Nach Debüt in Italiens Nationalelf: Grifo zurück zum SC Freiburg

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Roberto Mancini hat in seiner noch jungen Amtszeit als Trainer der italienischen Nationalmannschaft schon für einige Überraschungen personeller Natur gesorgt.

Etwa mit der Nominierung des 18 Jahre alten Sandro Tonali, der im Alltag nur in der Serie B für Brescia Calcio kickt. Oder mit der Berufung von Nicolo Zaniolo (AS Rom) noch vor dessen Debüt in der Serie A.

Mancini von Grifo angetan

Während Tonali und Zaniolo zwar dabei waren und in den Kreis der Squadra Azzurra hineinschnuppern durften, aber noch auf ihren ersten Einsatz im Italien-Trikot warten müssen, feiert mit Vincenzo Grifo ein weiterer Akteur sein Debüt, den in Italien niemand auf dem Zettel hatte.

Der 25-Jährige durfte am 20. November beim 1:0-Sieg im Testspiel gegen die USA in der zweiten Hälfte ran und hinterließ dabei durchaus einen ansprechenden Eindruck. Coach Mancini zeigte sich auf jeden Fall zufrieden mit Grifo und kündigte an, den technisch starken Offensiv-Allrounder erneut berufen zu wollen.

Für eine dauerhafte Perspektive in der Nationalelf allerdings benötigt Grifo auch regelmäßige Einsätze im Verein, die der in Pforzheim geborene Deutsch-Italiener im abgelaufenen Halbjahr bei der TSG 1899 Hoffenheim nicht erhalten hat.

In der Bundesliga brachte es der Standardspezialist lediglich auf sieben Einsätze, davon nur drei von Beginn an. Immerhin verbuchte Grifo, für den Hoffenheim im Sommer knapp sechs Millionen Euro Ablöse an Borussia Mönchengladbach überwiesen hat, immerhin ein Tor und zwei Vorlagen – alles beim 4:1-Sieg bei Bayer Leverkusen.

Nur ein Kurzeinsatz in der Champions League

Auf einen weiteren Assist kam Grifo beim 6:1 in der ersten Runde des DFB-Pokals beim 1. FC Kaiserslautern. Beim Aus in Runde zwei bei RB Leipzig reichte es dann nur zu einem 23-minütigen Kurzeinsatz und in der gesamten Vorrunde der Champions League stand Grifo sogar nur fünf Minuten auf dem Platz.

Unter dem Strich bleibt somit eine sicherlich nicht zufriedenstellende Bilanz, die nach der Winterpause sogar noch schlechter ausfallen könnte. Denn zum einen meldeten sich unlängst länger verletzt ausgefallene Mittelfeldspieler wie Dennis Geiger, Nadiem Amiri und Lukas Rupp fit zurück.

Und zum anderen stehen nach dem Aus in DFB-Pokal und Champions League deutlich weniger Spiele auf dem Programm. Nicht von ungefähr will Hoffenheim den Kader deshalb in der Januar-Transferperiode verkleinern.

Als Kandidat für einen Wechsel wurde zuletzt immer wieder auch Grifo genannt, der nun Nägel mit Köpfen gemacht und sich für eine Ausleihe zu seinem Ex-Klub SC Freiburg entschieden hat. Bis zum Sommer wird Grifo auf Leihbasis in den Breisgau zurückkehren und soll in bekanntem Umfeld zu alter Stärke finden.

https://twitter.com/scfreiburg/status/1081868839070109696

„Wir kennen seine Qualitäten, er kennt unser Umfeld – daher wird er keine lange Anlaufphase benötigen. Wir sind überzeugt, dass Vince unser Offensivspiel bereichern wird“, zeigte sich Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier bei Bekanntgabe der Personalie sehr zuversichtlich. Eine Kaufoption freilich konnte sich Freiburg dem Vernehmen nach nicht sichern.

Italien trifft in der EM 2020 Qualifikation Gruppe J übrigens auf Bosnien und Herzegowina, Finnland, Griechenland, Armenien und Liechtenstein. Die beiden bestplatzierten Teams qualifizieren sich für die Fußball EM 2020.

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WM 2022: Erweiterung auf 48 Teilnehmer weiter Thema

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Am Samstag beginnt in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Asienmeisterschaft, die bei der 17. Auflage erstmals mit 24 statt der bisherigen 16 Teilnehmer ausgetragen wird. Auch am Afrika-Cup, der ab 2019 nicht mehr im Januar, sondern im Sommer ausgespielt wird, damit die europäischen Vereine nicht mitten in der Saison auf Leistungsträger verzichten müssen, nehmen künftig immer 24 Nationen teil – nachdem es bei der Europameisterschaft 2016 auch bereits zum ersten Mal 24 statt 16 Teams waren.

Beschlossen ist überdies auch schon, dass ab 2026 die Endrunde der Weltmeisterschaft auf 48 Nationen erweitert wird, nachdem es seit 1998 stets 32 Teilnehmer waren. Nicht ausgeschlossen ist aber weiterhin auch eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes bereits zur WM 2022 in Katar.

Im Rahmen einer Sportkonferenz machte FIFA-Präsident Gianni Infantino deutlich, dass die Pläne einer WM 2022 mit 48 Mannschaften nach wie vor aktuell sind: „Warum sollten wir es nicht schon vor 2026 mit 48 Teams versuchen? Wir prüfen aktuell die Möglichkeit, ob eine Erweiterung der Teilnehmerzahl bereits 2022 in Katar möglich ist.“

Auslosung im März 2019

Eine Entscheidung wird aller Voraussicht nach nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Spätestens im März, wenn die Qualifikationsgruppen zur WM 2022 ausgelost werden, muss und wird Klarheit herrschen. Gastgeber Katar wäre grundsätzlich dazu bereit, das Teilnehmerfeld zu erweitern, will aber den Ergebnissen der von der FIFA in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie (zur FIFA Weltrangliste geht es hier) nicht vorgreifen.

Eine Möglichkeit wäre es zumindest nach Ansicht von Infantino, dass einige Spiele der WM 2022 in Nachbarstaaten Katars ausgetragen werden. Nachdem Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten im Juni 2017 einen Handelsboykott gegen Katar beschlossen haben, sind die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern allerdings alles andere als optimal. Infantino indes sieht in der Weltmeisterschaft auch eine Chance, um die Probleme in der Region konstruktiv anzugehen: „Es gibt Spannungen in dieser Region, mit denen die Staaten zurechtkommen müssen. Aber vielleicht ist es leichter, über ein gemeinsames Fußball-Projekt als über kompliziertere Dinge zu reden.“

Katar erhöht die Alkoholpreise

Ungeachtet von der Teilnehmerzahl sind in Katar die Vorbereitungen auf die WM auch über den Stadionbau und die Schaffung einer passenden Infrastruktur hinaus längst angelaufen.
Eine in diesem Zusammenhang getroffene Entscheidung dürfte viele Fans, die eine Reise zur WM 2022 planen, allerdings nicht freuen. So hat der Wüstenstaat zum 1. Januar 2019 eine sogenannte “Sündensteuer“ eingeführt, die insbesondere alkoholische Getränke deutlich verteuert.
Betroffen sind überdies Energy Drinks, Zigaretten und Produkte mit Schweinefleisch, die sich dadurch verteuern.

Eine Dose Bier mit 0,33 Litern kommt künftig auf rund 3,75 Euro. Eine Flasche Gin schlägt mit rund 80 Euro zu Buche. Für die Fußballfans, die im November und Dezember 2022 vor Ort in Katar weilen, wird es durch die hohen Preise zumindest etwas leichter, sich an das in der Öffentlichkeit geltende, strikte Alkoholverbot zu halten. In den Fanzonen soll es aber Alkohol geben. Ob auch im Stadion, ist noch offen.

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Wegweisendes Jahr für DFB-Präsident Reinhard Grindel

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Weihnachts- und Neujahrsansprachen sind mittlerweile fester Bestandteil der stillen Zeit am Ende eines Jahres. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich beim Übergang auf das Jahr 2019 nun mit Reinhard Grindel auch der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) geäußert und seine Erwartungen an das neue Jahr (EM 2020 Qualifikation) mitgeteilt.

https://twitter.com/DFB_Praesident/status/1079679532649644032

EM-Qualifikation als Primärziel

Im Vordergrund steht natürlich die A-Nationalmannschaft, die das mit dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland und dem Abstieg aus der obersten Division der Nations League völlig verkorkste Jahr 2018 wettmachen soll. Dabei sieht Grindel Bundestrainer Joachim Löw und sein Team auch mit Blick auf die letzten Auftritte im Herbst gegen Russland (3:0) und die Niederlande (2:2) auf einem guten Weg.

“Die Länderspiele gegen Russland und die Niederlande stimmen mich optimistisch für die Zukunft. Joachim Löw hat in kurzer Zeit den Umbruch eingeleitet, das Gerüst mit erfahrenen Spielern muss nun mit vielen jungen Perspektivspielern zu einem Team zusammengeführt werden, das bei der EM 2020 um den Titel mitspielen kann“, verknüpft Grindel seinen Optimismus aber auch mit durchaus hohen Erwartungen insbesondere an Löw, der im Herbst medial viel Gegenwind erhalten hat, vom DFB aber stets Rückendeckung bekam. Daran, dass das Primärziel die direkte Qualifikation für die EM 2020 ist, ließ Grindel keinerlei Zweifel.

Vorbereitungen auf den Boom durch die EM 2024

Eine wichtige Aufgabe sieht Grindel derweil auch darin, die Weichen für die EM 2024 in Deutschland und die Auswirkungen dieses Turniers auf den Fußball im Land zu stellen. So verspricht sich der DFB-Präsident von der EURO 2024 einen ähnlichen Fußball-Boom im Land, wie ihn die WM 2006 ausgelöst hat. “Aus der Erfahrung von 2006 wissen wir, dass in keinem Jahr so viele Kinder und Jugendliche begonnen haben, Fußball zu spielen, wie im Jahr der WM im eigenen Land. Diesen Effekt wird es auch 2024 geben, darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir brauchen engagierte und gut ausgebildete Trainer, und wir benötigen eine ausreichende Infrastruktur, vor allem Kunstrasenplätze“, so Grindel, der in Sachen Nachwuchsförderung auch die Zusammenarbeit zwischen den U-Nationalmannschaften und den Leistungszentren der Bundesligisten intensivieren will. Das könnte auch Auswirkungen auf die UEFA Nations League haben.

Zudem will Grindel in Gesprächen mit den zehn Ausrichterstädten der EM 2024 erreichen, dass die dank der vielen Besucher höheren Steuereinnahmen zumindest teilweise zurück in den Fußball fließen – etwa in der Form, dass mit dem Bau neuer Plätze bessere Rahmenbedingungen für die Basis geschaffen werden sollen.

Viel erhofft sich Grindel mittel- bis langfristig auch von der neuen DFB-Akademie, deren Bau im Idealfall im Frühjahr 2019 endlich beginnen und dann zwei Jahre später abgeschlossen werden soll. “Wir versprechen uns ebenso einen großen Motivationsschub für alle unsere Mitarbeiter, wenn wir im neuen DFB Verwaltung und Sport unter einem Dach vereinen.“

Ob das Jahr 2019 als gutes in die Geschichte eingehen wird, hängt indes maßgeblich sicher von den Auftritten der Spieler im DFB Trikot ab.

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Deutschland eröffnet Länderspieljahr 2019 gegen Serbien

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Nach dem völlig enttäuschenden Jahr 2018 mit dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland und dem Abstieg aus der Nations League Liga A hofft man beim DFB auf ein deutlich bessere 2019 für die deutsche Nationalmannschaft. Inzwischen steht auch fest, wie das neue Jahr für die DFB-Auswahl, die seit 1. Dezember ihre Gegner in der EM-Qualifikation 2020 kennt, beginnt.

Erstes Länderspiel 2019 in Wolfsburg

Vier Tage vor dem ersten und zugleich wohl schwersten Spiel in EM-Quali Gruppe C in den Niederlanden (24. März, 20.45 Uhr) trifft die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw am 20. März auf Serbien.

https://twitter.com/DFB_Team/status/1076087898095710213

Schauplatz der Testpartie, die ebenfalls um 20.45 Uhr angepfiffen wird, ist wie seit längerem bekannt die Volkswagen-Arena in Wolfsburg. Die Vergabe des Spiel in die Autostadt dürfte aus zweierlei Gründen erfolgt sein.

Zum einen hat der DFB seinen Automobilpartner gewechselt und wird ab 2019 nicht mehr von Mercedes-Benz, sondern von Volkswagen unterstützt. Und zum anderen weist die Volkswagen-Arena bei internationalen Spielen lediglich 27.000 Plätze auf, die einfacher zu füllen sind als die großen Stadien der Republik in Berlin, München oder Dortmund.

Und nach den Erfahrungen im Herbst, als bei den Heimspielen selbst gegen einen attraktiven Gegner wie die Niederlande viele leere Sitze zu sehen waren, legt man beim DFB offenkundig großen Wert auf ein volles Stadion.

Unter diesen Voraussetzungen dürfte der DFB auch die anstehenden Heimspiele im Rahmen der DFB EM-Qualifikation 2020 gegen Estland (11. Juni), Weißrussland (16. November) und Nordirland (19. September) in eher kleine Stadien vergeben.

Eine Ausnahme könnte die Begegnung gegen die Niederlande am 6. Spieltag darstellen, für das die Nachfrage deutlich größer sein dürfte als gegen die übrigen, bei allem Respekt eher wenig attraktiven Gegner. Wo genau die Länderspiele des Jahres 2019 stattfinden, will der DFB bis Ende Januar bekannt geben. Ebenso wie den Gegner für ein nicht zu vereinbarendes Testspiel am 9. oder 10. Oktober.

Serbien statt Argentinien oder Brasilien

Mit Serbien erhält Bundestrainer Löw wie gewünscht einen starken Gegner für die Generalprobe gegen die Niederlande, wenngleich der Wunsch des 58-Jährigen nach einem absoluten Hochkaräter nicht erfüllt wurde. Zuletzt war vor allem über ein Duell mit Argentinien oder Brasilien spekuliert worden, woraus aber letztlich nichts wurde.

Auch für Serbien ist die Begegnung in Wolfsburg der einzige Test für die EM-Qualifikation, die für den WM-Teilnehmer von 2018 auch direkt mit einer schwierigen Aufgabe beginnt.

Am 25. März gastiert die serbische Mannschaft im Rahmen der EM-Quali 2020 Gruppe B bei Europameister Portugal und tritt dort sicherlich als Außenseiter an.

Unterschätzen sollte man Serbien, das in der Nations League ungeschlagen mit 14 von 18 möglichen Punkten Gruppensieger vor Rumänien, Montenegro und Litauen wurde, womit der Aufstieg in die zweithöchste Liga gelungen ist.

Und auch bei den EM 2020 Qualifikation Wetten liegt Serbien hinter Portugal, aber noch vor der Ukraine auf dem zweiten Platz und sichert sich aus Sicht der Buchmacher das zweite EM 2020 Ticket der Gruppe B.

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Neue Nationaltrainer für Liechtenstein und Tunesien

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Das Ende eines Jahres ist gemeinhin ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen und sich Vorsätze für die Zukunft zu machen. Bei den Fußballverbänden von Liechtenstein und Tunesien wurde kurz vor Weihnachten im Zuge dessen ein personeller Neuanfang auf dem Trainerposten gestartet. Beide Nationen starten unter neuer sportlicher Leitung ins Jahr 2019.

Die Auswahl Tunesiens erhält bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate einen neuen Trainer. Zunächst reichte Erfolgstrainer Nabil Maaloul, der die Adler von Karthago zur Fußball Weltmeisterschaft 2018 geführt hatte und dort mit einem 2:1 über Panama den ersten tunesischen Sieg bei einer Weltmeisterschaft nach 40 Jahren bejubeln durfte, nach dem Vorrunden-Aus in Russland seinen Rücktritt ein, um zum katarischen Erstligisten Al Duhail zu wechseln.

Der tunesische Verband entsprach dem Wunsch Maalouls und engagierte als Nachfolger Faouzi Benzarti, der allerdings trotz drei Siegen in den drei Partien in der Qualifikation zum Afrika-Cup gegen Swasiland (2:0) und Niger (2:1, 1:0) Ende Oktober schon wieder gehen musste.

Nun präsentierte der tunesische Verband mit Alain Giresse einen überaus erfahrenen Trainer, der sich auf in Afrika bestens auskennt. Der ehemalige französische Nationalspieler hatte bereits die Auswahlmannschaften von Gabun, dem Senegal und Mali unter seinen Fittichen.

In den kommenden Wochen und Monaten soll der 66-Jährige nun eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, die beim Afrika-Cup im Sommer eine gute Rolle spielen soll. Qualifiziert für die Endrunde ist Tunesien bereits vor dem finalen Gruppenspiel im März gegen Swasiland, das somit vornehmlich Testzwecken dienen dürfte.

Isländer Helgi Kolvidsson übernimmt in Liechtenstein

Unterdessen hat der Fußballverband Liechtensteins (LFV) Helgi Kolvidsson als neuen Nationaltrainer präsentiert. Der 47 Jahre alte Isländer tritt die Nachfolger des Österreichers Rene Pauritsch an, der ab Oktober 2012 sechs Jahre lang für das Team aus dem Fürstentum verantwortlich war und fortan als sportlicher Leiter agieren wird.

Kolvidsson, der zu seiner aktiven Zeit als Spieler und auch lange Jahre als Trainer in Österreich und Deutschland tätig war und deshalb sehr gut Deutsch spricht, war zuletzt zwei Jahre lang Co-Trainer der Nationalmannschaft seiner Heimat unter Heimir Hallgrimsson.

Nach der EM 2016, als Island mit dem Einzug ins Viertelfinale weltweit viele Sympathien gewann, trat Kolvidsson seinen Dienst an und war auch bei der WM 2018 in Russland dabei, ehe er sich mit seinem Chef Hallgrimsson wieder verabschiedete. Im Island-Trikot absolvierte der ehemalige Innenverteidiger insgesamt 30 Länderspiele.

Nach einem halben Jahr ohne Job tritt Kolvidsson nun zum 1. Januar 2019 den Cheftrainerposten in Liechtenstein ein.

Nach Stationen beim SC Pfullendorf, Austria Lustenau, dem SC Wiener Neustadt und der SV Ried kehrt Kolvidsson somit in die erste Reihe zurück und das als Wunschlösung, wie LFV-Präsident Hugo Quaderer in einem offiziellen Statement betonte: “Nach Evaluierung der potenziellen Nachfolgekandidaten und unserem Anforderungsprofil war Helgi Kolvidsson unser Kandidat Nummer eins. Wir sind froh, dass wir mit ihm in die EURO 2020-Qualifikation gehen können.“

In der EM-Qualifikation 2020 trifft Liechtenstein in EM Quali Gruppe J auf Italien, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Armenien und Finnland. Mehr als der eine oder andere Achtungserfolg dürfte dann freilich kaum möglich sein.

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DFB-Team: Chance für Davie Selke?

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In den letzten Länderspielen des Jahres 2018 hat sich die deutsche Nationalmannschaft offensiv mit dem Trio Serge Gnabry, Leroy Sane und Timo Werner vielversprechend präsentiert. Alle drei bringen jede Menge Tempo mit und sind kaum zu kontrollieren, wenn sich Räume bieten.

Alle drei haben ihre Stärken allerdings nicht unbedingt im Strafraum, wenngleich Werner schon gelernter Mittelstürmer ist und ein durchaus gutes Kopfballspiel mitbringt. Noch stärker ist der 22-Jährige allerdings, wenn er seine Schnelligkeit ausspielen und in Lücken der gegnerischen Abwehr stoßen kann.

In der anstehenden Deutschland EM-Qualifikation 2020 werden sich der Mannschaft gegen Nordirland, Estland und Weißrussland indes vermutlich nur wenig Möglichkeiten zu einem schnellen Umschaltspiel bieten. Lediglich die Niederlande scheint ein Gegner auf Augenhöhe, der selbst die Initiative ergreifen und Deutschland so zugleich entsprechende Räume gewähren könnte.

Uth mit guten Chancen – Ginczek überzeugt

Wahrscheinlich ist deshalb, dass Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader mit einem klassischen Mittelstürmer, der seine Stärken im Zentrum hat und auch Qualitäten mit dem Rücken zum gegnerischen Tor besitzt, erweitert.

Allzu viele Optionen bieten sich dafür freilich nicht, nachdem Sandro Wagner und Mario Gomez vor bzw. nach der Weltmeisterschaft 2018 ihren Rücktritt erklärt haben.

Lars Stindl, der beim Confederations Cup 2017 überzeugen konnte, danach aber die WM verletzungsbedingt verpasste, ist derweil ebenso wenig ein klassischer Mittelstürmer wie Werner, Dortmunds Maximilian Philipp oder Kevin Volland, der zuletzt trotz ordentlicher Leistungen bei Bayer Leverkusen nicht berücksichtigt wurde.

Mark Uth würde schon eher ins Raster passen und darf nach seinem Debüt im Deutschland-Trikot auf weitere Chancen hoffen. Neben dem Schalker bieten sich aber auch noch weitere Kandidaten. Etwa Niclas Füllkrug, der allerdings bei Hannover 96 bislang die starke Vorsaison mit 14 Toren nicht bestätigen konnte. Oder Freiburgs Nils Petersen, dem mit 30 Jahren allerdings sicher nicht die Zukunft gehört.

In den vergangenen Wochen hat zudem Daniel Ginczek mit guten Leistungen und Toren für den VfL Wolfsburg auf sich aufmerksam gemacht. Der 27-Jährige ist endlich einmal über einen längeren Zeitraum hinweg verletzungsfrei und könnte in den Überlegungen von Bundestrainer Löw eine Rolle spielen.

Das gilt noch mehr für Davie Selke, der mit seinen 23 Jahren aktuell neben Werner der wohl vielversprechendste deutsche Stürmer ist. Selke, der 2017 mit der U21 Europameister wurde, hat sich nach einem Pneumothorax im Sommer zurückgekämpft und ist nach einigen Kurzeinsätzen inzwischen Stammspieler bei Hertha BSC.

Nächste Länderspiele erst im März

Dabei soll es nicht bleiben, wie Selke nun gegenüber dem “Sportbuzzer“ recht offensiv verriet: „Ich möchte mindestens ein Spiel für Deutschland gemacht haben. Als junger deutscher Spieler, der bereits Erfolge in den U-Nationalmannschaften feierte, ist es das logische Ziel.“

Selke weiß aber auch, sich für eine Nominierung mit guten Leistungen über längere Zeit aufdrängen zu müssen. Gleichzeitig ist der trotz seiner 1,93 Meter sehr schnelle Selke selbstbewusst genug, um die DFB-Auswahl anzupeilen: „Vielleicht wäre mein Name ohne die Verletzung zum Saisonstart präsenter. Doch momentan wird mein Name in Zusammenhang mit dem DFB auch zu Recht nicht genannt. Ich brauche Zeit, um mich wieder in einen Lauf zu spielen – erst dann wird es auch mein nächstes Ziel sein, eine Alternative in der Nationalmannschaft zu werden.“

Bis Mitte März haben alle Angreifer die Chance, sich zu empfehlen. Dann erst wird der Bundestrainer seinen ersten Kader im Jahr 2019 für das Auftaktspiel in der EM-Qualifikation 2020 in den Niederlanden (24. März) sowie ein Testspiel drei Tage zuvor in Wolfsburg (Gegner noch offen) nominieren.

Bei der EURO 2020, die in 12 verschiedenen Städten Europas ausgetragen wird, wird übrigens München ein EM 2020 Spielort sein.

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Löw setzt weiter auf Manuel Neuer

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Mit der Auslosung der EM 2020 Qualifikationsgruppen ist Anfang Dezember der letzte offizielle Termin für die deutsche Nationalmannschaft im Jahr 2018 über die Bühne gegangen.

Nachdem das Jahr mit dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 in Russland und dem Abstieg aus der Nations League Liga A einen völlig enttäuschenden Verlauf genommen hat, soll 2019 alles besser laufen.

Natürlich ist die erfolgreiche EM-Qualifikation 2020 das oberste Ziel, das allerdings angesichts einer Gruppe mit der Niederlande, Weißrussland, Estland und Nordirland, aus der die beiden Ersten das Ticket zur Fußball EM 2020 lösen, zugleich auch Pflicht ist.

Wichtig wird das kommende Jahr insbesondere auch für Bundestrainer Joachim Löw, dessen Wirken in den vergangenen Monaten sehr kritisch verfolgt und auch intensiv hinterfragt wurde.

Es dürfte genau beobachtet werden, inwieweit Löw den letztlich erst nach der 0:3-Niederlage im Oktober in den Niederlanden wirklich angegangenen Umbruch weiter vorantreibt und ob die zumindest vorsichtig positiven Ansätze der letzten Länderspiele des Jahres gegen Russland (3:0) und die Niederlande (2:2) in der DFB EM-Quali 2020 bestätigt bzw. ausgebaut werden können.

Lob auch für Marc-Andre ter Stegen

Als Studiogast im Aktuellen Sportstudio des ZDF hat Löw am Wochenende zumindest kleinere Einblicke in seine weiteren Planungen gewährt. So verriet der Bundestrainer, weiterhin mit Manuel Neuer als Stammtorwart im Deutschland-Trikot zu planen. “Falls nichts Außergewöhnliches passiert, sollte Manuel Neuer unsere Nummer eins sein bis zur EM.“

Die Begründung, warum Neuer weiterhin das volle Vertrauen genießt, lieferte Löw gleich mit: “Er ist unser Kapitän und wichtig für die Mannschaft. Er ist über viele Jahre der allerbeste Torhüter gewesen und hat nach seiner längeren Verletzungspause bei der insgesamt wahnsinnig enttäuschenden WM in Russland seine Form gefunden.“

Gleichzeitig kündigte Löw aber auch Chancen für Marc-Andre ter Stegen an, dem der 58-Jährige inzwischen auch “Weltklasse“ attestierte. Nichtsdestotrotz wird es aller Voraussicht nach keinen offenen Zweikampf um den Platz im deutschen Tor geben. Zumindest öffentlich will Löw kein offenes Torwartduell ausrufen.

Kritik an drei Weltmeistern

Anders als Neuer haben dagegen drei andere, langjährige Leistungsträger der Nationalmannschaft und des FC Bayern München ihre Plätze nicht sicher.

In Bezug auf Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller, die in den vergangenen Monat spürbar an Stellenwert eingebüßt haben, fand der Bundestrainer klare Worte. “Nach wie vor ist es so, dass sie für Deutschland spielen können, wenn sie die Form haben. Zuletzt hatten sie sie nicht“, kritisierte Löw offen die Leistungen der drei Weltmeister.

Insbesondere für Müller, dem im offensiven Mittelfeld große Konkurrenz erwachsen ist, dürfte es immer enger werden. Aber auch in der Innenverteidigung sind unter anderem mit Niklas Süle, Antonio Rüdiger, Jonathan Tah oder Matthias Ginter jüngere Alternativen zu Hummels und Boateng vorhanden.

Deutschland liegt derzeit nur auf Rang 16 der FIFA-Weltrangliste und trifft in der EM-Quali Gruppe C auf die Niederlande, Nordirland, Estland und Weißrussland.

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