Weltmeister Tolisso erleidet Kreuzbandriss

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Die französische Nationalmannschaft muss lange auf Corentin Tolisso verzichten. Der Weltmeister, der bei der Weltmeisterschaft 2018 auf fünf Einsätze kam und auch beim 4:2-Sieg im Finale gegen Kroatien 17 Minuten auf dem Platz stand, zog sich am Samstag beim Spiel des FC Bayern München gegen Bayer Leverkusen einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss im rechten Knie zu. Tolisso wurde bereits am Sonntag operiert und muss mindestens sechs Monate lang pausieren.

Nach Kingsley Coman, der am ersten Spieltag beim 3:1-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim bei einem Foulspiel von Nico Schulz einen Syndesmoseriss erlitt, fällt somit auch der zweite französische Nationalspieler des FC Bayern aus.

Kurz vor der Pause prallte Weltmeister Tolisso, der bisher insgesamt 15 Länderspiele im Frankreich-Trikot bestritten hatte, mit dem Knie unglücklich mit Leverkusens Kevin Volland zusammen und blieb direkt mit heftigen Schmerzen am Boden liegen. Schon kurz nach der unausweichlichen Auswechslung wurde Schlimmes befürchtet und am späten Samstagabend erfolgte nach eingehenden medizinischen Untersuchungen dann vom FC Bayern die offizielle Bestätigung.

Weil gegen Leverkusen auch Rafinha nach einem üblen Foul von Karim Bellarabi verletzt ausschied und mit einem Teilriss des Innenbandes am linken Sprunggelenk ebenfalls längere Zeit pausieren muss, war man in München nachvollziehbarerweise mächtig verärgert.

“Das Einzige, was weh tut, ist die Verletzung der beiden Spieler. Wir haben den dritten Bundesliga-Spieltag und ich habe das Gefühl, dass wir Freiwild sind“, war Bayern-Trainer nicht einverstanden mit der Spielweise der Gegner, während Präsident Uli Hoeneß das Foul von Bellarabi als “geisteskrank und vorsätzliche Körperverletzung“ bezeichnete.

Tolisso verpasst mindestens drei Länderspiele

Für Tolisso ist die schwere Verletzung ein herber Rückschlag auf dem Weg, sich in München zum Leistungsträger aufzuschwingen. In der vergangenen Saison kam der für 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon an die Isar gewechselte Mittelfeldmann zwar auf 26 Einsätze in der Bundesliga und mit sechs Toren sowie vier Vorlagen auf eine durchaus ordentliche Quote.

In den sechs K.o.-Spielen in der Champions League reichte es für Tolisso allerdings nur zu einem Startelfeinsatz und zwei Einwechslungen. Nachdem mit Arturo Vidal und Sebastian Rudy zwei Konkurrenten im zentralen Mittelfeld den Verein verlassen haben, war Tolissos Hoffnung, auch mit dem neuen Standing als Weltmeister in München eine wichtigere Rolle zu spielen zum Saisonbeginn groß.

Gegen Leverkusen stand der kopfballstarke Rechtsfuß, der nach dem verlängerten WM-Urlaub verspätet ins Training eingestiegen ist, erstmals in der Anfangsformation und rechtfertigte seine Aufstellung schnell mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1, ehe das Schicksal seinen Lauf nahm.

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps muss nun auf jeden Fall bis zum Jahresende auf Tolisso verzichten, der somit das internationale Testspiel gegen Island (11.10.) ebenso verpasst wie die Rückspiele in der UEFA Nations League gegen Deutschland (16.10.) und in den Niederlanden (16.11.).

Ob der 15-fache Nationalspieler direkt im März 2019 zu Beginn der EM-Qualifikation 2020 wieder zur Verfügung steht, ist zudem alles andere als sicher und würde einen nahezu optimalen Heilungsverlauf erfordern.

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Tschechiens Trainer Karel Jarolim muss gehen

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Der tschechische Fußball hat schon bessere Zeiten gesehen. Zwar gelang nach der 1993 erfolgten Trennung von der Slowakei nur ein Mal die Qualifikation für eine WM-Endrunde und bei dieser reichte es 2006 in Deutschland auch nicht über die Gruppenphase hinaus, doch bei Europameisterschaften sorgte Tschechien mehrfach für Furore.

1996 schafften es Karel Poborsky und Co. als Überraschungsteam bis ins Finale, in dem sich dann aber Deutschland als einen Tick besser erwies, wenngleich die Niederlage durch das Golden Goal von Oliver Bierhoff eher unglücklich war.

Nach dem Vorrunden-Aus 2000 stellte Tschechien bei der EM 2004 mit der goldenen Generation um Tomas Rosicky, Jan Koller, Petr Cech und vor allem Pavel Nedved das nach einhelliger Meinung beste Team des Turniers. Dieses scheiterte aber im Halbfinale an cleveren Griechen, die am Ende auch völlig überraschend Europameister wurden.

Danach wurde es dann mit den tschechischen Erfolgen auch bei Europameisterschaften schon dünner. Auf das Vorrunden-Aus 2008 folgte 2012 nochmal der Sprung ins Viertelfinale, ehe bei der EURO 2016 wiederum nach der Gruppenphase Schluss war.

Fehlstart in die neue Saison

Nach nur einem Punkt aus drei Spielen und dem letzten Platz in der Gruppe musste Trainer Pavel Vrba nach der Europameisterschaft in Frankreich gehen.

Karel Jarolim sollte als neuer Coach die Qualifikation für die WM 2018 schaffen, ist bei dieser Mission als Tabellendritter hinter Deutschland und Nordirland aber krachend gescheitert. Dennoch blieb Jarolim zunächst im Amt, mit dem Ziel, die Auswahl zur EM 2020 zu führen.

Nach nur zwei Länderspielen in der neuen Saison ist die Ära von Jarolim als Nationaltrainer nun aber doch beendet. Nach dem Fehlstart in die neue UEFA Nations League mit einer 1:2-Heimniederlage gegen die Ukraine und einer herben 1:5-Schlappe im Testspiel in Russland entschieden sich der Verband und Jarolim dazu, sich in beiderseitigem Einvernehmen zu trennen.

Zwei Kandidaten für die Nachfolge

„Die Situation war nicht länger tragbar und musste sofort gelöst werden“, kommentierte Tschechiens Verbandsvorsitzender Martin Malik die Trennung, die auch in Zusammenhang mit harscher Selbstkritik Jarolims gestanden haben dürfte.

„Ich hätte eine öffentliche Hinrichtung verdient“, soll der 62 Jahre alte Fußball-Lehrer Medienberichten zufolge auf dem Rückflug aus Russland gesagt haben. In der offiziellen Pressemitteilung des Verbandes wird Jarolim damit zitiert, dass das Team “einen neuen Impuls“ brauche.

Wer für diesen Impuls sorgen und im Oktober bei den beiden Auswärtsspielen in der Nations League Liga B in der Slowakei und in der Ukraine in verantwortlicher Position auf der Bank Platz nehmen wird, ist noch offen.

Mit dem aktuellen Trainer der U21, Vitezslav Lavicka, sowie dem zuletzt bis Dezember 2017 für Slavia Prag tätigen Jaroslav Silhavy machen aktuell vor allem zwei Namen potentieller Nachfolger Jarolims die Runde.

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Italien in Nations League weiter sieglos

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Die Serie A ist nicht zuletzt mit dem Wechsel von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich gestiegen. Schon in den letzten Jahren war im italienischen Vereinsfußball trotz der eher überschaubaren Erfolge auf internationaler Bühne aber eine positive Entwicklung zu erkennen.

Längst sind Spiele der Serie A nicht mehr durchweg von der Taktik geprägt und für viele Zuschauer deshalb langweilig, sondern Klubs wie der SSC Neapel oder Lazio Rom stehen natürlich neben Juventus stellvertretend für teils spektakulären Offensivfußball.

Insgesamt scheint die Serie A trotz weiterhin oftmals nur spärlich gefüllter Stadien auf einem guten Weg, zumal auch die Mailänder Vereine Inter und AC nach diversen Turbulenzen abseits des Platzes allem Anschein nach wieder in die Spur gefunden haben und auf absehbare Zeit einen Angriff auf Serienmeister Juve starten wollen.

Verpatzter Start in die Nations League

So vielversprechend sich die Liga darstellt, umso schlechter präsentiert sich aktuell die italienische Nationalmannschaft, die natürlich auch darunter leidet, dass der Ausländeranteil in der Serie A in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist.

Durchschnittlich stehen nur noch rund 40 Prozent einheimische Akteure je Spieltag auf dem Rasen, was die Auswahl für den erst seit kurzem amtierenden Nationalcoach Roberto Mancini eher überschaubar gestaltet, zumal von wenigen Ausnahmen wie Jorginho, Marco Verratti oder Mario Balotelli abgesehen kaum italienische Akteure in anderen Top-Ligen aktiv sind.

Nachdem die Fußball WM 2018 durch die Play-Off-Niederlage gegen Schweden (0:1, 0:0) gänzlich verpasst wurde, hat die Squadra Azzurra auch einen alles andere als guten Start in die neue UEFA Nations League hingelegt.

Gegen Polen rettete ein von Jorginho im Italien-Trikot verwandelter Elfmeter am ersten Spieltag zumindest noch ein 1:1, ehe es am Montagabend in Portugal eine 0:1-Niederlage setzte. Rechnet man die beiden Play-off-Spiele gegen Schweden hinzu, ist Italien somit seit vier Pflichtspielen sieglos – das gab es letztmals vor 35 Jahren.

Nur ein Sieg in den letzten neun Spielen

Dazwischen lagen fünf Freundschaftsspiele, von denen indes auch nur eines gewonnen wurde: mit einem mühsamen und sicherlich nicht zu Begeisterungsstürmen Anlass gebenden 2:1 gegen Saudi-Arabien. Niederlagen gegen Argentinien (0:2) und Frankreich (1:3) sowie Unentschieden gegen England und die Niederlande (je 1:1) verdeutlichten derweil, dass Italien die Weltspitze momentan nur aus der Ferne betrachten kann.

Dies zeigt auch ein Blick auf die FIFA-Weltrangliste, in der die Squadra Azzurra derzeit nur auf dem 21. Platz liegt.

Bis Italien wieder eine schlagkräftige Mannschaft stellen kann, könnten durchaus einige Jahre vergehen. Noch befindet sich Coach Mancini auf der Suche nach einem verlässlichen Kern, wie neun Wechsel in der Startelf vor dem Spiel in Portugal deutlich machten.

Einige junge Spieler wie allen voran Keeper Gianluigi Donnarumma und Offensivmann Federico Chiesa nähren aber auch die Hoffnung, dass die Rückkehr in die Riege der Top-Teams schneller gelingen kann.

Oberstes Ziel muss es aber in den nächsten Monaten erst einmal sein, den Abstieg aus der Nations League Liga A zu vermeiden, was in den Rückspielen in Polen (14.10.) und gegen Portugal (17.11.) schwierig genug werden dürfte.

Bei den Nations League Quoten auf den Gesamtsieg ist Italien nach dem verpatzen Start ziemlich weit hinten zu finden.

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Schwedens Nationaltrainer Andersson verlängert bis 2022

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Der schwedische Fußballverband hat sich schon jetzt festgelegt, mit welchem Nationaltrainer der Weg zur EM 2020 bestritten werden soll. Denn der aktuelle Teamchef Janne Andersson hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert, wie er gestern selbst auf einer Pressekonferenz bekannt gab.

Andersson hatte sein Team bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland bis ins Viertelfinale geführt und scheiterte dort mit einer 2:0 Niederlage an England.

Nächstes Ziel sei laut Andersson erstmal eine erfolgreiche EM 2020 Qualifikation, was im Notfall auch über die im September startende Nations League erreicht werden kann. Im Winter 2022 findet dann in Katar die nächste WM-Endrunde statt.

Kader für die anstehenden Länderspiele

Im Rahmen der Pressekonferenz gab Schwedens Nationaltrainer Andersson auch seinen Kader für das anstehende Testspiel gegen Österreich am 06. September und für das Auftaktspiel in Gruppe 2 der Nations League B gegen die Türkei (10. September) bekannt.

>> Nations League Quoten <<

In seinem 25-Mann-Kader finden sich zahlreiche WM-Teilnehmer wieder.  Mit Ludwig Augustinsson (Werder Bremen), Emil Forsberg (RB Leipzig), Isaac Kiese Thelin (Bayer Leverkusen) und Robin Quaison (FSV Mainz) stehen insgesamt vier Bundesliga-Legionäre im schwedischen Aufgebot.

Schweden trifft in Gruppe 2 der Liga B auf die Türkei und WM 2018 Gastgeber Russland. Laut dem Nations League Spielplan geht es zuerst daheim gegen die Türkei (10.9), ein Monat später geht es auswärts gegen Russland (11.10).

Alle Infos zur Türkei in der Nations League findest du auf der verlinkten Seite.

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Gündogan will Nationalteam-Karriere fortsetzen

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DFB-Nationalspieler Ilkay Gündogan denkt nicht daran, seine Karriere in der deutschen Fußballnationalmannschaft zu beenden. Der Manchester City Profi hatte im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2018 gemeinsam mit Ex-Nationalteamkollegen Mesut Özil für Aufsehen gesorgt, weil er sich gemeinsam mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan für ein Foto ablichten ließ.

Während Özil nach der völlig missglückten Endrunde zurücktrat und dem DFB Rassismus vorwarf, will Gündogan auf jeden Fall weitermachen. In einem Interview mit der „Funke-Mediengruppe“ meint der 27-Jährige: „Falls ich nominiert werden sollte, dann sehe ich keinen Grund, nicht weiterzumachen“.

„Großer Fan von Jogi Löw“

Über DFB-Bundestrainer Joachim Löw, der am Mittwoch seinen Kader für Deutschlands Nations League Spiel gegen Frankreich am 6. September und für das internationale Freundschaftsspiel gegen Peru am 09. September bekannt gibt, findet Gündogan nur lobende Worte: „Ich bin nach wie vor ein sehr großer Fan von Jogi Löw – nicht nur, was das Sportliche angeht. Das betrifft auch seinen Charakter, seine Führungsqualitäten und seine Menschlichkeit. Ich kann mir als Nationaltrainer momentan keinen Besseren vorstellen als ihn“.

Als großes Ziel hatte Gündogan schon vor einigen Wochen „mindestens einen Titel mit der Nationalmannschaft“ genannt. Der Mittelfeldspieler absolvierte bisher 26 Länderspiele im Deutschland-Trikot und stand aufgrund von Verletzungen weder bei der WM 2014 noch beim Gewinn des Confed Cups 2017 im Kader der deutschen Nationalmannschaft.

Damit steht fest, dass Gündogan von seiner Seite aus gerne bis zur EM 2020 weiterspielen möchte. Die dazugehörige EM Qualifikation 2020 startet im März 2019. Sollte Deutschland diese nicht schaffen, hätte das Team von Joachim Löw noch in Nations League A die Möglichkeit, einen Startplatz für die EM-Endrunde zu buchen.

Wie die Quoten dafür stehen, dass Deutschland die Nationenliga gewinnt, kannst du dir bei unseren Nations League Wetten ansehen.

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