Konstantin Rausch ins russische Nationalteam berufen

Russlands Teamchef Stanislav Tschertschessow hat überraschend Konstantin Rausch vom 1. FC Köln für den erweiterten Kader des russischen Nationalteams nominiert.

Der Linksverteidiger könnte im September mit den Russen ein Trainingslager bestreiten und ein Testspiel gegen Dynamo Moskau absolvieren (3. September), während die anderen europäischen Teams in der WM-Quali 2018 antreten.

Der endgültige Kader für das Trainingslager und das Freundschaftsspiel wird Nationaltrainer Tschertschessow am 22. August bekanntgeben.

51 Partien für deutsche Jugend-Auswahlen

Der 27-Jährige Sohn russlanddeutscher Eltern wurde im russischen Dorf Koschewnikowo geboren und zog mit 6 Jahren nach Deutschland.

Bisher bestritt „Kocka“ insgesamt 51 Partien für die deutsche Nachwuchsnationalmannschaft (U16, U17, U18, U19, U21). Für ein A-Nationalteam wurde der Köln-Verteidiger nun aber zum ersten Mal einberufen.

Geht WM-Traum in Erfüllung?

Da die Sbornaja (derzeit 62. der FIFA-Weltrangliste) bereits fix für die Weltmeisterschaft 2018 im eigenen Land qualifiziert ist, darf sich Rausch nun sogar Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen.

Auch bei seinem Verein 1. FC Köln stößt die Nominierung auf große Freude. So sagt FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke auf der Homepage des Vereins dazu: „Das freut uns sehr für Kocka“.

Der 27-Jährige war im Sommer 2016 ablösefrei von Darmstadt nach Köln gewechselt. Sein Bundesliga-Debüt gab er im Jahr 2008 für Hannover 96.

Argentiniens WM-Quali-Kader vs. Uruguay & Venezuela ohne Higuain

Argentiniens Nationaltrainer Jorge Sampaoli verzichtet in seinem Aufgebot für die anstehenden WM-Qualifikationsspielen gegen Uruguay und Venezuela freiwillig auf Top-Stürmer Gonzalo Higuain.

Während Manchester City Angreifer Sergio Agüero in die argentinische Nationalmannschaft zurückkehrt, wird Higuain beim kommenden Länderspiel-Doppel in der WM-Quali Südamerika gegen Uruguay (1.9.) und Venezuela (6.9.) nicht mit dabei sein.

Der 29-Jährige konnte im Nationalteam nie so richtig überzeugen bzw. an die Vereins-Leistungen (Juventus, Neapel) anschließen. Sein letztes Tor für Argentinien erzielte Higuain im Oktober 2016.

Neben Agüero werden auch Mauro Icardi (Inter Mailand) und Javier Pastore (PSG) wieder in die Albiceleste einberufen. Pastore war zuletzt im Oktober 2015 im Argentinien-Trikot aufgelaufen.

Superstar Lionel Messi wird aufgrund der Aufhebung seiner Sperre wegen Schiedsrichter-Beleidigung auflaufen dürfen.

Argentinien vor Pflichtsiegen

Vier Spieltage vor Qualifikationsende steht die argentinische Nationalmannschaft im kommenden Länderspiel-Doppel gegen Uruguay und Venezuela vor zwei Pflichtsiegen.

Derzeit liegt die Albiceleste in der Tabelle nur auf Rang fünf. Die besten vier Teams qualifizieren sich fix für die WM in Russland, der Fünfte muss im Play-off gegen den Gewinner der WM-Quali-Ozeanien antreten.

Mit Siegen gegen Uruguay (derzeit mit einem Punkt Vorsprung auf Rang 3) und Venezuela (letzter Platz, 6 Punkte) könnte Argentinien sogar auf Platz 2 springen.

Für Teamchef Jorge Sampaoli sind es nach der Entlassung von Edgaro Bauza die ersten beiden Spiele in der WM-Qualifikation. Bisher bestritt der Neo-Nationalcoach erst zwei internationale Testspiele gegen Brasilien und Singapur, beide wurden gewonnen.

Argentinien-Kader für WM-Quali gegen Uruguay & Venezuela

Tor: Sergio Romero (Manchester United), Nahuel Guzman (Tigres), Geronimo Rulli (Real Sociedad)

Verteidigung: Javier Mascherano (Barcelona), Federico Fazio (Roma), Nicolas Otamendi (Manchester City), Gabriel Mercado, Nicolas Pareja (beide Sevilla)

Mittelfeld: Ever Banega, Guido Pizarro (beide Sevilla), Lucas Biglia (AC Milan), Augusto Fernandez (Atletico Madrid), Leandro Paredes (Zenit St. Petersburg), Angel Di Maria, Javier Pastore (beide Paris Saint-Germain), Marcos Acuna (Sporting Lissabon), Manuel Lanzini (West Ham United), Eduardo Salvio (Benfica)

Angriff: Lionel Messi (Barcelona), Paulo Dybala (Juventus), Mauro Icardi (Inter Mailand), Joaquin Correa (Sevilla), Sergio Agüero (Manchester City)

Weitere interessante Links

Italien verlängert Vertrag mit Nationaltrainer Ventura

Der italienische Fußballverband will auch über die Weltmeisterschaft 2018 hinaus mit Nationaltrainer Giampiero Ventura zusammenarbeiten.

Wie der Verbandspräsident Carlo Tavecchio gestern auf einer Presskonferenz in Rom bekannt gab, wird der Vertrag mit dem 69-Jährigen vorzeitig bis zur Europameisterschaft 2020 verlängert.

Die Verlängerung sei ein Zeichen des Vertrauens in Ventura, der einen Generationswechsel in der Nationalelf eingeleitet habe.

8 Siege in 11 Partien

Der 69-Jährige Italiener hatte nach der EM 2016 im Juli die Nachfolge vom bisherigen Nationaltrainer Antonio Conte übernommen, der nach dem Turnier zum FC Chelsea gewechselt war und diesen gleich in seiner ersten Saison zum Meistertitel in der englischen Premier League geführte hatte.

Knapp über ein Jahr betreut Ventura also nun die italienische Nationalmannschaft und hat dabei eine äußerst positive Bilanz aufzuweisen. In elf Partien unter Ventura fuhr die Squadra Azzurra acht Siege ein, nur gegen Frankreich musste sich Italien in einem internationalen Testspiel mit 1:3 geschlagen geben.

Vor seiner Zeit als Chefcoach bei der italienischen Nationalmannschaft war Ventura unter anderem als Vereinstrainer bei Napoli, Hellas Verona, Bari und dem FC Turin tätig.

WM-Quali: Zweikampf mit Spanien

In der WM-Quali 2018 ist die Squadra Azzura noch ungeschlagen und liefert sich mit Spanien einen spannenden Kampf um Platz 1 und das damit verbundene Fixticket zur WM-Endrunde. Beide Mannschaften halten derzeit bei 16 Punkten, Albanien und Israel weisen bereits 7 Punkte Rückstand auf.

Die Entscheidung könnte allerdings schon der nächste Spieltag bringen. Denn am 02. September kommt es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Spanien und Italien.

Der Sieger dieses Duells wird sich höchstwahrscheinlich den ersten Platz in WM-Quali Gruppe G sichern können. Das Gigantenduell endete im Oktober 2016 mit einem 1:1 Unentschieden.

Mehr zum Thema

Bauarbeiten in WM-Stadien schreiten voran

Wie die FIFA auf ihrer Webseite berichtet, nähern sich die sieben noch im Bau befindlichen WM-Stadien 2018 in Russland ihrer Fertigstellung.

Die restlichen 5 Stadien, die bei der Endrunde zum Einsatz kommen, sind bereits zur Gänze fertiggestellt und bespielbar.

Dies betrifft die vier Arenen, die beim Confed Cup genutzt wurden (St. Petersburg-Stadion, Fisht-Stadion, Kasan-Arena, Spartak-Stadion) sowie das Luschniki-Stadion in Moskau, in dem sowohl das WM-Eröffnungsspiel als auch das WM-Finale 2018 stattfinden wird.


Rasen in mehreren Stadien verlegt

So verkündet der Weltfußballverband, dass gerade der Rasen in der Jekaterinburg-Arena verlegt wird. Auch im Kaliningrad-Stadion, in dem bei der Weltmeisterschaft 2018 vier Gruppenspiele ausgetragen werden, soll dies in den nächsten Tagen passieren.

In der Rostow-Arena und im Nischni-Nowgorod-Stadion sind die Arbeiten bezüglich der Rasenverlegung bereits abgeschlossen.

Baufortschritt in den weiteren Stadien

Auch in der Wolgograd-Arena und in der Mordwinien-Arena in Saransk schreiten die Bauarbeiten zügig voran. In ersterer wird demnächst mit dem Einbau der insgesamt 77.000 Quadratmeter großen Membranbespannung begonnen, in zweiterer werden gerade die technische Ausrüstung für das Spielfeld und die Aufzüge eingebaut.

In der Samara-Arena wurden bis auf einen alle Blöcke der Kuppelstruktur eingebaut und mit der Modernisierungsvorbereitung des Stadion-Umfeldes gestartet. So wurde das ehemalige Rundfunkzentrum abgerissen und die Bauplätze planiert.

Iranischen Spielern droht Nationalteam-Sperre

+++ UPDATE +++

Masoud Shojaei und Ehsan Haji Safi wurden offiziell vom iranischen Sportministerium aus dem Nationalteam ausgeschlossen. 

Zwei iranischen Nationalspielern droht eine Sperre oder gar ein Ausschluss aus der iranischen Nationalmannschaft. Grund dafür ist das Verstoßen der Profis gegen ein 38-jähriges Verbot.

Ehsan Haji Safi droht Sperre aus Iran-Nationalteam
Ehsan Haji Safi (Steindy, GFDL 1.2)

Die beiden Teamspieler Masoud Shojaei und Ehsan Haji Safi hatten mit ihrem Verein Panionios Athen im Rahmen der Europa League Qualifikation an einer Partie gegen das israelische Team Maccabi Tel Aviv teilgenommen.

Eigentlich nichts Außergewöhnliches, doch iranischen Sportlern ist es aufgrund der politischen Feindschaft mit Israel verboten, gegen israelische Teams oder Sportler anzutreten.

Die Nationalteam-Sperre würde für Masoud Shojaei und Ehsan Haji Safi auch das Aus bei der WM 2018 in Russland bedeuten. Der Iran konnte sich als zweite WM-Mannschaft über sportlichen Wege fix für die Endrunde qualifizieren.

Großer Tabubruch

Der Generaldirektor im iranischen Sportministerium Mohamed Dschawad Ababaf äußerte sich folgendermaßen zum Verhalten der beiden Nationalspieler: „Shojaei und Haji Safi werden mit großer Wahrscheinlichkeit von der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Den Tabubruch der beiden Spieler kann der Iran nicht hinnehmen und wird den Vorschriften nach auch reagieren“.

Der iranische Fußballverband FFI will den Nationalteam-Ausschluss noch nicht bestätigen: Wir verurteilen ihre Teilnahme, aber eine Entscheidung wird erst nach weiteren Untersuchungen und Gesprächen mit den beiden Spielern fallen.“

Die Nationalspieler Masoud Shojaei und Ehsan Haji Safi absolvierten bisher zusammen 150 Länderspiele für den Iran und zählten auch in der WM-Qualifikation Asien zu den Schlüsselspielern des Teams.

Massive Proteste gegen Sperre

Zahlreiche Fans und auch bekannte Persönlichkeiten meldeten sich in den sozialen Netzwerken zu Wort, um gegen die mögliche Sperre zu protestieren.

So schrieb der iranische ehemalige FC Bayern Profi Ali Karimi auf Instagram: „Ihr habt nur euren Job im Verein gemacht und wichtig ist nur die öffentliche Meinung über euch“.

Mit dem Hashtag „Fußball ist nicht politisch“ starteten Fans zudem eine Kampagne auf Twitter, um ihre Unterstützung für die Spieler auszudrücken.