Mehrere Top-Torjäger bei WM-Endrunde nur Zuschauer

Bei einer Weltmeisterschaft sollten eigentlich die besten Spieler dabei sein, die der Fußball zu bieten hat. Doch schon in der Vergangenheit fehlten bei großen Turnieren immer wieder einige Top-Stars, aus unterschiedlichen Gründen.

Einigen wie dem Liberianer George Weah oder dem Waliser Ryan Giggs wurde es schlichtweg zum Verhängnis, dass ihren Mitspielern im Nationalteam anders als im Verein die nötige Klasse fehlte.

Andere haben es nicht geschafft, sich zu qualifizieren, so wie aktuell Gareth Bale, der Nachfolger Giggs‘ als walisischer Superstar, der aber immerhin bei der EM 2016 mit dabei war und bis ins Halbfinale vordrang. Oder die Niederlande mit einigen Hochkarätern wie allen voran Arjen Robben und Italien, wodurch Torwart-Methusalem Gianluigi Buffon um einen letzten Auftritt auf der Weltbühne gebracht wurde.

Beschränkt man den Blick auf die bei der Fußball Weltmeisterschaft 2018 fehlenden Stürmer, fällt auf, dass einige Top—Torjäger aus den größten Ligen Europas im Sommer in Russland fehlen werden.

Immobile fehlt – Icardi auch?

Mit Italien bleibt auch Ciro Immobile zu Hause, der aktuell mit 20 Toren in nur 18 Spielen die Torschützenliste der Serie A anführt und in der Liga seit seinem Wechsel zu Lazio Rom praktisch nach Belieben trifft.

Nach unglücklichen Stationen bei Borussia Dortmund und beim FC Sevilla erzielte Immobile in 54 Ligaspielen für Lazio 43 Tore und wäre sicher auch bei der WM 2018 für den einen oder anderen Treffer gut gewesen.

Auch die Nummer zwei unter den Torschützen der italienischen Serie A wird bei der Endrunde in Russland möglicherweise fehlen. Mauro Icardi, der es bisher in dieser Saison auf 18 Tore für Inter Mailand brachte und der bei Real Madrid weit oben auf der Wunschliste stehen soll, ist in Argentinien nur einer von vielen überragenden Angreifern.

Icardi könnte dabei unabhängig von seiner sportlichen Extraklasse zum Verhängnis werden, dass er privat als schwieriger Typ gilt, der wegen Ereignisse abseits des Platzes in den vergangenen Jahren innerhalb der Albiceleste nicht die allergrößte Wertschätzung genießt.

Iago Aspas muss bangen

Iago Aspas (Celta Vigo), der in der spanischen Primera Division nach Lionel Messi (16 Tore) mit elf Treffern Rang zwei in der Torschützenliste belegt, hat derweil im Herbst 2016 zwar sein Länderspieldebüt gefeiert und seitdem in sieben Partien für Spanien drei Mal getroffen, doch ob es für den 30-Jährigen von Celta Vigo zum WM-Ticket reicht, ist offen (zum möglichen WM-Kader von Spanien).

Das gilt nicht für die besten Torschützen der englischen Premier League – Harry Kane, Mohamed Salah, Raheem Sterling, Romelu Lukaku, Sergio Agüero und Alvaro Morata – die alle bei der WM 2018 dabei sein sollten. Ebenso wie Edinson Cavani und Radamel Falcao, die in Frankreich am häufigsten getroffen haben.

Aubameyang nicht dabei

Sicher fehlen wird unterdessen die Nummer zwei der Bundesliga-Torjäger. Pierre-Emerick Aubameyang konnte sich mit Gabun nicht für die WM qualifizieren und ist im Sommer nur Zuschauer.

Anders als Robert Lewandowski, der Polen fast im Alleingang nach Russland geschossen hat und in der Bundesliga aktuell mit 15 Toren auch zwei Treffer vor seinem Dauerrivalen Aubameyang liegt.

Bei den Wetten auf den WM-Torschützenkönig 2018 zählt der Pole allerdings nur zu den Außenseitern. So liegt die Quote bei Buchmacher bet365 auf Lewandowski als bester Torschütze bei 26,0. Die Top-Favoriten lauten Lionel Messi (Quote 10), Neymar (Quote 11) sowie Antoine Griezmann und Cristiano Ronaldo (beide Quote 13).

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