Schleppender Ticket-Verkauf für Confed Cup

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Heute in genau 100 Tagen startet mit dem Eröffnungsspiel Russland gegen Neuseeland der Confed Cup in Russland. Das Probeturnier für die WM-Endrunde 2018 wird von 17. Juni bis 2. Juli mit den aktuellen Meister der sechs Kontinentalverbände (Australien, Chile, Mexiko, Neuseeland, Portugal, Kamerun) sowie dem amtierenden Weltmeister (Deutschland) und Gastgeber (Russland) ausgetragen.

Doch die Fans in Russland zeigen drei Monate vor Start wenig Interesse am sogenannten „Turnier der Champions“, wie die Zahl der bis dato verkauften Tickets zeigt.

Erst 82.000 Karten verkauft

Wie nun bekannt wurde, wurden für das im Sommer stattfindende Turnier erst 82.000 von 700.000 verfügbaren Karten abgesetzt. Sogar FIFA-Funktionär Colin Smith startete letzte Woche bereits einen Aufruf an die russischen Einwohner: „Mir wurde gesagt, dass die Fans in Russland erst im letzten Moment Eintrittskarten kaufen. Ich rufe Sie auf, kaufen Sie Ihre Tickets früher“.

Am 1. März startete die dritte Phase des Ticket-Verkaufs für den Confed Cup, welche auf dem „First come, first served“-Prinzip beruht. Diese letzte Chance, um noch an Tickets zu kommen, gibt es von 19. April bis 2. Juli. Auch hier gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Lahmer Kartenverkauf auch bei WM 2018?

Auch der Kartenverkauf für die WM-Endrunde in Russland könnte sich schwieriger gestalten als erwartet. Einer Umfrage des staatlichen Instituts WZIOM zufolge wollen nur 18 Prozent der Bewohner von Moskau Tickets kaufen.

Wann der Verkauf für WM-Tickets 2018 startet, ist derzeit noch nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass dieser erst nach der Austragung des Confederations Cups beginnt (frühestens also im Juli 2017). Die Preise für Tickets bei der WM-Endrunde sind schon länger bekannt, so kostet eine Karte der Kategorie 3 bei Gruppenspielen 105 US-Dollar.

Frankreich gewinnt SheBelieves Cup

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Die Fußball Frauen-Nationalmannschaft aus Frankreich entscheidet den SheBelieves Cup, ein hochkarätig besetztes Vier-Nationen-Turnier, vor Deutschland, England und USA für sich. Die Französinnen setzten sich in Washington D.C. vor 22.0000 Zuschauern im entscheidenen Spiel mit 3:0 gegen Titelverteidiger und Weltmeister USA durch.

Ungeschlagener Turniersieger

Die Equipe Tricolore absolvierte das Turnier als einziges Team ohne Niederlage. England wurde in letzter Minute mit 1:2 besiegt, gegen die Olympiasiegerinnen aus Deutschland reichte es zu einem torlosen Remis. Mit dem etwas überraschenden 3:0 Sieg über die auf Rang 1 der FIFA-Weltrangliste platzierten US-Amerikanerinnen holte sich Frankreich mit drei Punkten Vorsprung auf Deutschland den Turniersieg.

Deutschland auf Rang 2

Die DFB-Frauen kassierten gegen Gastgeber USA eine 1:0 Pleite. Nach dem 0:0 Unentschieden gegen den späteren Turniersieger Frankreich sorgte der amtierende Europameister immerhin mit dem 1:0 Sieg gegen den WM-Dritten England für einen versöhnlichen Abschluss.

Erfolgreicher Einstieg in EM-Vorbereitung

Der prominent besetzte SheBelieves Cup sollte der französischen und deutschen Damen-Nationalmannschaft vor allem als Vorbereitung auf die im Sommer stattfindende EM-Endrunde dienen.

Die Französinnen treffen in Gruppe C der Frauen-EM 2017 auf Island und die EM-Neulinge Österreich und Schweiz. Die DFB-Frauen bekommen es in Gruppe B mit Schweden, Italien und Russland zu tun (zur Analyse der Frauen-EM Gruppe B).

Neben Titelverteidiger Deutschland, Schweden und England zählt Frankreich zu den größten Favoriten auf den Titel bei der Europameisterschaft in den Niederlanden.

Alle Infos zur Frauen-EM 2017.

SheBelieves Cup: DFB-Frauen mit Auftaktpleite gegen die USA

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nimmt derzeit als Vorbereitung auf die Frauen-EM 2017 am sogenannten „SheBelieves Cup“ in den USA teil (2. bis 7. März). Beim höchstbesetzten Einladungsturnier des Jahres treffen die Olympiasiegerinnen auf Gastgeber USA, Frankreich und England, die in der FIFA-Weltrangliste die Plätze 1, 3 und 5 einnehmen.

0:1 Pleite gegen die USA

Gleich im ersten Spiel trafen die DFB-Frauen auf Weltmeister und Gastgeber USA und mussten sich knapp mit 0:1 geschlagen geben. In einem intensivem Duell erzielte Lynn Williams in Minute 56 den entscheidenden Siegtreffer für den Titelverteidiger.

Bereits seit über 13 Jahren muss die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones auf einen Sieg gegen die US-Amerikanerinnen warten. Unter der Leitung von Jones war es die erste Niederlage im sechsten Spiel.

Am Samstag und Dienstag treffen die DFB-Frauen auf die EM-Teilnehmer Frankreich und England. Die Französinnen konnten das Duell gegen die Engländerinnen mit einem Last-Minute-Sieg mit 2:1 für sich entscheiden.

Mission EM-Titelverteidigung

Bundestrainerin Steffi Jones möchte den SheBelieves Cup vor allem zum Testen nutzen, um bei der bevorstehenden EM-Endrunde in den Niederlanden (16. Juli – 6. August) die ideale Mannschaft aufbieten zu können. Das erklärte Ziel ist klarerweise die erfolgreiche EM-Titelverteidigung.

Am 9. April bestreiten Dzsenifer Marozsán & Co ein weiteres Testspiel gegen den Olympiadritten Kanada, die direkte EM-Vorbereitung startet am 18. Juni. In Gruppe B der Frauen-Europameisterschaft treffen die deutschen Frauen auf Mitfavorit Schweden, Italien und Russland.

>>> Alle Frauen-EM-Gruppen 2017 im Überblick <<<

Dresden bei EM 2024 kein Spielort

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DFB Präsident Reinhard Grindel hat dem UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis persönlich die Bewerbung Deutschlands für die EM 2024 übergeben. Das Paket umfasst insgesamt 40 Seiten, welches auch die 17 möglichen Austragungsorte beinhaltet. Nicht mit dabei ist das DDV-Stadion in Dresden.

Die Heimstätte von Dynamo Dresden verfügt nicht über die Mindest-Nettokapazität von 30000 Sitzplätzen. In der laufenden WM-Qualifikation wurde Dresden ebenfalls nicht als Spielort berücksichtigt (alle Spielorte findest du unter WM-Qualifikation Deutschland).

„Ich finde das bedauerlich, denn so ein internationales Turnier hätte der Fußball-Euphorie in Dresden gutgetan“, zeigte sich Dynamo-Präsident Andreas Ritter betroffen. Auch die Vereinslegende Hans-Jürgen Dörner zeigt sich betroffen: „Bis 2024 ist ja noch Zeit, da hätte man noch das ein oder andere machen können.“

Grindel schießt gegen die Türkei

Einzig verbliebener Mitbewerber für Deutschland ist die Türkei, die noch um die Qualifikation für die WM 2018 zittern muss. Bei der offiziellen Übergabe der Bewerbung in Nyon erklärte DFB-Präsident Grindel: „Wir sind so selbstbewusst zu sagen, dass wir mit unserer großen Erfahrung, der bestehenden Stadioninfrastruktur in Deutschland und den bereits vorhandenen Rahmenbedingungen ein kostengünstiges, erstklassiges Turnier ausrichten können. Daneben ist für Spieler, Fans und Presse garantiert, dass in unserem Land die freiheitlichen Grundrechte gelten“.

Am 10.März 2017 wird die UEFA die beiden Länder offiziell aus Bewerber ausrufen. Wer den Zuschlag erhält wird im September 2018 verkündet. Neben Dresden haben sich auch Berlin, Dortmund, Frankfurt, Köln, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart, Düsseldorf, Mönchengladbach, Bremen, Freiburg und Karlsruhe als Austragungsorte beworben.

EM 2024 – Skandinavische Länder kandidieren nicht

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Bis vor wenigen Tagen wurde noch spekuliert, dass die nationalen Verbände aus Dänemark, Norwegen, Finnland und Schweden gemeinsam die EM 2024 ausrichten möchten. Allerdings haben sie mitgeteilt, dass sie nicht kandidieren werden.

Obwohl die Bewerbungsfrist für die EM 2024 noch bis 3. April läuft, bleiben wohl nur die Türkei und Deutschland übrig. Im September 2018 fällt hingegen die endgültige Entscheidung. In der WM Quali-Gruppe der Türkei für die Weltmeisterschaft in Russland ist übrigens auch Finnland.

Zuschauer als größtes Problem

Der Hauptgrund dafür, dass die skandinavischen Länder ihre Bewerbung zurückgezogen haben war, dass ein geringer Zuschauerschnitt befürchtet wird. Außerdem würde die UEFA maximal zwei Startplätze für die Ausrichter zur Verfügung stellen. Insgesamt haben sich jedoch vier Länder für ein Turnier beworben.

„Wir müssen erkennen, dass wir nicht bereit sind für eine Herren-EM-Endrunde 2024, aber wir wollen die Tür zur Ausrichtung eines späteren EM-Turniers auch nicht zuschlagen“, sagte Jesper Möller, Präsident des dänischen Fußballverbandes DBU. Der norwegische Verbandschef hat vor mehreren Tagen gesagt, dass auch die Infrastruktur in den Stadien nicht ausreicht. Somit bleiben noch Deutschland und die Türkei als Bewerber übrig. Zahlreiche Medien und Experten räumen Deutschland die größeren Chancen als der Türkei ein. Innerhalb des DFB läuft die Sondierungsphase für die Stadien auf Hochtouren.