschaft90/32 (Stand: 23.06.2022)
Marktwert70 Mio. € (Stand: 23.06.2022)
Größter Erfolg mit NationalteamAfrikameister 2022

Mané: eigentlich der beste Spieler des Planeten?

Eigentlich ist es verblüffend: Niemand zweifelt am Talent Manés. Seine Erfolge sprechen eine eindeutige Sprache in der Frage, ob er sein Potenzial nutzen konnte – dies ist ohne jeden Zweifel der Fall. Trotzdem wird er nie ernsthaft als bester Spieler der Welt gehandelt. Für Mané geht es bei der WM 2022 deshalb nicht nur um einen Erfolg mit dem eigenen Land. Er selbst kann auch die Anerkennung gewinnen, die ihm eigentlich zusteht.

Die Vereinskarriere: erste Schritte in Frankreich

Mané begann relativ spät mit dem Vereinsfußball. Erst 2009 schloss er sich in seinem Heimatland dem Verein Generation Foot an. Damals war er schon 17 Jahre alt. Er brauchte jedoch nur zwei Jahre, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen: Der FC Metz holte ihn 2011 nach Frankreich.

Hier spielte er parallel für die erste (23 Partien, 2 Treffer) und zweite (12 Spiele, 2 Tore) Mannschaft. Er stellte sich dabei so gut an, dass die Scouts von RB Salzburg zuschlugen und Mané 2012 für 4 Millionen Euro zu den Bullen holten.

Der Durchbruch in Österreich bei RB Salzburg

In der Mozartstadt explodierte der Senegalese. Er sollte zwei Jahre bei RB bleiben und in dieser Zeit in 63 Spielen für die Bullen auf dem Platz stehen. Dabei konnte er 31 Treffer erzielen. Mit den Vorlagen kam er auf fast eine Torbeteiligung pro Spiel. Die Interessenten standen deshalb im Sommer 2014 Schlange, als es darum ging, dass der Senegalese den Klub wechseln könnte.

Der Wechsel nach England

Erst am letzten Tag des Transfermarktes 2014 wurde der Deal perfekt gemacht. Der FC Southampton sicherte sich für 23 Millionen Euro Ablöse die Dienste des Linksaußen. Nie zuvor war so viel Geld für einen Spieler aus der österreichischen Bundesliga bezahlt worden.

Und Mané brauchte nicht lange, um zu beweisen, dass er dieses Geld wert war. In seiner ersten Saison erzielte er gegen Aston Villa innerhalb von drei Minuten den bis dahin schnellsten und frühesten Hattrick in der Geschichte der Premier League.

Von Southampton zum FC Liverpool

In zwei Jahren machte der Senegalese für Southampton 67 Spiele und traf 21-mal. Er hatte damit eindrucksvoll bewiesen, dass die Premier League mitnichten eine Nummer zu groß für ihn war. Der FC Liverpool, der schon 2014 mit einer Verpflichtung geliebäugelt hatte, schlug deshalb zu. Die Reds investierten 41,2 Millionen Euro.

Der Rest ist Geschichte: 2019 gewann Liverpool mit Mané die Champions League, den Super Cup und die Klub-Weltmeisterschaft. Ein Jahr später folgte die von Reds so ersehnte Meisterschaft. 2022 konnte Liverpool den Liga-Pokal für sich entschieden. Mané selbst war 2019 Afrikas Fußballer des Jahres und Teil der UEFA-Mannschaft des Jahres. In der Spielzeit 2018/19 war er mit 22 Treffern zudem der Torschützenkönig der Premier League.

Sadio Mané als Königstransfer des FC Bayern München

Superstar Mané war vom FC Liverpool eigentlich nicht mehr wegzudenken, dennoch folgte im Juni 2022 ein etwas überraschender Wechsel. Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München sicherte sich die Dienste des Senegalesen bis vorerst 2025 und tätigte damit einen absoluten Königstransfer. Mané will in München an seine erfolgreiche Zeit in Liverpool anknüpfen und könnte sich dort endgültig zum besten Fußballer der Welt entwickeln.

Mané als Führungsspieler des Senegals   

Für die senegalesische Nationalmannschaft lief Mané erstmals 2012 auf. Damals war er sowohl Teil der Olympia-Auswahl wie auch erstmals des regulären A-Teams. Es dauerte allerdings überraschend lange, bis er wirklich Führungsspieler wurde.

Erst bei der WM 2018 durfte er sein Team als Kapitän aufs Feld führen. Fortan war er auch sportliche die klare Führungspersönlichkeit. Der Titelgewinn beim Afrika Cup 2022 wurde beispielsweise durch seine drei Tore wesentlich begünstigt und auch an der erfolgreichen Qualifikation für die WM-Endrunde 2022 in Katar war Mané maßgeblich beteiligt.

Was kann Mané für Senegal bewirken?

Der Senegal hat fraglos das Zeug, das Achtelfinale bei der WM zu erreichen, wenn Mané seine überragende Form beibehält. Die Gruppe ist mit Katar, Ecuador und der niederländischen Nationalmannschaft relativ einfach für ein afrikanisches Team.

Nur die Mannschaft aus Europa ist auf dem Papier spürbar besser. Ansonsten ist der Senegal voll konkurrenzfähig. Es ist durchaus möglich, dass wir in Katar eine Heldengeschichte von Mané als dem Anführer seiner Mannschaft erleben werden.

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