Nigerias WM Kader 2018 im Profil

Die nigerianische Nationalmannschaft hat sich als Sieger der Gruppe B in der WM-Quali Afrika 2018 bereits zum fünften Mal für eine WM-Endrunde qualifiziert. Dabei haben die Nigerianer bekannte Teams wie Sambia, Kamerun und Algerien hinter sich gelassen und die Gruppe mit 6 Punkten Vorsprung überlegen gewonnen.

Die Super Eagles sind mit Ausnahme von 2006 in Deutschland mittlerweile Stammgast bei Weltmeisterschaften. Bei der letzten Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien schaffte es Nigeria immerhin bis ins Achtelfinale.

Die Mannschaft vom deutschen Trainer Gernot Ruhr möchte diesen Erfolg bei der WM 2018 in Russland wiederholen und zumindest die K.o. Phase erreichen. Hier eine Analyse der Chancen und des nigerianischen Nationalkaders.

Nigerias Spiele bei der WM 2018

 Dat. Start* Team 1 vs. Team 2 Ergebnis Stadion
16.06.18 21:00 Kroatien Nigeria -:- Kaliningrad-Stadion
22.06.18 17:00 Nigeria Island -:- Wolgograd-Arena
26.06.18 20:00 Nigeria Argentinien -:- St. Petersburg-Stadion

*Alle Zeitangaben nach mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ)

Alles zur nigerianischen Nationalmannschaft

  • Trainer: Gernot Rohr (Deutschland)
  • Größter Erfolg: WM-Achtelfinale 1994, 1998, 2014; Olympiasieger 1996
  • Rekordtorschütze: Rashidi Yekini (37 Tore)
  • Rekordspieler: Vicente Enyeama und Joseph Yobo (je 101 Einsätze)
  • Teuerster Spieler: Ahmed Musa (17 Mio. Euro Marktwert laut transfermarkt.de)
  • Gesamtmarktwert: 107,40 Mio. Euro (laut transfermarkt.de)
  • Spitzname: Super Eagles
  • FIFA-Weltrangliste: 50. Platz (Stand 23. November 2017)
  • Höchster Sieg: Nigeria – Uganda 8:1 (1991)
  • Höchste Niederlage: Ghana – Nigeria 7:0 (1955)
  • WM-Teilnahmen: 5 (inklusive WM 2018)

Der nigerianische Kader im WM-Check 2018

Wer schafft es in das Aufgebot der nigerianischen Nationalmannschaft? Wir haben schon einmal eine erste Analyse des Teamkaders vorgenommen:

Tor

Der 31-Jährige Routinier Daniel Akpeyi (Chippa United) und sein großer Konkurrent Ikechukwu Ezenwa (Ifeanyi Ubah FC) liefern sich einen Zweikampf um den Stammplatz im nigerianischen Tor. Während Akpeyi in den Hinspielen der WM-Quali häufig das Tor hütete, vertraute Trainer Rohr in der Rückrunde zumeist auf Ezenwa.

Das Torhütertrio wird dabei vom erst 19-Jährigen Francis Uzoho (Deportivo de La Coruña B) komplementiert.

Abwehr

Auf der linken Abwehrseite hat der bei AS Monaco unter Vertrag stehende Elderson (2017/2018 an Sivasspor verliehen) seinen Stammplatz so gut wie sicher. Mit Ola Aina steht ein starker Ersatzspieler bereit, der bei seinem Verein Hull City auch häufig als rechter Verteidiger oder rechter Mittelfeldspieler zum Einsatz kommt.

Auf der ersten Innenverteidigerposition ist Deutschland-Legionär Leon Balogun (1.FC Mainz) gesetzt. Neben ihm soll William Troost-Ekong (Bursaspor) für Sicherheit in der nigerianischen Hintermannschaft sorgen. Als Back-up auf der IV-Position reisen Chidozie Awaziem (FC Nantes) und Kenneth Omeruo (Kasimpasa) mit nach Russland.

Auf der rechten Abwehrseite hat Abdullahi Shehu (Anorthosis Famagusta) die besten Chancen auf einen Stammplatz. Der junge Tyronne Ebuehi, der bei ADO Den Haag in der Eredivisie zu den Stammkräften zählt, wird wohl auf der Bank Platz nehmen müssen.

Mittelfeld

Im defensiven Mittelfeld sind England-Legionär Wilfred Ndidi (Leicester City) und Ogenyi Onazi (Trabzonspor) gesetzt. Alternativ kann Trainer Gernot Rohr auch auf John Ogu (Hapoel Beer Sheva) oder Uche Agbo (Standard Lüttich) zurückgreifen.

Im offensiven Mittelfeld soll der ehemalige Chelsea-Spieler und Nationalteam-Kapitän Jon Obi Mikel (Tianjin Teda) die nötigen Akzente setzen. Der 31-jährige Routinier gewann u.a. mit Chelsea in der Saison 2011/2012 die Champions League, ein Jahr später die Europa League und krönte sich zweimal zum englischen Meister. Mit Nigeria holte er 2013 die Afrikameisterschaft.

Angriff

Linksaußen hat Alex Iwobi (FC Arsenal) seinen Stammplatz so gut wie sicher, obwohl mit Moses Simon (KAA Gent) ein weiterer junger talentierter Spieler auf seinen Einsatzminuten wartet.

Auf der rechten Außenseite hat Chelsea-Legionär Victor Moses gute Chancen auf einen Platz in der Startelf, wobei auch der gelernte Mittelstürmer Kelechi Iheanacho (Leicester City) auf dieser Position spielen kann. Auch der vielseitig einsetzbare Oghenekaro Etebo (CD Feirense) darf sich Chancen auf einige Einsatzminuten in der nigerianischen Offensive machen.

Auf der Mittelstürmerposition verfügt Trainer Gernot Rohr über einige Möglichkeiten. So kam dort oft Odion Ighalo (Changchun Yatai) zum Einsatz, aber auch die Leicester City Teamkollegen Iheanacho und Ahmed Musa spielten im nigerianischen Nationalteam des Öfteren in der Spitze.

Als Joker warten Anthony Nwakaeme (Hapoel Beer Sheva) und der ehemalige Austria-Wien Stürmer Olarenwaju Kayode (FC Girona) auf ihren Einsatz.

Nigerias Talente für die Fußball WM 2018

Im nigerianischen Kader befinden sich zahlreiche Spieler, die das 22. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die interessantesten Perspektivspieler sind dabei wohl die England-Legionäre Wilfred Ndidi, Kelechi Iheanacho (beide Leicester City) und Alex Iwobi (FC Arsenal), die bei ihren Vereinen allesamt.

Vor allem Ndidi zählt bei Leicester City im defensiven Mittelfeld zu den unumstrittenen Stammkräften und gilt dort als Ersatz für den zu Chelsea abgewanderten N’Golo Kanté.

Möglicherweise kann aber auch ein anderer der zahlreichen talentierten Jungspieler aufzeigen und sich für höhere Aufgaben empfehlen.

Nigerias Chancen auf den WM-Titel 2018

Nigeria zählt bei der Endrunde in Russland nicht zu den WM-Favoriten, jedoch kann das junge Team von Gernot Rohr mit Sicherheit die K.o.-Phase erreichen, wie es schon 2014 in Brasilien der Fall war.

Vielmehr sollten sich die Super Eagles, die bei einer Weltmeisterschaft noch nie über das Achtelfinale hinauskamen, aber nicht erhoffen. Die Mannschaft ist noch etwas zu jung und unerfahren, um bei einer Weltmeisterschaft bestehen zu können. Für die eine oder andere Überraschung kann die nigerianische Nationalmannschaft im Sommer 2018 aber sicherlich sorgen.

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