Frankreich WM 2022 Kader: Der Weltmeister im Check

Wenn im Winter 2022 bei der WM in Katar der Ball rollt, steht ein Team besonders im Mittelpunkt: Frankreich. Les Bleus wollen ihren Titel verteidigen und endlich den Fluch brechen, dass der Weltmeister bei der folgenden Endrunde schwach abschneidet. Frankreich wurde selbst 2002 nach dem ersten WM-Sieg des Landes sein Opfer und schied nach der Vorrunde aus. Fraglos besitzen die Spieler der Franzosen das Potenzial, sehr weit zu kommen und vielleicht sogar direkt wieder Weltmeister zu werden.

Die Leistungskurve des Teams schwankte zuletzt jedoch. Bei der EM 2021 war bereits im Achtelfinale Schluss. Dafür wurde die WM 2022 Quali souverän gemeistert. Die Franzosen gewannen zudem die zweite Ausgabe der Nations League und setzten sich im Rahmen des Finalturniers gegen Belgien und Spanien durch.

Sie bezwangen damit zwei Teams, die bei der Endrunde ebenfalls zu den WM 2022 Favoriten zählen. Wir zeigen dir, mit welchem Kader Trainer Didier Deschamps in Katar antreten könnte. Basierend auf den Spielen der Qualifikation, der Nations League und der EM geben wir zudem Prognosen ab, wer wohl in der Start-Aufstellung der Equipe Tricolore stehen wird, wenn es in WM 2022 Gruppe D gegen Tunesien, Dänemark und Australien.

Frankreich-Spiele bei der Fußball-WM 2022

Alle Partien Frankreichs bei der WM 2022

22.11.2022 – 20:00
Frankreich-:-Australien
Frankreich vs Australien
26.11.2022 – 17:00
Home flag image-:-Away flag image
Frankreich vs Dänemark
30.11.2022 – 16:00
Home flag image-:-Away flag image
Tunesien vs Frankreich

WM-Tabelle von Frankreich

Frankreichs möglicher WM-Kader 2022 in der Analyse

Frankreich spielt eine Vielzahl unterschiedlicher Formationen. Während der WM-Qualifikation 2022 kamen ein 4-2-3-1, ein 4-4-2 mit einer Doppel-6, ein offensives 4-3-3 und 3-4-1-2 zum Einsatz. Bei der EURO 2021 vertraute der seit 2012 im Amt befindliche Coach Didier Deschamps auf ein 4-3-3, ein 3-4-1-2, ein 4-2-3-1 und ein 4-3-1-2. In jedem der vier Partien kamen also unterschiedliche Systeme zum Einsatz.

Diese Vielseitigkeit macht die Franzosen nicht nur für ihre Gegner schwer ausrechenbar, sondern auch für uns im Rahmen unserer Prognosen. Da zuletzt immer wieder eine Dreierkette auf dem Platz stand, richten wir uns in der Hauptsache nach dem 3-4-1-2.

Tor

Im Tor ist Kapitän Hugo Lloris (Tottenham Hotspurs). Der Routinier war bereits beim Titelgewinn im Jahr 2018 sicherer Rückhalt im Tor der französischen Nationalmannschaft. Für Lloris könnte es die letzte Weltmeisterschaft sein, ist er bei der Endrunde doch schon 35 Jahre alt sein.

Mit Mike Maignan (AC Mailand) steht aber eine erstklassige Alternative bereit. Als Nummer 3 dürfte Alphonse Areola (West Ham United) nach Katar mitreisen.

Verteidigung

Wirklich gesetzt ist bei Deschamps in der Innenverteidigung nur Raphael Varane (Manchester United). Lucas Hernandez (FC Bayern) spielte ebenfalls häufig, aber nicht immer. Ähnlich war es mit Benjamin Pavard (FC Bayern), der teilweise den Rechtsverteidiger geben musste.

Für die Zentrale verließ sich Deschamps ansonsten noch auf Presnel Kimpembe (Paris Saint-Germain), Jules Kounde (FC Barcelona) und Ibrahima Konate (FC Liverpool). Ein weiterer Kandidat für die Startelf in der Innenverteidigung ist zudem Dayot Upamecano nach seinem Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2021.

Sollte Deschamps eine Viererkette aufs Feld schicken, wären Lucas Digne (Aston Villa) und Theo Hernandez (AC Mailand), Bruder von Lucas Hernandez, heiße Kandidaten als Linksverteidiger. Auf der rechten Seite ist neben Pavard Leo Dubois (Galatasaray Istanbul) der wahrscheinlichste Anwärter als Rechtsverteidiger.

Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld dürften in Katar Paul Pogba (Juventus Turin) und N’Golo Kante (FC Chelsea) die besten Karten auf einen Einsatz in der Startformation haben. Mögliche Alternativen sind Adrien Rabiot (Juventus Turin), die beiden Real Madrid Vereinskollegen Aurélien Tchouameni und Eduardo Camavinga sowie Boubacar Kamara (Aston Villa) und Matteo Guendouzi (Olympique Marseille).

Im offensiven Mittelfeld vertraute Deschamps in der Regel Antoine Griezmann (Atletico Madrid). Eine Alternative ist dessen Vereinskollege Thomas Lemar, der aber im Nationalteam bisher eher als Linksaußen agierte.

Angriff

Im Sturm sind die beiden Superstars Karim Benzema (Real Madrid) und Kylian Mbappé (Paris Saint-Germain) gesetzt. Spielt Frankreich mit drei Spitzen, könnten der dribbelstarke Kingsley Coman (FC Bayern) als Rechtsaußen oder der pfeilschnelle Ousmane Dembele (FC Barcelona) als Linksaußen ins Team rücken. Teilweise hat Deschamps aber auch schon Griezmann auf die Rechtsaußen-Position gezogen.

Die Deutschland-Legionäre Christopher Nkunku (RB Leipzig) sowie Moussa Diaby (Bayer Leverkusen) nehmen vermutlich als Joker auf der Bank Platz.

Die französische Nationalmannschaft bei der WM 2022

Die wichtigsten Infos🇫🇷 Frankreich
TrainerDidier Deschamps 🇫🇷
Größter ErfolgWeltmeister 1998, 2018
RekordtorschützeThierry Henry (51 Tore)
RekordspielerLilian Thuram (142 Einsätze)
Star des TeamsKarim Benzema (Real Madrid)
Wertvollster SpielerKylian Mbappe (160 Mio. €, Stand: 02.09.22)
Gesamtmarktwert1,06 Mrd. € (Stand: 02.09.22)
SpitznameLes Bleus, Equipe Tricolore
FIFA-Weltrangliste4. Platz (Stand: 02.09.22)
Höchster Sieg10:0 gegen Aserbaidschan (1995)
Höchste Niederlage1:17 gegen Dänemark (1908)
WM-Teilnahmen16 (inkl. WM 2022)
Frankreichs WM-Bilanz bis 2022

Frankreichs Talente bei der WM 2022

Frankreich ist ein Land, das traditionell große Talente in Massen hervorbringt, die rasend schnell Weltklasse erreichen. Einige davon könnten wir in Katar sehen – ausgeblendet seien dabei Akteure wie Kylian Mbappé, die trotz ihrer jungen Jahre längst über den Talent-Status hinaus sind. Größtes Talent bei der Weltmeisterschaft 2022 könnte Ex-Hertha BSC Spieler Mattéo Guendouzi (FC Arsenal) sein, der vor allem durch seine Führungsqualitäten hervorsticht.

Auch junge aufstrebende Talente wie der 20-jährige Eduardo Camavinga oder der 23-jährige Moussa Diaby könnten sich bei der Endrunde in Katar ins Rampenlicht spielen.

Verteidigt Frankreich in Katar den Weltmeistertitel?

Generell gilt: Wer Weltmeister werden will, muss an Frankreich vorbei. Das Team ist in jedem Mannschaftsteil mit überragenden Akteuren besetzt – teilweise mehrfach. Gelingt es Deschamps, eine ähnlich atmosphärische Stimmung wie bei der WM 2018 zu erzeugen, ist die erfolgreiche Titelverteidigung auf jeden Fall möglich.

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