Ancelotti mit Kroatien zur WM 2018?

Erst Ende September wurde Carlo Ancelotti als Trainer des FC Bayern Münchens entlassen, nun soll der Italiener aber schon wieder zahlreiche Jobangebote vorliegen haben.

Wie die italienische Zeitung „Gazzetta dello Sport“ berichtet, soll der 58-Jährige als Chefcoach der kroatischen Nationalmannschaft im Gespräch sein. Britischen Medien zufolge soll aber auch Leicester City (18. der Premier League) nach der Entlassung von Trainer Craig Shakespeare um den Ex-Bayern-Trainer buhlen.

Ancelotti bei der WM 2018?

Nachdem der kroatische Nationaltrainer Ante Cacic nach dem enttäuschenden 1:1 Remis gegen Finnland am 9. Spieltag der WM-Qualifikation 2018 seinen Hut nehmen musste, übernahm vorerst Zlatko Dalic das kroatische Nationalteam. Der 50-Jährige führte Kroatien am letzten Spieltag zu einem 0:2 Auswärtserfolg in der Ukraine und wird das Team auch bei den WM-Playoffs gegen Griechenland betreuen.

Im Falle einer erfolgreichen Qualifikation könnte Kroatien die WM in Russland aber dennoch mit Carlo Ancelotti anstatt mit Zlatko Dalic bestreiten. Dem Medienbericht zufolge soll der Italiener, dessen Vertrag bei den Bayern noch bis Juni 2018 läuft, dank der WM-Perspektive sogar dazu bereit sein, auf Geld zu verzichten.

Allerdings hat Ancelotti bisher noch nie eine Nationalmannschaft trainiert und soll auch erst vor kurzem bei einer Buchpräsentation gemeint haben, dass für ihn der Vereinsfußball erst einmal Priorität hätte.

Verbandschef Suker weist Gerüchte zurück

Nur einen Tag nach Aufkommen des Gerüchts nahm der kroatische Verbandschef Davor Suker zu der Nachricht Stellung und bezeichnete die Meldung als „typischen Fall einer Falschnachricht“. Er sei enttäuscht, dass ein weltweit anerkanntes Medium wie die Gazzetta dello Sport die Quelle solch einer Fehlinformation sei.

„Ich kann nur sagen, dass Zlatko Dalic Kroatiens Trainer ist und dass wir uns alle auf die WM-Playoff-Partien gegen Griechenland fokussieren“ so der ehemalige Nationalspieler Kroatiens auf der Verbandswebseite.

Weiteres zur WM 2018

Anastasios Donis fällt für Play-Offs aus

Die griechische Nationalmannschaft muss in den anstehenden Play-Off Spielen gegen Kroatien auf Anastasios Donis verzichten. Der Angreifer zog sich gestern im Training seines Vereines VfB Stuttgart eine Schultereckgelenksprengung zu und wird nach Angaben der Schwaben fünf bis sechs Wochen ausfallen.

Damit verpasst der 21-Jährige nicht nur die anstehenden Spiele in der deutschen Bundesliga, sondern auch die entscheidenden Relegationsspiele um einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft 2018.

Das Team von Michael Skibbe trifft am 09. November in Zagreb auf Kroatien, am 12. November kommt zum entscheidenden Rückspiel. Donis muss sich zwar keiner Operation unterziehen, wird dem VfB wohl aber erst wieder Ende November zur Verfügung stehen.

Donis zuletzt in aufsteigender Form

Die Verletzung kommt für Anastasios Donis zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, befand sich der 21-Jährige doch zuletzt im Form-Hoch. Beim 2:1 Sieg über Köln erzielte der Grieche, der im Sommer von Juventus zum VfB gewechselt war, sein erstes Bundesliga-Tor und zählte in der Offensive zur Stammkraft.

Für die griechische Nationalmannschaft absolvierte Donis bisher vier Länderspiele, muss aber noch auf sein erstes Tor im griechischen Fußball-Trikot warten. Beim abschließenden 4:0 Erfolg gegen Gibraltar in der WM-Quali 2018 musste der Sohn von APOEL Nikosia Trainer Georgios Donis aufgrund einer Gelbsperre zusehen.

Griechenland klarer Außenseiter

In den entscheidenden WM-Quali Playoffs wartet mit Kroatien eine denkbar schwierige Aufgabe auf das griechische Nationalteam. Der 18. der FIFA-Weltrangliste verfügt über einen mit Top-Stars gespickten Kader (Luka Modric, Ivan Rakitic, Mario Mandzukic, Ivan Perisic, usw.) und gilt gegen Griechenland als klarer Favorit.

Das Hinspiel zwischen Kroatien und Griechenland überträgt RTL Nitro übrigens live im Free-TV. Welche WM-Quali Play-Offs im TV zu sehen sind, kannst du dir hier ansehen.

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Italien muss im Playoff gegen Schweden ran

Während inklusive Gastgeber Russland zehn europäische Nationen ihre Plätze im Teilnehmerfeld der WM 2018 bereits sicher haben, dürfen acht weitere Länder noch hoffen, im nächsten Sommer beim Kampf um die weltweite Fußballkrone vor Ort dabei zu sein.

Für vier dieser Mannschaften wird der WM-Traum allerdings im November platzen, wenn die Quali-Play-Offs der acht besten Gruppenzweiten auf dem Programm stehen.

Gestern wurden nun die Paarungen ausgelost, die schon im Vorfeld spannende Duelle versprechen (gespielt wird von 9. bis 14. November in Hin- und Rückspielen).

In der FIFA-Zentrale in Zürich fungierte der frühere spanische Nationalspieler Fernando Hierro als Losfee, die die acht Teams aus zwei Töpfen zog, die unter Berücksichtigung des aktuellen UEFA-Koeffizienten eingeteilt wurden. So waren beispielsweise Begegnungen zwischen Italien, Dänemark, der Schweiz und Kroatien ausgeschlossen.

Schwere Aufgabe für die Squadra Azzurra

Italien, das Team mit dem größten Namen im Lostopf und in der Gruppenphase nur Zweiter hinter Spanien, erwischte mit Schweden den wohl schwierigsten Gegner aus dem Topf der ungesetzten Mannschaften.

Die Skandinavier ließen in der Gruppe immerhin die Niederlande hinter sich und sind traditionell ein schwer zu bespielender Gegner.

Als Favorit geht aber natürlich dennoch die Squadra Azzurra in die beiden Partien und zumindest aktuell ist schwer vorstellbar, dass die WM in Russland oder generell ein großes Turnier ohne italienische Beteiligung über die Bühne geht. Zumal die Nachwuchsarbeit in Italien in jüngerer Vergangenheit wieder eine Reihe von vielversprechenden Talenten hervorgebracht hat.

Wer schafft es nach Russland?

Spannung versprechen indes auch die übrigen drei Paarungen. Kroatien gilt gegen Griechenland sicher ebenso als Favorit wie die Schweiz gegen Nordirland, während Irland und Dänemark zumindest im Vorfeld auf Augenhöhe gesehen werden.

Gerade auf diesem Niveau hängt vieles aber von Kleinigkeiten, der Tagesform und auch von der Unterstützung der Zuschauer ab. Auf diese kann man sich gerade in Irland und Nordirland sicher verlassen, aber auch die Fans in Kroatien und Griechenland sind dafür bekannt, eine besondere Atmosphäre ins Stadion zaubern zu können.

In der eher als nüchtern geltenden Schweiz wird man freilich ebenfalls nichts unversucht lassen, um das Publikum zum zwölften Mann zu machen.

Playoffs auch außerhalb von Europa

Play-offs stehen indes nicht nur in Europa, sondern auch auf anderen bzw. jeweils zwei verschiedenen Kontinenten auf dem Programm. So trifft mit Australien ein Vertreter der AFC WM-Quali auf Honduras, den Vierten der Nord- und Mittelamerikanischen WM-Qualifikation.

Außerdem hofft der Ozeanien-Vertreter Neuseeland, gegen den Fünften der südamerikanischen WM-Quali Peru, wie bei der WM 2010 erneut ein Endrunden-Ticket ergattern zu können. In Neuseeland weiß man zwar auch um die Schwere der Aufgabe gegen Peru, das nun sogar auf Platz 10 der Fußball-Weltrangliste liegt. Doch ist man damit dennoch nicht unzufrieden, hätte es auch gegen Argentinien oder Chile gehen können.

Wer wird neuer ÖFB-Teamchef?

Nachdem die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 verpasst wurde, steht der österreichischen Nationalmannschaft ein Umbruch bevor. Die Qualifikation für die EM 2020, die im September 2018 mit der neuen UEFA Nations League beginnt, wird die ÖFB-Auswahl mit einem neuen Trainer beginnen.

Bereits im September wurde das Aus von Marcel Koller nach sechs Jahren als Teamchef beschlossen, doch wer die Nachfolge des Schweizers antreten wird, ist nach wie vor ungeklärt.

Und das wird auch noch zwei Wochen unklar bleiben, denn wie ÖFB-Präsident Leo Windtner nun ankündigte, wird der neue Coach erst am 30. Oktober präsentiert und bis dahin werde es keine Wasserstandsmeldungen geben.

Andreas Herzog als Favorit

Immerhin haben inzwischen die Gespräche mit potentiellen Kandidaten begonnen, die der neue Sportdirektor Peter Schöttel zusammengestellt und einer internen Task Force zur Diskussion gestellt hat. Auch wenn sich keiner der Verantwortlichen zu den kursierenden Spekulationen äußert, gilt doch Andreas Herzog als Top-Favorit.

Der ehemalige Spielmacher der ÖFB-Auswahl, der 1993 mit Werder Bremen Meister wurde, fungierte bis November 2016 als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann bei der Nationalelf der USA und hat in der Vergangenheit nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihn das Amt des Teamchefs reizen würde. Nachdem er etwa bei der Einsetzung Kollers eine Absage erhalten hatte, hält sich Herzog aktuell aber mit seinen Aussagen zurück.

Womöglich aus gutem Grund, denn nach Informationen von “Sport24.at“ sind natürlich auch andere Kandidaten im Rennen. Gehandelt werden mit Franco Foda (Sturm Graz) und Thorsten Fink (Austria Wien) zwei Deutsche, die jeweils seit einiger Zeit bei österreichischen Bundesliga-Klubs gute Arbeit leisten und damit auch einen hervorragenden Überblick über das zur Verfügung stehende Personal hätten.

Junuzovic: Ende nach 55 Länderspielen

Klar ist indes, dass der neue Trainer nicht mehr auf Zlatko Junuzovic zurückgreifen kann. Der Mittelfeldregisseur und Kapitän vom SV Werder Bremen erklärte vergangene Woche nach zehn Jahren und 55 Länderspielen (sieben Tore) seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

Mit der Beanspruchung durch Klub und Nationalteam hatte ich in der Vergangenheit oft sehr wenig Zeit für meine kleine Familie. Genau dieser Gedanke, zukünftig mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können, war letztlich ausschlaggebend dafür, dass ich mich voll und ganz auf meine Klubkarriere konzentrieren möchte“, nannte Junuzovic auf der offiziellen Werder-Webseite vor allem persönliche Gründe für seine Entscheidung gegen die Fortsetzung seiner Karriere beim ÖFB.

Nachdem Christian Fuchs schon nach der EURO 2016 seinen Rücktritt erklärt hatte, ist Junuzovic bereits der zweite Akteur mit großer Erfahrung, der mit relativ jungen 30 Jahren nicht mehr für Österreich spielen möchte.

Da auch weitere, langjährige Kaderspieler wie Marc Janko oder Florian Klein im ÖFB-Trikot eher keine Rolle mehr spielen dürften, ist der neue Coach gefordert, einen Umbruch in die Wege zu leiten, der mit Spielern wie Kevin Danso, Philipp Lienhart, Florian Kainz, Florian Grillitsch oder Louis Schaub indes schon unter Koller begonnen hat.

In der gestern neu erschienenen FIFA-Weltrangliste steht das ÖFB-Team nach Siegen gegen Serbien (3:2) und Moldawien (0:1) immerhin wieder auf Platz 39 (zuvor Rang 57.)

>> Alles zur WM-Quali Österreich 2018

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Schweiz, Spanien, England & Italien in Topf 2

Der Weltfußballverband FIFA hat heute Vormittag die mit Spannung erwartete neue Fußball-Weltrangliste veröffentlicht. Diese ist ausschlaggebend für die Topfeinteilung bei der WM-Auslosung 2018, welche am 01. Dezember 2017 in Moskau stattfindet.

Hammer-Gruppen drohen

Gemäß dem Ranking vom 16. Oktober 2017 landen Deutschland, Brasilien, Portugal, Argentinien, Belgien, Polen und Frankreich als Top-7 der Weltrangliste in Topf 1. Dieser Lostopf wird von Russland komplettiert (aktuell 65.), das als Gastgeber fix als Kopf der Gruppe A gesetzt ist.

Im zweiten Topf sind weitere Top-Teams wie Spanien, England, Kolumbien oder Uruguay zu finden. Im Falle einer erfolgreichen Qualifikation für die WM-Endrunde in Russland wären auch die Schweiz und Italien im zweiten Lostopf gesetzt.

Beide Teams müssen sich ihren Startplatz aber noch im Quali-Playoff erkämpfen. Dank ihres guten Rankings in der Weltrangliste zählen die Schweiz (11.) und Italien (15.) zu den gesetzten Teams und treffen somit entweder auf Schweden, Nordirland, Griechenland oder Irland. Morgen um 14 Uhr findet die Auslosung zu den Duellen statt.

In Topf 3 sind Teams wie Island, Costa Rica und Ägypten zu finden. Bei einer erfolgreichen WM-Quali 2018 könnten auch Mannschaften wie Kroatien, Dänemark, Tunesien oder Senegal hinzustoßen.

Topf 4 könnte Teams wie Serbien, Nigeria, Japan, Australien, Südkorea, die Elfenbeinküste oder Saudi-Arabien beinhalten. Die endgültige Topfeinteilung steht allerdings erst fest, sobald alle WM 2018 Teilnehmer bekannt sind.

Derzeit wären Hammer-Gruppenkonstellationen wie Deutschland, Italien, Senegal, Japan oder Brasilien, Spanien, Kroatien, Nigeria denkbar. Jede Gruppe darf nur ein Team einer bestimmten Konföderation beinhalten. Aus Europa dürfen allerdings 2 Teams der selben Gruppe zugelost werden.