Deutschland und Brasilien patzen zum Auftakt

Die Fußball Endrunde 2018 ist bislang kein Turnier der WM-Favoriten. Nachdem schon Spanien (3:3 gegen Portugal), Frankreich (2:1 gegen Australien) und Argentinien (1:1 gegen Island) nicht überzeugen konnten, legte die deutsche Mannschaft am Sonntag einen kompletten Fehlstart hin, während auch Brasilien Anlaufschwierigkeiten offenbarte. 

Gruppe F: Deutschland unterliegt Mexiko

Der Weltmeister hat auf dem erhofften Weg zur Titelverteidigung einen Fehlstart hingelegt. Nach schwachen Testspielen präsentierte sich das deutsche Nationalteam auch zum WM-Auftakt gegen Mexiko enttäuschend und kassierte eine durchaus verdiente 0:1-Niederlage gegen eine einsatzfreudige und zugleich im Umschaltspiel starke El Tri, die mit mehr Konsequenz beim letzten Pass und beim Abschluss sogar noch höher hätte gewinnen könnten.

Mexiko begann forsch und zwang Deutschland zu vielen Ballverlusten. Abgesehen von einem Schuss von Timo Werner, der am langen Pfosten vorbei strich, blieb die deutsche Elf lange ungefährlich, wohingegen Mexiko mehrfach gefährlich am deutschen Strafraum auftauchte.

So auch in der 35. Minute, als Hirving Lozano einen nach einer Balleroberung des herausragenden Hector Herrera über Javier Hernandez schnell vorgetragenen Abschluss zum 1:0 für Mexiko abschloss.

Mit einem Freistoß von Toni Kroos, den Keeper Guillermo Ochoa noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte, schnupperte Deutschland vor der Pause zwar noch am Ausgleich, ging aber mit einem hochverdienten Rückstand in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Deutschland verbessert und kam zu einigen Gelegenheiten etwa durch Joshua Kimmich, Timo Werner und erneut Kroos. Auch die eingewechselten Marco Reus, Mario Gomez und Julian Brandt, die für Belebung sorgten, wurden gefährlich, brachten den Ball aber nicht im mexikanischen Tor unter.

Auf der anderen Seite spielte Mexiko mehrere Konter nicht sauber zu Ende und verpasste so die durchaus mögliche Vorentscheidung. Unter dem Strich stand dann aber ein mexikanischer 1:0-Erfolg, der keineswegs unverdient war.

Deutschland steht nun im zweiten Gruppenspiel am Samstag gegen die schwedische Nationalmannschaft schon mächtig unter Druck. Für die Skandinavier beginnt die WM 2018 erst heute. Um 14 Uhr trifft Schweden im zweiten Spiel der WM Gruppe F auf Südkorea. 

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Gruppe E: Schweiz trotzt Brasilien – Serbien schlägt Costa Rica

Die brasilianische Nationalmannschaft begann gegen eine zunächst mit zu viel Respekt angetretene Mannschaft aus der Schweiz gut und ging in der 20. Minute verdient durch ein Traumtor von Philippe Coutinho, der in bekannter Manier vom Strafraumeck in den Winkel traf, in Führung. Danach aber schaltete die Selecao einen Gang zurück und beschränkte sich auf Spielkontrolle.

Kurz nach der Pause erhielt Brasilien dafür aber die Quittung. Steven Zuber, der mit einer schlechten Abwehr am Gegentreffer beteiligt war, traf nach einer Ecke von Xherdan Shaqiri per Kopf zum Ausgleich. Brasilien mühte sich nun wieder mehr, doch ein zweites Tor sollte dem Rekordweltmeister trotz vorhandener Chancen nicht mehr gelingen.

Auch Superstar Neymar, der lange Zeit von Valon Behrami gut in Schach gehalten wurde, brachte den Ball nicht im eidgenössischen Kasten unter, sodass es bei einem aus brasilianischer Sicht enttäuschenden 1:1 blieb. Dass Zuber Miranda vor dem 1:1 gestoßen hatte und ein durchaus möglicher Elfmeterpfiff bei einem Zweikampf zwischen Manuel Akanji und Gabriel Jesus ausgeblieben ist, sorgte im Lager der Selecao zudem für Verdruss.

Spitzenreiter in WM 2018 Gruppe E ist nach dem ersten Spieltag nun Serbien, das gegen Costa Rica mit 1:0 gewann. Eine Partie auf überschaubarem Niveau entschied Aleksandar Kolarov mit einem in der 56. Minute direkt verwandelten Freistoß verdientermaßen für die aktivere serbische Mannschaft, die zuvor einige Gelegenheiten zur Führung ausgelassen hatte.

Heute: Belgien gegen Panama und England gegen Tunesien

Nach der Partie Schweden gegen Südkorea gehört der heutige Montagabend der Gruppe G, in der es zu zwei Duellen zwischen Favorit und Außenseiter kommt.

Zunächst trifft um 17 Uhr die zu den Titelkandidaten zählende Auswahl Belgiens auf WM-Neuling Panama und um 20 Uhr bekommt es dann England mit Tunesien zu tun.

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