Argentinischer Schiedsrichter Nestor Pitana pfeift das WM-Finale

Veröffentlicht am Kategorien WM 2018 News - Alles zur Endrunde

Wenn Frankreich und Kroatien am Sonntag (17 Uhr MESZ) den Rasen des Luschniki-Stadion in Moskau zum Fußball WM Finale 2018 betreten, werden beide Mannschaften angeführt von einem ihnen bereits zuvor während des Turniers begegneten Schiedsrichters.

Drei Tage vor dem Endspiel gab die FIFA die Ansetzung für das Finale bekannt, das vom Argentinier Nestor Pitana und anders als vielfach erwartet nicht von einem Europäer geleitet wird.

Damit verbunden ist sicherlich der Versuch des Weltverbandes, die WM 2018 nicht zu einer komplett europäischen Angelegenheit verkommen zu lassen, nachdem mit Brasilien und Uruguay die beiden letzten nicht aus Europa stammenden Mannschaften bereits im WM-Viertelfinale ausgeschieden sind. 

Frankreich mit gemischten Erinnerungen an Pitana

Der 43 Jahre alte Pitana leitet mit dem Finale bereits seine fünfte Partie bei dieser Weltmeisterschaft. Der Argentinier war bemerkenswerterweise auch schon beim WM 2018 Eröffnungsspiel am 14. Juni zwischen Russland und Saudi-Arabien im Einsatz.

Zudem pfiff Pitana jeweils auch schon eine Begegnung mit kroatischer und französischer Beteiligung. Und beide Finalisten haben gute Erinnerungen an den Südamerikaner, der Kroatiens Erfolg nach Elfmeterschießen im Achtelfinale ebenso leitete wie Frankreichs 2:0 im Viertelfinale gegen Uruguay. Darüber hinaus war Pitana auch beim Vorrundenspiel zwischen Schweden und Mexiko (0:3) gefragt.

<< Finale Frankreich – Kroatien >>

In Frankreich verbindet man allerdings auch eine negative Erinnerung mit Pitana, der dabei freilich keine Hauptrolle spielte. Auch die 0:1-Niederlage der Equipe Tricolore im Viertelfinale der WM 2014 gegen Deutschland stand unter Leitung des Argentiniers, der damals aber eine tadellose Leistung ablieferte.

Begleitet wird Pitana von seinen Assistenten Hernan Maidana und Juan Belatti. Vierter Offizieller ist der Niederländer Björn Kuipers, der auch als heißer Kandidat als Finalschiedsrichter gehandelt wurde. Dessen Landsmann Erwin Zeinstra stünde als Ersatz für die Assistenten bereit.

Die Ansetzung der Video-Assistenten hat die FIFA unterdessen noch nicht bekanntgegeben. Diese dürfte aber zeitnah folgen.

Alireza Faghani leitet das kleine Finale

Auch das Spiel um den dritten Platz zwischen Belgien und England wird von einem Nicht-Europäer gepfiffen. Die Wahl der FIFA für das kleine Finale fiel auf den Iraner Alireza Faghani, der im Turnierverlauf mit guten Leistungen überzeugt hat und deshalb auch als Anwärter auf das Endspiel galt.

Unterstützt wird Faghani von seinen Assistenten Mohammadreza Mansouri und Reza Sokhandan sowie dem Senegalesen Malang Diedhiou als viertem Mann.

>> Spiel um Platz 3: Belgien – England <<

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